Ein ganz besonderer Katzenfreund

 

Heute will ich euch von etwas berichten, über das ich zufälligerweise gestolpert bin und mich nun ehrlich erheitert

Ein amerikanisches Software-Unternehmen stieß bei Durchsicht der Logfiles auf Unregelmäßigkeiten und stellte fest das regelmäßig mit den Login-Daten eines Mitarbeiters  aus China auf das Firmennetzwerk zugegriffen wurde.
Selbstverständlich war dann alles sofort in heller Aufregung lag doch der Verdacht der Betriebsspionage nahe. Um die entsprechende Sicherheitslücke so schnell wie möglich zu schließen beschloss das Software-Unternehmen eine Firma die sich auf Internetsicherheit spezialisiert hatte zu engagieren um hier schnell Abhilfe zu schaffen.

 

Nun, diese Internet-Securityfirma hat natürlich alles überprüft und auch natürlich den Rechner des Mitarbeiters, in den allgemeinen News als „Bob“ genannt. (Aufgrund des Persönlichkeitsrechts darf sein richtiger Name nicht publik gemacht werden.)

Auf Bobs Rechner wurde man sehr schnell fündig, aber nicht so wie man erwartet hatte.

Auf seinen Rechner befanden sich Rechnungen von chinesischen Entwicklerfirmen. Bob hatte, eigentlich clever, seinen eigenen Job outgesourct und dies bis zur Entdeckung auch mit sehr großen Erfolg.

 

Seine tägliche Arbeit ließ er von Angestellten einer chinesischen auf IT-Beratungen spezialisierten Firma erledigen. Dafür hatte er nicht nur alle seine Passwörter weitergegeben sondern auch noch per Feedex den zur besonderen Absicherung gedachten VPN-Stick mit wechselnden Zugangscodes nach China geschickt.
Er selber arbeitete natürlich keine Sekunde aktiv im Unternehmen mit. War doch immerhin sein Tagesplan ausgefüllt mit dem Ansehen von Katzenvideos, shoppen bei Ebay und dem pflegen seiner diversen Kontakte bei Facebook, LinkedIn etc. Nur nachmittags schrieb er eine Zusammenfassung der verrichteten Arbeiten für seinen Vorgesetzten und danach vergönnte sich „Bob“ einen entspannten Feierabend.

 

„Bob“ war im Übrigen im Unternehmen als einer der besten Entwickler bekannt, bekam in der Beurteilung immer Bestnoten und dementsprechend war auch sein Gehalt.

Während „Bob“ so einige hundert tausend Dollar im Jahr verdiente, bezahlte er dem chinesischen Unternehmen gerade mal knapp über 30.000 Dollar. Also ein wirklich lukratives Geschäft für Bob, bis die Sache aufflog.

 

Nun ist er seinen Job natürlich los, obwohl er eigentlich etwas getan hatte was Unternehmen seit Jahrzehnten praktizieren – er hatte outgesorct:-)



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