Ist der Tierschutz eine Gelddruckmaschine?

Manche glauben ernsthaft sie haben mit dem Tierschutz eine Gelddruckmaschine entdeckt.

Es gibt Tage, da komme ich aus dem Staunen und Wundern nicht mehr raus. So auch heute, dank eines Zeitungsberichtes in der Münchner Merkur.

Da fordert der Tierschutzverein München doch tatsächlich für die Pflege, medizinische Versorgung etc. für die 31 Perserkatzen aus Gammelsdorf (ich berichtete darüber) vom Landkreis Freising 120.000 Euro und es könnte noch mehr werden, es steht bereits die Summe von über 200.000 Euro im Raum.


120.000 Euro Behandlungs- und Unterbringungskosten für 31 Katzen

Ja ihr habt richtig gelesen, 120.000 Euro für Leistungen, bei denen ich mir nicht sicher bin ob die tatsächlich erbracht wurden.
Als die Räumung des Einfamilienhauses einer bekannten Züchterin publik wurde, fanden sich spontan zahlreiche Spender die für diese Katzen spendeten. Auch viele Firmen stellten sofort Unmengen an Futter und mehr zur Verfügung. So ist mir z.B. ein großer Tierfutterhersteller aus Liechtenstein bekannt, der jeweils zwei Paletten Katzenfutter an das Tierheim in München und auch zwei an das Tierheim Heinzelwinkel spendete und dies war kein Einzelfall.
Unzählige, von den Geschehnissen geschockte Züchter schickten Pakete mit Zubehör, Pflegeprodukte und die zahlreichen Geldspenden die in Summe einen größeren vierstelligen Betrag ausmachten.

Alle Perserkatzen in München sind an Pilz erkrankt

Und kaum merkte man, was dies für ein breites Interesse hervorrief, kam die nächste Horrornachricht aus dem Tierheim München – die Katzen haben Pilz. Ja klar, 31 der über 70 Katzen haben Pilz aber nur die aus München interessanterweise.
Die Katzen aus Gammelsdorf, die im Tierheim Heinzelwinkel untergebracht waren wurden auf Pilz getestet und bei allen gab es einen negativen Befund.

Wie dies sein kann, haben doch alle Katzen sich in dem gleichen Raum in Gammelsdorf aufgehalten und somit auch alle die gleichen Lebensumstände gehabt, waren auch somit alle den Pilzsporen ausgesetzt gewesen und nur 31 sind erkrankt? Und nur die im Tierheim München? Was für ein interessanter unglaublicher Zufall dies doch ist.

Toll, dass man vorher noch große Fernsehberichte sehen durfte, in denen Reporter und sonstige Personen zu den Katzen in die Gehege durften um sie zu filmen und zu streicheln. Hat man diese darüber informiert dass die Katzen Pilze haben und dies hoch ansteckend ist – auch für Menschen?
Hat man diese Menschen auch darüber informiert, dass sich Pilzsporen auch an den Kleidern absetzen und haben sich diese dann entsprechend gereinigt? Schutzanzüge hatten sie auf jeden Fall, wie man in den Fernsehberichten sah nicht an. Aber gut das man da auch gleich auf den Neubau des Katzenhauses hinweisen konnte, ein Schelm der Böses dabei denkt.

Man beißt nicht die Hand, die einen füttert

Während die unglaubliche Spendenlawine angerollt ist, waren viele bestrebt den Katzen teilweise zumindest ihre Namen wiederzugeben, die Züchter der Tiere zu finden und so weiter.

Während das Tierheim Heinzelwinkel, allen voran die Geschäftsführerin, nicht müde wurde Fragen zu beantworten erlebten wir beim Tierheim München genau das Gegenteil.

Das Münchner Tierheim war sogar noch dreist genug, wohl wissend das sie die unzähligen Spenden Züchtern zu verdanken hatten einen Beitrag in Facebook zu liken der die ganzen Züchter verurteilte.

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Die fadenscheinigen Ausreden, die man uns als Züchter und Spender dann offenbarten, waren nicht wirklich glaubwürdig.

Auf das unglaubliche Interview einer Frau Brettschneider in der Süddeutschen Zeitung wollen wir erst gar nicht näher eingehen.

Die Münchner Perser ziehen um

Als das Tierheim Heinzelwinkel die letzte Perserkatze aus dem Horrorhaus in Gammelsdorf an glückliche neue Besitzer vermittelt hatte waren wir eigentlich überzeugt, dass es auch in ähnlicher Weise in München geschehen sei.

Keiner kann sich vorstellen, wie überrascht wir waren, als wir auf einmal die Info bekamen das 12 Perserkatzen aus dem Tierheim München in das Tierheim Heinzelwinkel überstellt wurden.

Angesichts des katastrophalen optischen Zustandes der Tiere fragten sich viele, was eigentlich im Tierheim München schief gelaufen ist.

Nicht nur, dass kaum Tiere von München vermittelt wurden, sahen sie nicht wirklich viel besser aus als an dem Tag ihrer Rettung und seitdem waren Monate vergangen. Monate die man nun für Pflege etc. in Rechnung stellen möchte dem Landkreis Freising. Ja welche Pflege denn bitte? (siehe tieferstehendes Foto vom 15. Juli diesen Jahres)

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Screenshot Facebook – Eintrag vom 15. Juli 2014

Aber dank der fleißigen Helfer im Tierheim Heinzelwinkel, der Züchter, die wieder einmal sofort ihre Hilfe anboten sei es durch Taten oder auch durch Hilfsmittel wie Fönboxen, Shampoo etc. konnten die armen Seelchen von Perserchen sich nach einem kurzen ausgiebigen Bad in ihrer wahren Schönheit präsentieren.

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Quelle: Facebook Tierheim Heinzelwinkel

Es wird noch einige Zeit vergehen, bis diese Perserchen wieder ihre alte einstige Schönheit wieder erlangt haben, aber dank der Unterstützung des Tierheimes Heinzelwinkel ist der erste Schritt in diese Richtung getan.

Im übrigen sind bereits die ersten 5 Perserkätzchen, die ursprünglich in München waren durch das Tierheim Heinzelwinkel bereits an glückliche neue Katzeneltern vermittelt worden.

Ende gut, alles gut?

Nein, noch nicht ganz. Es gibt hier noch die offene Forderung des Tierschutzvereines München über 120.000 Euro.
Viele Züchter sind dieses Mal schon wieder geschockt, nicht über einen schockierenden Fall von Tierquälerei, sondern vielmehr über die aus ihren Augen in dieser Höhe unberechtigte Forderung.
Einige Züchter haben nun schon ein entsprechendes Schreiben aufgesetzt, dass noch heute dem Landkreis Freising per Mail zugehen wird, denn so lieber Tierschutzverein München, so bitte geht’s auch nicht.


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