Ich bin noch immer eine Katze!

„Ich bin anders, als andere meiner Art“

„Mir fehlt die Fähigkeit zu sehen, denn ich bin Blind. Oft stoße ich mich an, wenn ich durch meine Wohnung laufe.“

„Auch ich bin anders, durch einen Autounfall musste mir mein Bein amputiert werden.
Mein Gang ist nun nicht mehr elegant, mein Aussehen ist anders.“

Wall E - Taubertalperser„Bei mir wurde bereits in jungen Jahren festgestellt, dass ich Taub bin. Dazu kommt noch eine leichte Ataxie. Wenn meine Futterdose geöffnet wird, bekomme ich das nie wirklich mit. Wenn meine kätzischen Mitbewohner losrennen und ich versuche Schritt zu halten, falle ich manchmal um.“

„Mir fehlt ein Auge und meine Schwester hat ihren Schwanz verloren. Wie das passiert ist, wissen wir nicht mehr. Wir waren noch so klein und wurden als Streunerkätzchen geboren.“

Ich bin noch immer eine Katze!

Wir alle sind Katzen und Kater. Wir miauen und schnurren, jagen Spielsachen und Mücken, lieben es in Kartons zu sitzen oder stundenlang aus dem Fenster zu schauen. Warum sollte man uns bemitleiden? Warum sollte man uns erlösen? Wir kommen im Alltag mit unseren liebevollen 2-Beinigen Mitbewohnern bestens klar. Unsere Artgenossen helfen uns sogar, ein ganz normales Leben führen zu können. Doch einige von uns sind in Tierheimen oder Tierschutzvereinen. Sollen wir dort wirklich unser „Gnadenbrot“ erhalten, wenn wir doch erst 2 Jahre alt sind? Will Einbeinchen - Taubertalperseruns denn wirklich niemand? Wir gewinnen sicherlich keinen Schönheitswettbewerb, der „Catwalk“ in Bezug auf Eleganz wurde auch nicht nach uns benannt… na und? Wir sind Katzen und wir haben ebenso ein zu Hause verdient. Adoptiert uns und gebt uns nicht mehr her, sowie auch wir unsere Liebe zu euch niemals aufgeben werden. Behandelt uns bitte als ganz normale Katzen und Kater und bitte redet nicht davon, dass wir behindert sind. Denn es ist eure Fürsorge und eure Liebe, die dafür sorgt, dass wir uns nicht so fühlen.

Persönliche Anmerkung von Jasmin Fernbach:

Mein Ataxie-Kater Purzel hat mich in den vergangenen 10 Monaten einiges gelernt. Unter anderem, dass man kein Mitleid empfinden muss. Warum sollte man ein Tier anders behandeln, wenn dieses anders aussieht, oder sich anders bewegt? Ist es deshalb weniger Katze? Bestimmt nicht! Mir liegt es sehr am Herzen, das wir Menschen lernen zu verstehen wie wir behindere Tiere behandeln sollen: einfach normal! Nicht anders, nicht speziell. Denn genau das SIND diese Tiere, sie SIND anders, sie SIND speziell, aber behandeln sollten wir sie ganz normal.

Wir danken sehr herzlich Jasmin Kirchner für ihr wunderschönes Fotomodell Wall-E, dein einäugigen Piraten, der so voller Lebensfreude vor der Kamera posierte und Jessie Strohbach für ihr einbeiniges Fellnäschen

Hier noch eine kleine Galerie der super süßen „behinderten“ Katzen, die bei ihrem Besitzern für viel Freude sorgen




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