Kastrationspflicht für Katzen in Rostock

Freilebende Katzen sind in vielen Städten ein Problem: Rostock will nun handeln. Die Stadt Rostock hat eine Kastrationspflicht für Katzen eingeführt. Die Verordnung gilt ab sofort für alle männlichen und weiblichen Tiere ab dem 6. Lebensmonat, die sich außerhalb der Wohnung ihres Halters bewegen.

Laut Schätzungen des Rostocker Veterinäramts streunen in Rostock derzeit rund 5.000 herrenlose Katzen herum.

Kastration plus Mikrochip

felix-01Die Amtstierärzte hoffen, diese Zahl reduzieren zu können. Daher müssen privat gehaltene Stubentiger, die nicht nur in der Stube sind, sondern auch draußen im Freien herumlaufen, von einem Tierarzt kastriert werden. Nach Auskunft von Tierschützern kostet der Eingriff zwischen 70 und 100 Euro. Die Tierärzte sollen zusätzlich einen Mikrochip oder Transponder zur Kennzeichnung implantieren.

Auch freilebende Katzen betroffen

Laut der „Stadtverordnung der Hansestadt Rostock über die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Freigängerkatzen“ müssen auch Tierfreunde, die freilebende Katzen regelmäßig füttern, diese Tiere kastrieren und kennzeichnen lassen. Ausnahmegenehmigungen, insbesondere zur Zucht von Rassekatzen, sind möglich.

Bis zu 5.000 Euro Bußgeld

Bei einem Verstoß gegen die Verordnung drohen den Tierhaltern bis zu 5.000 Euro Bußgeld. Der Rostocker Erlass wurde vom Schweriner Innenministerium genehmigt und gilt zunächst für zwei Jahre. Als erste Stadt bundesweit führte Paderborn (Nordrhein-Westfalen) 2008 eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen ein. Eine entsprechende Verordnung gilt momentan in 233 Städten und Gemeinden.
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