Keno
Perser vom Taubertal

Anschaffung einer Katze



Bevor man an die Anschaffung einer Katze denkt, muss man sich die Frage stellen, welchen Lebensraum können wir ihr bieten ? Soll sie ausschließlich in der Wohnung bleiben oder darf sie überwiegend oder zeitweise ins Freie?
Iditha Wenn Sie sich eine ausgewachsene Katze aussuchen, sollten Sie auf ihre Gewohnheiten Rücksicht nehmen. Viele Katzen, die bereits die Freiheit genossen haben, wären unglücklich, wenn man sie ausschließlich in vier Wänden halten würde. Es gibt aber auch Katzen, die mit einem Leben in der Wohnung durchaus zufrieden sind, vorausgesetzt die Lebensbedingungen sind aus Katzensicht akzeptabel. Als Mindestanforderung für den Raumbedarf kann etwa eine geräumige Zweizimmerwohnung gelten, wobei die Katze möglichst freien Zugang in jedes Zimmer haben sollte. Katzen haben beides: das Bedürfnis nach Nähe und das Bedürfnis nach Distanz. Zeitweise suchen sie die Nähe von Mensch oder Tier, manchmal ziehen sie sich aber auch gerne zurück, um das Geschehen in der Wohnung aus der Entfernung zu beobachten. Das Bedürfnis nach körperlichem Kontakt zum Menschen ist bei Katzen individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt und sollte vom Tierhalter respektiert werden. Katzen möchten auf keinen Fall längere Zeit alleine bleiben. Sie fühlen sich dann einsam und sind frustriert. Sensible Tiere können sogar psychosomatische Erkrankungen bekommen, die sich z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder Verhaltensänderungen äußern.

Was man aber auch unter keinen Umständen außer Acht lassen sollte sind die Fragen woher bekomme ich mein Kätzchen und mit was für laufenden Kosten muss man bei der Katzenhaltung rechnen. Bei der Wahl seines Kätzchens sollte man sich darüber bewusst werden das solche kleinen Flauschbällchen auch groß werden und ein Alter von über 20 Jahren erreichen können. Das heißt man geht für eine lange Zeit eine Verantwortung für ein Lebewesen ein und das kann wenn die Katze einmal älter wird sehr kostenintensiv werden. Vorzugsweise legt man sich daher schon frühzeitig ein Sparbuch an wo man monatlich einen fixen Betrag einzahlt, so das man nach einigen Jahren keinen finanzielle Probleme bekommt sollte das geliebte Tier eine größere Operation oder eine langwierige Behandlung bei einer Erkrankung benötigen.

Von den diversen Krankenversicherungen halte ich persönlich nicht viel, da sie einige Sachen prinzipiell ausschließen bzw. Operationen teilweise nur bis zu einen gewissen Betrag übernehmen. Legt man monatlich dieses Geld lieber auf ein Konto an hat man im Zweifelsfall wirklich die Kosten gedeckt bzw. sollte alles gut gehen und die Katze einer beneidenswerten Gesundheit erfreuen bleibt einen das Geld trotzdem erhalten.


Überlegen sollte man sich auch woher man seinen neuen Familienzuwachs bekommt. Bei Rassekatzen sollte in erster Linie wirklich ein seriöser Züchter die erste Anlaufstelle sein. Seriöse Züchter erkennt man nicht nur an diversen Preisen und Titeln, die die Katzen erreicht haben sondern auch daran ob der Züchter einen wirklich Rede und Antwort steht bei seinen Fragen und schon im Vorfeld mit dem neuen Besitzer vieles abklärt. Sei es die Fütterung, Katzenstreu aber auch ab wann das Kitten abgegeben wird. Kein anständiger Züchter trennt sich von seinen Kitten vor den Ablauf der 12. Woche – 12 Wochen deshalb weil zu diesem Zeitpunkt die Kitten wirklich ordentlich sozialisiert sind, von der Mutter alles mitbekommen haben was sie für ein Katzenleben brauchen sondern auch weil sie zu diesen Zeitpunkt ordentlich durchgeimpft wurden.
Will man keine Rassekatze empfiehlt es sich das örtliche Tierheim aufzusuchen. Viele Tierheime haben gerade zu der Kätzchenzeit im Juni und Oktober eine wahre Schwemme an kleinen Kätzchen. Diese Kätzchen stammen meist von unverantwortlichen Personen die meinten es wäre nicht notwendig ihre Katze kastrieren zu lassen (zum Thema Kastration und warum dies besser ist schreibe ich an anderer Stelle) und haben der Natur ihren freien Lauf gelassen. Mit den Kätzchen dann meist überfordert werden sie vor den Tierheimen in Kartons ausgesetzt und im schlimmsten Falle einfach über den Zaun dort geworfen. Tierheime sorgen meist dafür das die Kätzchen, bevor sie in ihr neues Heim einziehen gesund und geimpft sind. Will man unliebsame Überraschungen vermeiden ist dies sicher der beste Weg.



Zwei Katzen?



Iditha In den meisten Fällen ist es zweckmäßig, der Katze neben der Gesellschaft mit den Menschen, den ständigen Kontakt zu einem anderen Sozialpartner - am besten zu einer anderen Katze - zu ermöglichen. Es ist sinnvoll, zwei Katzen aus einem Wurf gemeinsam aufzunehmen. Wenn eine Katze bisher als Single lebte und mit einer anderen Katze vergesellschaftet werden soll, ist darauf zu achten, daß der Altersunterschied möglichst nicht mehr als acht Jahre beträgt. Jungtiere bis zu einem Alter von fünf Monaten lassen sich meist am besten in einen bestehenden Haushalt mit einer bisher einzeln gehaltenen Katze integrieren. Die Frage des Geschlechts ist für ein gutes Miteinander weniger entscheidend als Typ und Charakter der Katzen - es gibt hervorragende gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Die Tiere sollten von ihrer Persönlichkeit und ihrem Temperament her zueinander passen. Wohnungsgestaltung
Es kommt der Katze sehr entgegen, wenn man die Wohnung auch nach ihrem Geschmack gestaltet: ein erhobenes Plätzchen zum Beobachten oder zum Ruhen weiß die Katze sehr zu schätzen. Katzen lieben breite Fenstersimse von denen sie das Treiben auf der Straße beobachten können. Kletterbäume mit Ruheflächen sind mit etwas Geschick leicht selbst zu bauen oder können im Fachhandel erworben werden. Kletterbäume sind nicht nur beliebte Aussichtstürme für Katzen, sondern können gleichzeitig auch als Kratzgelegenheit dienen. "Hängematten" sind vor einem Heizkörper plaziert ideale Ruheplätze für Katzen. Einfache Pappkartons bringen neue interessante Gerüche ins Haus und werden ebenfalls gerne als Schlupfwinkel akzeptiert. Die Kartons sollten von Zeit zu Zeit durch neue ausgetauscht werden. Bei Grünpflanzen sollte man etwas vorsichtig sein - Katzen knabbern gerne und leicht kann sowas schlimm enden wenn sie ihre Zähne an hochgiftigen Zimmerpflanzen ausprobieren.



Katzenklo



Da Katzen sehr sauber sind, benötigen sie für ihr Geschäft ein oder besser zwei Katzenklos, die am besten nicht direkt nebeneinanderstehen. Dafür eignen sich leicht zu reinigende Kunststoffwannen mit hohen Wänden, die täglich gereinigt und mit sauberer Katzenstreu gefüllt werden.
Aus langjähriger Erfahrung kann ich persönlich das Klumpstreu vom Fressnapf empfehlen (Premiere Exklusive) dieses gibt es mit oder ohne Babypuderduft. Anfangs erscheint es einen etwas teurer als normale Streus aber nach kurzer Zeit merkt man eindeutig wie ergiebig das ist und dieses Streu verzeiht auch mal wenn man nicht tgl. das Katzenklo reinigt. Aufgrund der guten Saugfähigkeit ist auch eine Komplettreinigung des Katzenklos nur alle paar Monate notwendig. Es gibt auch verschiedene Katzenklomodelle mit oder ohne Haube.
Hier habe ich sehr gute Erfahrungen mit offenen Katzenklos gemacht aber das richtet sich nach den Bedürfnissen der Katze und auch noch den Gegebenheiten. Steht das Katzenklo aus Platzgründen im Wohnbereich ist eines mit Haube sicherlich ästhetischer als ein offenes allerdings haben manche Katzen mit solchen Klos ihre Probleme – hier hilft einfach nur ausprobieren.



Fütterung



Natürlich sollte jedes Tier einen eigenen Ess- und Trinknapf besitzen. Katzen nehmen natürlicherweise nie dort Nahrung auf, wo sie ihre Notdurft verrichten. Deshalb sollten Ess- und Trinknäpfe nicht in der Nähe der Katzenklos aufgestellt werden. Der freie Zugang zu Trinkwasser muss jederzeit möglich sein, nicht nur zu den Fütterungszeiten.



Spielzeug



Bei der Auswahl des Spielzeugs sollten Sie darauf achten, dass es im Eifer des Spielens nicht versehentlich verschluckt werden kann (niemals Faden mit Nadel liegenlassen). Teure Spielzeuge lohnen meist nicht da Katzen sich lieber mit einen achtlos weggeworfenen Papierknäuel beschäftigen als mit der High-Tech-Maus.



Auslauf



ZwergiEine wesentliche Voraussetzung für den freien Auslauf ist, dass sich keine stark befahrene Straße in der Nachbarschaft befindet. Es ist ideal, wenn die Katze jederzeit durch ein Schlupfloch in die Wohnung kommen kann. Empfehlenswert sind die im Zoofachhandel erhältlichen Katzentüren, von denen einige durch elektronische Erkennung nur die eigenen Katzen hereinlassen, während fremde Tiere draußen bleiben müssen. Natürlich kann die Katze an der Tür auch durch "miau" oder "Anklopfen" mit der Pfote ihren Eintrittswunsch zu verstehen geben. Dann sollte aber auch immer jemand zu Hause sein, um zu öffnen. Vermeiden Sie schrägstehende Fenster oder Glastüren. Katzen, die keine andere Möglichkeit haben, nach draußen zu gehen oder von außen in die Wohnung zurückzukommen, versuchen oft, ein schrägstehendes Fenster zu benutzen. All zu oft bleiben sie dann im gekippten Fenster stecken und können sich dabei schwerste Verletzungen zuziehen. Es kommt ab und zu leider auch vor, dass Katzen vom Balkon oder vom Fenstersims stürzen. Das muss nicht sein: Balkone und Fenster kann man leicht mit Netzen sichern, denn Katzen landen leider nicht immer auf allen vier Pfoten!



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04.03.2012: Kittengalerie überarbeitet