Kater Morris will Bürgermeister …..

… der mexikanischen Stadt Xalapa werden

Seine politische Botschaft ist klar: „Wer von Ratten genug hat, soll Katzen wählen“

Die politischen Ambitionen dieses schwarz-weiß-gemusterten Katers sorgen im Moment für internationale Berichterstattung. Morris steht als Kandidat für das Amt des Bürgermeister in Xalapa, der Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Veracruz, zur Verfügung. Sein Wahlslogan: „Wer von Ratten genug hat, soll Katzen wählen.“

foto: reuters/oscar martinez
foto: reuters/oscar martinez

Sein Halter Sergio Chamorro erklärt, was hinter der Aktion steht: „Morris ist ein Symbol dafür, dass die Leute genug von Parteien und politischen Systemen haben, die uns nicht vertreten.“

Chamorro hat offenbar auch einen guten Geschäftssinn: Das Konterfei des pelzigen Kandidaten ziert mittlerweilen Pölster, T-Shirts, Buttons und Häferl.

foto: reuters/oscar martinez
foto: reuters/oscar martinez

Mit den bunten Wahlplakaten im Stil von Shepard Fairey und dem Spruch „Yes we cat“ werden deutliche Parallelen zu US-Präsident Barack Obama gezogen.

Der „Candigato“ – eine Wortkreation aus den spanischen Wörtern candidato (Kandidat) und gato (Katze) – hat außerdem schon 134.000 Likes auf Facebook. Eine Zahl von der seine zweibeinigen Mitbewerber in Xalapa nur träumen können.

Angesichts des Hypes rund um Morris verwundert es nicht, dass die Behörden in Veracruz bereits verzweifelt an die Bewohner appellieren: „Verschwendet eure Stimme nicht. Wählt für die registrierten Kandidaten.“

(jus, derStandard.at, 20.6.2013)

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