Katzenernährung leicht gemacht – Taubertalperser

Wenn ich in die örtlichen Tierläden laufe oder einschlägige Online-Shops nach Katzenfutter durchforste bin ich zeitweise erschlagen von der Angebotsvielfalt die es hier gibt.

Und wie ich immer wieder feststellen darf,  es kommen laufend neue Hersteller dazu, die auch etwas vom „Kuchen“ abhaben wollen.
Während vor Jahren noch der Kampf  eher beim mittelpreisigen Katzenfutter in vollen Zügen war drängen immer mehr Anbieter von hochwertigen Futtersorten auf den Markt und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.

Bei über 12 Millionen Katzen in deutschen Haushalten mit steigender Tendenz kann man schon erahnen was sich auf dem Heimtiermarkt in den nächsten Jahren noch so tun wird.

Überraschenderweise muss ich aber immer wieder dank diverser Facebook-Gruppen auch feststellen  wie lange sich manche Mythen halten und vor allem wie uninformiert doch viele sind wenn es um die Ernährung ihres vierbeinigen Lieblings geht.

Diesem Thema möchte ich mich heute ein wenig widmen.

Welche Arten der Fütterung gibt es (noch)?

Man unterscheidet zwischen drei Formen der Fütterung, zu einem die Feuchtfütterung (Dosenfutter und B.A.R.F), Trockenfutterfütterung und der Mischfütterung von Dosen- und Trockennahrung. Und auf diese werde ich heute ein wenig eingehen aber ihr werdet auch sehr hilfreiche Links finden, die euch manches einfacher machen können.
Speziell das Thema B.A.R.F ist ein Bereich wo es sehr gute Hilfestellungen gibt und man muss das Rad bekanntlich nicht zweimal erfinden.

Feuchtfutter

Eine der einfachsten und beliebteste Fütterungsmethode stellt sicherlich das Dosenfutter dar. Dosenfutter (wenn es als Alleinfutter deklariert ist) deckt alles ab an Vitaminen, Mineralstoffe und Spurenelementen was eine Katze benötigt.

Allerdings gibt es hier enorme Qualitätsunterschiede und für den Otto-Normalverbraucher der einfach nur seine Katze ernähren möchte ist es oft schwer zu unterscheiden welches Dosenfutter nun wirklich gut und geeignet ist oder welches eher doch nicht. Oft hilft ein Blick auf die Deklaration aber hier stehen dann viele vor einem großen Mythos – dem 4% Fleisch-Mythos der sich lange hält.

Der Mythos von 4% Fleisch

Bei einigen Herstellern findet man die Deklaration „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (4% von XX)“ und hier fragen sich die Leute ist da wirklich nur 4% Fleisch enthalten.
Dies kann man ausnahmsweise entschieden verneinen – es sind nur 4% von XX enthalten (die Geschmackgebende Sorte wird hier erwähnt – habt ihr die Sorte Kalb in der Hand steht darauf Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse ( 4% Kalb), in Wahrheit könnten es auch 5% oder mehr sein aber der Code of good labeling (Ein Standardwerk der Tierfutterhersteller wo genau aufgeführt ist wie was zu benennen ist und an das sich alle halten) besagt wenn ich eine Sorte „Kalb“ nenne muss hier auch mindestens 4% von diesem Tier enthalten sein.
Hier merkt ihr schon ich schreibe vom Tier und nicht vom Fleisch denn auch der Begriff Fleisch ist ganz genau definiert.

katzenfuttergutundguenstig

Anhand der oben abgebildeten Futterdeklaration können wir nun schon sagen, dass hier Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse enthalten sind und davon sind u.a. mindestens 4% vom Seelachs. Wir wissen aber leider nicht genau wie hoch der gesamte Anteil an Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen ist aber wir sehen sofort auch – hier ist Zucker enthalten. Also Finger weg davon.

Fleisch und tierische Nebenprodukte

Der Begriff Fleisch ist in der Tierfutterindustrie ganz klar auch definiert. Fleisch ist Muskelfleisch. Kein Bindegewebe, keine Leber, keine Niere einfach nur hochwertiges Muskelfleisch.
Aus diesem Grunde schreiben viele Hersteller preiswerterer Produkte „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse um hier ein wenig zu verschleiern wieviel Fleisch nun wirklich enthalten ist. Hin und wieder findet man auch Hersteller die schreiben 60% Fleisch – und tierische Nebenerzeugnisse (4% Kalb) auch dies sagt noch immer nichts aus über die Qualität des Produktes nur das insgesamt die Menge an Fleisch und tierischen Nebenerzeugnisse 60% beträgt.
Aber diese Zahl sieht erst einmal gut aus.

Nebenerzeugnisse sind alles Produkte die in der Lebensmittelindustrie keine Verwendung finden. Sei es weil die Menschen es kaum mehr selber essen (Wohlstandsgesellschaft sei Dank) oder aber für den Menschen zwar genießbar wären aber es einfach einen gewissen Gruselfaktor hätte wie Häute, Hoden, Euter und vieles mehr. Diese sind alles tierische Nebenprodukte und selbstverständlich auch Hühnerkarkassen oder auch Schnäbel. (Hühnerklauen werden in Deutschland nicht verarbeitet sondern nach Asien exportiert da diese dort eine Delikatesse sind).

Und bevor nun wieder alle „Ihhh“ rufen wenn sie die Worte Häute, Klauen und Schnäbel in Bezug auf Tierfutter lesen – eine Katze ist ein Beutetierfresser, er frisst die gesamte Beute und lässt nur wenig über, meist nicht weil es ihm nicht schmeckt sondern die Katze schlicht und ergreifend satt ist. Aber es wird die Haut, Haare, Federn, Schnäbel etc. mitgefressen (auch wenn es uns nun nicht so behagt)
Aber eine jede einzelne Komponente eines Beutetieres hat so seinen Verwendungszweck und auch seinen Sinn und wenn es nur der notwendige Ballaststoff ist damit der Darm ordentlich arbeitet.

Nicht die tierischen Nebenerzeugnisse sind bei den Herstellern das Problem sondern die Menge der selbigen und die unklare Deklaration.

Unterschied Alleinfutter und Ergänzungsfutter

Man sollte auch noch erwähnen dass Dosenfutter nicht gleich Dosenfutter ist, abgesehen von den qualitativen Unterschieden sollte man auch darauf achten ob es sich hier um ein Alleinfutter oder ein Ergänzungsfutter handelt. Dies muss aber auf den Etiketten angegeben werden.

Folgendes schreibt die Futtermittelverordnung ganz klar vor:

Alleinfuttermittel sind gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 Futtermittelverordnung Mischfuttermittel, die dazu bestimmt sind, bei ausschließlicher Verwendung den Nahrungsbedarf der Tiere zu decken.

Ergänzungsfuttermittel sind gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 2 Futtermittelverordnung Mischfuttermittel, die einen gegenüber einem Alleinfuttermittel für die jeweilige Tierkategorie höheren Gehalt an bestimmten Stoffen (insbesondere Inhalts- oder Zusatzstoffen) aufweisen und die auf Grund ihrer Zusammensetzung dazu bestimmt sind, in Ergänzung anderer Futtermittel zur Deckung des Nahrungsbedarf der Tiere beizutragen.

Allgemein die Kennzeichnung von Futter – ob Einzelfuttermittel, Mineralfutter, andere Ergänzungsfutter oder Alleinfutter – ist ein wesentlicher Bestandteil der Information an den Verbraucher  und muss auf dem Etikett aufgedruckt sein (ACHTUNG: Was auf dem Etikett steht ist verpflichtend, NICHT das was manche Hersteller auf ihrer Webseite schreiben!)

Folgendes muss zwingend angegeben werden und zum besseren Verständnis werde ich euch auch das eine oder andere Etikett zeigen zum besseren Verständnis.

Zusammensetzung

Alle enthaltenen Bestandteile bzw. Einzelfutter müssen angegeben werden, und zwar in  absteigender Reihenfolge ihres Anteils. Zusätzlich können die jeweiligen Anteile in Prozent aufgeführt werden. Sie müssen genannt werden, wenn bestimmte Bestandteile besonders hervorgehoben werden und der Anspruch des Futterherstellers auf Schutz der Rezeptur und des Know-hows nicht massiv beeinträchtigt wird.

Inhaltsstoffe

Ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben ist die prozentuale Angabe der Inhaltsstoffe auf der Deklaration. Man sollte schon in etwa wissen, wie viel Rohprotein (Eiweiß), Rohfett, Rohfaser, Rohasche oder auch Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor enthalten ist.

Manche Hersteller geben mittlerweile freiwillig den Energiegehalt des Futters auf der Deklaration an.

Zusatzstoffe

Alle im Futter enthaltenen Zusatzstoffe, für die per Gesetz ein Höchstgehalt festgesetzt ist, werden mit ihrer Menge je Kilogramm aufgelistet. Dies sind z. B. Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren, Enzyme, Mikroorganismen.
Zusatzstoffe ohne festgelegte Höchstgehalte werden freiwillig angegeben.

Fütterungshinweis

Neben diesen Inhaltsangaben gibt der Futterhersteller auch noch eine kurze Beschreibung, wofür dieses Futter verwendet wird. Dies enthält z. B. den Hinweis, ob es ein Alleinfutter oder eine Ergänzung zu dem Grundfutter ist. Bei Ergänzungsfutter muss außerdem eine tägliche Höchstmenge oder ein maximaler Rationsanteil angegeben werden, damit beispielsweise die Aufnahme von Zusatzstoffen nicht über die zulässigen Höchstgrenzen hinausgeht.

Zusätzlich müssen wichtige Einzelheiten zur Rückverfolgbarkeit der Futtermittel angegeben sein, wie z. B. die Kennnummer der Partie, Mindesthaltbarkeitsdatum, Name und Anschrift des Herstellers.

Freiwillige Angaben

Die oben genannten Angaben geben das Mindestmaß an Kennzeichnung von Futter an. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, weitere Informationen freiwillig zu benennen, die für die ernährungsphysiologischen Eigenschaften wichtig sind, z. B. nutzbares Rohprotein oder verdauliche Aminosäuren. In jedem Fall handelt es sich dabei ebenfalls um wissenschaftlich überprüfbare, objektive Angaben. Auch diese unterliegen wie die genannten Pflichtangaben zum Schutz der Käufer der amtlichen Futtermittelkontrolle.

Trockenfutter

Es war einige Zeit sehr modern die Katze ausschließlich mit Trockenfutter zu ernähren. Der Vorteil liegt oder lag vielen klar auf der Hand – es ist einfach zu bewerkstelligen, riecht nicht und man kann es auch den ganzen Tag stehen lassen ohne dass es verdirbt.

So gesehen schon gewisse Vorteile für den vielbeschäftigten Katzenhalter ABER dummerweise absolut nicht artgerecht und schon gar nicht gesund.

Wie in meinem Beitrag „Brauchen Katzen Trockenfutter“ beschrieben sind Katzen Carnivoren und Beutetierfresser. Sie knabbern nicht an Weizen um sich zu sättigen maximal umso ihre Haare rauszuwürgen.

Auch hat man in den letzten Jahren erkannt das es immer mehr Erkrankungen gibt deren Ursache man in der reinen Trockenfutterfütterung sehen kann  wie z.B. die Chronic Kidney Disease (Chronische Nierenerkrankung) oder auch  Bladder or Urinary Tract Disease (Blasen- oder Harnwegserkrankungen – hier geläufiger als FLUTD bekannt).

Es spricht nichts dagegen hin- und wieder ins Fummelbrett das eine oder andere Körnchen reinzugeben – als Leckerchen quasi.

Aber alles andere ist absolut nicht sinnvoll. Auch die Zahnreinigung findet nicht statt bei Trockenfutter – wer einmal eine Katze dabei beobachtet wie sie es frisst – meist wird nicht mal gekaut sondern gleich runtergeschlungen – der weiß hier wird gar nichts gereinigt.

Wie sagte mal Prof. Paul Leyhausen besser bekannt auch als der Katzenpapst:

     „wer glaubt, sich bei der Ernährung seiner Katze auf deren »Instinkt« verlassen zu können, wird unter Umständen böse Überraschungen erleben. Anders als die alles fressende Ratte, die sehr schnell lernen muss, was sie von der Vielfalt des Angebots an Essbarem vertragen kann und was nicht, »weiß« die Nahrungsspezialistin Katze oft nicht, was ihr bekommt“.

Leider ist Trockenfutter auch vielfach der Auslöser für Allergien bei der Katze – sei es auf das Getreide, sei es auf die Konservierungsstoffe (ja auch Trockenfutter muss konserviert werden ansonsten werden die enthaltenen Fette ranzig) oder aber auf den Kot der Futtermilben. (Vielfach wird geschrieben das die Katze allergisch auf die Futtermilben ist, das ist aber so nicht ganz korrekt sondern sie reagieren auf den Kot der Futtermilben und da bringt auch der Rat das Futter einzufrieren recht wenig)

Trocken- und Feuchtfutter

Ich hab euch ja jetzt schon einiges zu Feucht- und Trockenfutter geschrieben darum werde ich da hier nicht mehr näher auf diese eingehen.

Bei dieser Variante der Mischfütterung erhält die Katze mehrfach am Tag ihr Futter und dies abwechselnd. Oder aber sie bekommt Nassfutter und das Trockenfutter steht den ganzen Tag zur Verfügung. Dies wäre aber nicht notwendig begründet sich aber auf die Angst der Katzenhalter das die Katze sonst hungern müsste oder das Futter schlecht werden würde.

Bei der ausschließlichen Ernährung der Katze durch Trockenfutter sollte man wirklich verstärkt darauf achten das die Katze mehr als genug trinkt. Solltet ihr allerdings eine Katze allerdings haben, die kaum bzw. schlecht trinkt rate ich dringend davon ab ausschließlich Trockenfutter zu reichen da sie einen Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfes normal aus ihrer Nahrung beziehen und dies ist bei Trockenfutter absolut unmöglich.

Viele Katzenhalter füttern Trockenfutter aus der Angst heraus, dass ihnen das Nassfutter schnell verdirbt aber hochwertiges Futter verdirbt nicht so schnell und kann ohne Sorge einige Stunden stehen gelassen werden ohne dass es zu Problemen kommt.

Ich füttere hier auch zwischen drei- und viermal am Tag ohne das die Katzen hungern müssen und dies obwohl ich berufstätig bin.

Barfen

Unter Barfen versteht man die Rohfleischfütterung.  Einer der vielen Vorteile beim BARFen ist sicherlich die Kontrolle der verfütterten Nahrung: In der Tiernahrungsindustrie gab es schon verschiedene Futterskandale, auch werden die Inhaltstoffe vom industriell gefertigten Futter oftmals, teilweise auch sicherlich berechtigt, kritisiert.

Wenn man seine Katze barft, weiß man zu 100% was man füttert und je nachdem wo man einkauft auch woher das Fleisch kommt.

Barfen birgt natürlich auch viele gesundheitliche Vorteile ist es immerhin die natürlichste Form der Fütterung für Katzen nach dem erjagen von Beutetieren.

Man könnte bei vielen Katzen deutlichen Verbesserungen diverser Krankheitssymptome feststellen sowie teilweise auch deren Gesundung miterleben. Klassische Beispiele sind hier Harnwegserkrankungen, Futtermittelallergien oder andere Verdauungsstörungen. Des Weiteren neigen gebarfte Katzen zu weniger Zahnsteinbildung.

Aufgrund der hohen Verwertbarkeit des selbst zubereiteten Futters sind die Kotmengen auch wesentlich geringer als beim herkömmlichen Industriefutter und ist auch weniger geruchsintensiv.

Die Katzen werden agiler, das Fell glänzender und man erkennt sehr rasch dass das Wohlbefinden der Katze sich im Allgemeinen sehr verbessert hat.

Allerdings muss man sich dessen bewusst sein, das man hier sehr, sehr stark auf die Hygiene achten sollte und sich im Vorfeld wirklich darüber zu informieren was die Katze an Vitamine, Nährstoffe etc. benötigt um hier keine Mangelernährung zu riskieren.

Warum teures Futter in Wahrheit billiger ist

Es ist uns denke ich allen klar das hochwertiges Fleisch wie Filet z.B. teurer ist als Bauchabschnitte vom Schwein aber auch hochwertige Öle und Fette. Und so ist es nachvollziehbar und verständlich wenn manche Futtersorten etwas teurer sind als die herkömmlichen Marken in den Supermärkten.
Allerdings hat man eine wesentlich bessere Verwertbarkeit und die Katze ist nicht nur schneller satt, sie benötigt auch weitaus weniger um ihren Tagesbedarf mit allen, was sie für ein gesundes Leben benötigt zu decken.
Während man bei manchen Discountfutter bis zu 800 Gramm pro Tag und Katze benötigt, reichen bei hochwertigen Sorten schon 100 bis 200 Gramm am Tag. Und man braucht nun kein Rechenkünstler zu sein um sich hier dies selber auszurechnen.

Dass auch aufgrund der höheren Verwertbarkeit die Kotabsatzmenge weitaus geringer ist als bei billigen Discountfutter merkt man sofort wenn man das Katzenklo reinigt.

Bei der Katze ist der Geschmackssinn wesentlich ausgeprägter als bei uns Menschen. Wir erkennen, wenn ein Huhn mit Fischmehl gefüttert wurde, dann ist aber bald mal Schluss, eine Katze erkennt am Fettgeschmack, mit was der Fettlieferant gefüttert wurde. Konkret, wenn meine Katzen sprechen könnten, ich würde ihnen ein Stückchen Fett meines Fleisches geben, und ich wüsste, mit was das Tier gefüttert wurde.

Ein deutliches Zeichen dafür, dass es sich um ein Futter niedrigster Qualität handelt, ist der Zusatz „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” in der Zutatenliste. In Deutschland fällt unter diese Bezeichnung alles, was bei der Tierkörperverwertung anfällt, wobei insbesondere tierische Nebenerzeugnisse Schlachtabfälle wie Haut, Schwarte, Hufe, Federn, Hörner, Wolle, Lunge, Gebärmutter, Hoden und alle anderen, minderwertiges Eiweiß enthaltene bindegewebsreiche Abfälle sein können. In welchem Anteil derartige Nebenerzeugnisse beigemischt werden, kann aus der Angabe „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” nicht entnommen werden.

Man sollte sich hierbei nicht durch Angaben wie zum Beispiel „mind. 4% Wild” täuschen lassen. Die Angabe bezieht sich auf den Anteil, den das bezeichnete Fleisch an der Menge an Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen hat. Und es gibt keinerlei Aufschluss darüber, um was für Wildzutaten es sich handelt. Unter diesem Etikett können nämlich durchaus auch Nebenerzeugnisse vom Wild wie zum Beispiel Haare, Hirn, Lunge oder Därme bezeichnet werden.

Abgesehen vom Gruselfaktor für uns Menschen haben solche Schlachtabfälle meist den Nachteil dass sie schwer verdauliche Eiweiße enthalten die von der Katze nicht erschlossen werden können.

Nur bei Bezeichnungen von Fleischsorten, die auch das Wort „Fleisch” enthalten, handelt es sich um reines Muskelfleisch. Das heißt, dass die Begriffe „Huhn” und „Hühnermehl” sowohl Hühnerfleisch als auch Hühnernebenerzeugnisse bezeichnen, während die Begriffe „Hühnerfleisch” und „Hühnerfleischmehl” sich tatsächlich auf Muskelfleisch beziehen.

Achten sollte man beim Katzenfutter darauf dass es keinen Zucker enthält (keine Katze der Welt braucht Zucker) und dass es, wie schon erwähnt einen hohen Fleischanteil aufweist und wenig bis gar kein Getreide. Wenn im Futter im Übrigen schöne braune Soße ist, ist dies meist ein sehr sicheres Anzeichen für Zucker in karamellisierter Form.

Aber wie ernähre ich nun die Katze am besten?

Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Ich persönlich habe nicht die Zeit und auch nicht das Wissen um meine Katzen richtig zu barfen. Vielleicht werde ich es eines Tages haben aber bis es soweit ist bekommen meine Katzen hochwertiges Nassfutter ohne Getreide und Zuckerzusätze.
Ich achte auf ein ausgewogenes Ca:Pho-Verhältnis und auf eine ordentliche Deklaration des Nassfutters. Auch füttere ich unterschiedliche Hersteller. Ich bin aufgrund diverser Futtertests zu der Überzeugung gekommen das es noch kein perfektes Katzennassfutter gibt. Ein jeder Hersteller hat so seine Stärken und Schwächen und hier versuche ich durch abwechslungsreiche Ernährung gegenzusteuern.
Auch verändern manche Hersteller hin- und wieder ihre Rezeptur. Wären meine Katzen nun auf einen Hersteller fixiert, hätte ich bei einer Änderung der Rezeptur ein Problem – sie würden es nicht mehr akzeptieren und ich müsste dann mühsam ein anderes Futter suchen das ihnen genehm wäre.

Katzen sind neophob, was sie nicht kennen fressen sie nicht und hier kann man mit verschiedenen Herstellern sehr gut entgegenwirken.

Für die Zahnreinigung verwende ich Hühnerflügel oder Hühnerhälse und auch Rindssuppenfleisch, das ich ihnen stückig gebe damit sie etwas zum Kauen haben.

Auch bevorzuge ich die ad libitum (abgekürzt ad lib.) Fütterung. Dies bedeutet so viel füttern bis sie satt sind. Lieber werfe ich ein wenig vom Futter weg, als das die Katzen hungern müssen uns so bei der nächsten Fütterung schlingen oder gar anfangen zu klauen oder betteln.

Für Fummelbretter  oder zum Clickern haben sich gefriergetrocknete Leckerchen bewährt alternativ auch Trockenfleisch.

Trinkverhalten der Katze

Eine gute Möglichkeit, das Trinkverhalten der Katze zum positiven zu verändern ist die Anschaffung eines Katzentrinkbrunnens (gibt es in allen möglichen Formen und Materialien) sowie das Aufstellen mehrer Wasserschüsseln. Man darf bei der Trockenfütterung nicht vergessen dass hier keine Feuchtigkeit zugeführt wird, Katzen sind aber von Natur aus sehr trinkfaul. Wenig Feuchtigkeit bedeutet hier aber leider für die Katze weniger Harn bzw. in konzentrierter Form was die Ursache für Harnsteinbildung ist.

Katzenernährung

Katzentrinkbrunnen

Gute Katzentrinkbrunnen sind leider etwas teuer, lohnen sich aber hinsichtlich der leichten und gründlichen Reinigung. Ich selber habe lange Zeit einen Cat-it verwendet, da hier aber sehr schnell die Dichtungen kaputt gehen und auch das Befüllen und säubern nicht so einfach ist bin ich zu einem Keramiktrinkbrunnen gewechselt. Hier hab ich den Vorteil, dass ich das komplette Teil ohne Pumpe in den Geschirrspüler stellen kann. Um die Pumpe vor Verschmutzung durch Katzenhaare zu schützen hab ich einfach ein Damen-Nylonsöckchen zweckentfremdet :-)

Weiterführende Links

Katzenfuttertests

Snacktests

Barfen

Brauchen Katzen Trockenfutter

Futtermittelverordnung Deutschland

Futtermittelverordnung – EU Bestimmungen

Code of good labeling



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