Katzenfuttertest erregt die Gemüter – Taubertalperser

Derzeit erregt der neue Katzenfuttertest der Stiftung Warentest die Gemüter aller Katzenfreunde und Liebhaber, die ihre Katzen bewusst hochwertig ernähren.

Kein Wunder, sind doch sämtliche hochwertigen Futtersorten als ausreichend bzw. mangelhaft bewertet worden und die billigen Futtersorten, um die wissende Katzenhalter einen großen Bogen machen mit sehr gut bewertet.

Da kann doch etwas nicht mit rechten Dingen zu gehen munkeln so manche Leserstimmen auf der Facebook-Seite der Stiftung Warentest

So auch eine Nutzerin

Der test ist doch gekauft! Was für Kriterien wurden bitte getestet,wenn CARNY schlecht sein soll und SHEBA gut?! Ganz ehrlich,wer DAS auch noch glaubt,der sollte keine Katzen haben!!!!!

Preis VOR QUALITÄT? Armes Deutschland!

Was natürlich Stiftung Warentest heftig dementiert und sich solche Unterstellungen verbietet.

Sehr gut auf den Punkt bring es eine andere Nutzerin

Die Deklaration macht aber nicht alles Stiftung Warentest. Ich finde, sie haben in erster Linie ihre Aufgabe verpasst, mit ihren Tests aufzuklären. Gewünscht hätte ich mir einen gut recherchierten Hintergrund dazu, was Katzen wirklich brauchen, dies ihren Leserinnen und Lesern auch mitzuteilen und dann den Test entsprechend anzulegen. Sie „reiten“ auf einem unausgewogenen Kalzium-Phosphor-Verhältnis herum, ohne auch nur einmal anzugeben, wie dieses denn sein sollte. Und das ist nur ein Beispiel. Natürlich ist das Kalzium-Phosphor-Verhältnis wichtig, vor allem auch für evtl. kranke Katzen. Aber alleine die (u. U. künstlich hinzugefügten) Mineralstoffe und Vitamine machen noch kein gutes Futter aus. Fakt ist, Getreide und Zucker gehören nicht in die Katze und sie bewerten eben genau diese Futtersorten als Testsieger, während hochwertige Fleischfuttermittel abgewertet werden. Dass ist, gerade für jemanden der barft und/oder sich intensiv mit Katzenernährung auseinandersetzt, völlig unverständlich. Und darauf hätte ich dann doch gerne mal ein Statement… Seien Sie sich doch bitte ihrer Wirkung auf die Leser/innen bewusst und nutzen Sie sie auch entsprechend.

Allerdings wer den ersten Test im Jahre 2008 über Katzenfutter von Stiftung Warentest gelesen hatte, verwundert dieser Test überhaupt nicht. Es wurde ja schon damals nicht wirklich die Qualität des Futters getestet. Eigentlich gibt es zwischen den beiden Tests keine signifikanten Unterschiede außer das sich die Futtersorten geringfügig verändert haben. Selbst die Zucker-Story war damals schon im Heft zu lesen.

Interessant wird es aber wenn man auf die Lockstoffe näher eingeht, Stiftung Warentest behauptet ja keine gefunden zu haben. Vielleicht hätten sie die Firmen näher befragen sollen die solche „Aromen“ herstellen um die Akzeptanz des Futters entsprechend zu steigern. Und davon gibt es einige.

Und die Sache mit dem Zucker, wenn man mal nach dem Namen der Ärztin sucht in Kombination mit Waltham – das Internet ist ja für solche Sachen ein sehr dankbarer Ort wird man überraschendes feststellen. Das hier die Sache mit dem Zucker verharmlost wird – mal ehrlich, wen wundert es?

Hier möchte ich euch eine Stellungnahme von Terra Faelis präsentieren, die es sehr gut beschreibt

 Lieber Terra Faelis Kunde,

hier unsere Stellungnahme zum Warentest der Stiftung Warentest vom 27.02.2014:

Bei diesem Test werden lediglich folgende Kriterien geprüft.

  • – Der Preis
  • – die Fütterungsempfehlung
  • – die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Deklaration
  •  – sowie Schadstoffe (Quecksilber, Arsen, Blei, Kadmium)

Wenn Sie ein abgepacktes Fastfood-Produkt nehmen, welches günstig ist, mit einer klaren und eindeutigen Empfehlung zur Verzehrmenge, bei welchem die gesetzlichen Deklarationsvorschriften eingehalten werden und welches keine nachweisbaren Schadstoffe enthält, ist es dann aus besagten Gründen die für Sie oder für Ihr Kind optimale gesunde Ernährung? Wohl kaum.

Die wirkliche Qualität eines Produkts muss an folgenden Punkten gemessen werden:

  • Frische der Rohstoffe
  • Qualität der Rohstoffe
  • Artgerechte, ausgewogene Zusammensetzung
  • Wenig bis keine synthetischen Zusätze
  • Nährstoffversorgung auf möglichst natürliche Weise
  • Kein Zucker

usw.

Leider werden keine dieser wesentlichen Punkte bei dem Test wirklich berücksichtigt.

Oben genannte Punkte wie Preise, Fütterungsempfehlung usw. sind sicherlich zu berücksichtigende und zu erfüllende Punkte. Diese spielen im Hinblick auf die Qualität eines Futters aber eigentlich eine untergeordnete bzw. keine Rolle sondern sind lediglich flankierende technische Fakten. Abgesehen natürlich von den Schadstoffen, die auf keinen Fall enthalten sein dürfen. Jedoch wird bei dem Test in keinerlei Weise auf ernährungsphysiologische Bedürfnisse der Katze und die Qualität der Produkte eingegangen.

Katzen benötigen aufgrund der im Test erwähnten Stoffe (Arachidonsäure, Taurin und Vitamin A) einen sehr hohen Fleischanteil. Durch den besonderen Stoffwechsel der Katze ergibt sich ein hoher Bedarf an Proteinen, die für den Aminosäureumbau in Energie benötigt werden. Was Katzen allerdings nicht benötigen ist Stärke bzw. Getreide. Der Kohlenhydrateanteil einer Maus beträgt 1-2% und dient vorwiegend der Regulierung der Darmtätigkeit und der natürlichen Versorgung an Vitaminen und Mineralstoffen. Katzen benötigen aufgrund der evolutionären Anpassung an das Beutetier Maus für Ihren Energiestoffwechsel keine Kohlenhydrate (Stärke). Große Mengen an Kohlenhydrate können Katzen nur schlecht verdauen und verstoffwechseln. Besteht im Körper ein dauerhaftes Überangebot an Kohlenhydraten, so werden diese zu Fetten umgewandelt und in körpereigene Fettdepots gespeichert. Für Katzen ist ein sehr hoher Proteingehalt maßgeblich. In den meisten der getesteten Artikel ist Getreide in Form von Weizen, Bäckereierzeugnisse, Maismehl, Pasta, Mais oder Ähnlichem enthalten. Dies ist ernährungsphysiologisch nicht artgerecht.

Auch die Frische/Qualität der Rohstoffe wird nicht geprüft. Dass die meisten der geprüften Produkte das übliche K3 Material enthalten und damit minderwertige Rohstoffe mit einer geringen biologischen Wertigkeit beinhalten, bleibt völlig unberücksichtigt. Aber ist die Qualität der Rohstoffe bei einer gesunden Ernährung nicht das A & O? Mal abgesehen davon, dass die Natur für Hund & Katze ja auch frische Beute und frische Gräser, Kräuter etc. vorgesehen hat und keine minderwertigen Rohstoffe und schon gar keine Synthetik, Chemie und Zucker.

Ist die Verdaulichkeit der beinhalteten Rohstoffe aufgrund des verwendetet minderwertigen K3-Materials (Schlachtabfälle, Tiermehle, Knochenmehl, nicht genusstaugliche Teile von Nutztieren etc.) gering, werden auch die enthaltenen synthetischen Nährstoffe nur gering vom Organismus aufgenommen. Dann hilft es auch nichts, dass sie in der Dose enthalten sind. Ganz abgesehen davon, dass solche „kostengünstigen“ Rohstoffe in der Futtermischung durch Geschmacksverstärker erst wieder „aufgepeppt“ werden müssen, damit die Katze das Futter überhaupt aufnimmt.

In den meisten geprüften Artikeln sind die Nährstoffe in Form von synthetischen Nährstoffen zugesetzt. Eine optimale und gesunde Ernährung von Hund, Katze und Mensch sieht aber natürliche Vitamine und Mineralstoffe vor. Es ist bekannt, dass die biologische Wertigkeit von synthetisch erzeugten Vitaminen, Mineralstoffe und Spurenelementen eine andere ist als von Natürlichen und dass eine Überversorgung von synthetischen Vitaminen schädlich sein kann.

Der Nährstoffgehalt eines Futters sagt nichts über die Qualität und die Vollwertigkeit eines Futters aus, da die Verwertbarkeit von synthetischen Zusatzstoffen und minderwertigen Bestandteilen keine Verdaulichkeit garantiert. Dies verdeutlicht das Eingangs verwendetes Beispiel. Wenn Sie jeden Tag fast Food essen und dazu ausreichend Vitamin- und Mineralstofftabletten, sind Sie theoretisch mit allen Nährstoffen versorgt. Inwieweit Ihr Körper diese synthetischen Nährstoffe aber aufnimmt und verwertet, ist die zweite Frage. Mal abgesehen davon, dass die Ernährung mit minderwertigem Fast Food keine gesunde Ernährung darstellt. Da der Test aber einzig und alleine auf die Nährstoffe abstellt, die bei nahezu allen Produkten synthetisch zugesetzt werden und nicht auf die Qualität, gibt der Test eben das wieder. Man esse Fast Food bzw. minderwertige Rohstoffe, dazu ein paar Tabletten und alles ist gut.

Zu dem Gehalt an Vitamin A und Calcium möchten wir daher ebenfalls eingehen:

Vitamin A ist wichtig für Augen, Zähne, Knochen, Fruchtbarkeit, Haut, Schleimhäute, Magen- und Darmgewebe und daher ein lebenswichtiger Nährstoff. Da Katzen kein Vitamin A aus seiner Vorstufe Beta Carotin (enthalten in Karotten etc.) gewinnen können, sind Katzen auf die direkte Zufuhr von Vitamin A durch Nahrungsmittel angewiesen. Vitamin A findet man vor allem in der Leber und ist somit ein hochwertiger Bestandteil in der Mahlzeit der Katze.

Als Calciumquelle setzen wir unseren Terra Faelis Menüs Bio-Eierschalen in ausreichender Menge zu.

Da die Rohstoffe den natürlichen Schwankungen unterliegen, führt dies zu unterschiedlichen Werten zwischen den verschiedenen Chargen trotz gleicher Zusammensetzung. Für eine aussagekräftige Beurteilung hätten mehrere Chargen und Dosen derselben Sorte getestet werden müssen und daraus der Durchschnitt in die Bewertung gehen dürfen. Terra Faelis ist und bleibt ein Naturprodukt.

Ganz sicher ist auch das Schweinefleisch ebenfalls minderer Qualität (K3) in den meisten der geprüften Produkte enthalten ist, auch wenn nicht offen deklariert. Die gesetzlichen Vorgaben machen dies zwar möglich, jedoch ist dies in unseren Augen Verbrauchertäuschung. Und hier zeigt sich ganz deutlich, wie wenig dieser Test aussagt. Die gesetzlichen Deklarationsvorschriften, machen es dem Hersteller möglich, Schwein zu verwenden, ohne es deklarieren zu müssen. Hier wird der Verbraucher ganz klar getäuscht. Der Hersteller bekommt aber trotzdem eine gute Note bei der Deklaration, weil er sich ja an die gesetzlichen Vorgaben gehalten hat, obwohl der Verbraucher getäuscht wird. Und das in einem Heft, welches den Verbraucherschutz suggeriert. Terra Faelis hingegen deklariert immer ganz offen und transparent und nutzt diese gesetzlichen Raffinessen nicht aus.

Zwar wurden die Schadstoffe Quecksilber, Arsen, Blei, Kadmium untersucht, nur leider sind häufig auch noch andere Schadstoffe im Spiel.

Konservierungsstoffe teils offen bei den Herstellern deklariert, scheinen trotz nicht unwesentlicher und nachweisbarer gesundheitlicher Gefährdung laut Test nicht erwähnenswert als Kriterium. Aber über Bindemittel, Farbstoffe und die eben schon erwähnten Geschmacksverstärker/-stoffe sollte in einem solchen Test, nach dem Verbraucher ihre Kaufentscheidung ausrichten, schon deutlich gesprochen werden, insbesondere über die teilweisen Bedenklichkeiten dieser Stoffe.

Ebenso ist in den meisten Katzenfutterartikeln industrieller Zucker enthalten und offen deklariert. Zucker wird zugesetzt um das Endprodukt schöner aussehen zu lassen und hat keinen ernährungsphysiologischen Effekt. Im Gegenteil, der Zucker ist für Katzen dauerhaft schädlich.

Auch dies wurde in kleinster Weise untersucht. Das Thema Zucker wird lediglich in einem kleinen Absatz erwähnt und als unbedenklich eingestuft. Aber würden Sie Ihrer Katze jeden Tag bewusst Zucker füttern? Ich denke nicht. Aber warum sollte es dann in Katzennahrung enthalten sein, da es keinerlei biologischen Nutzen für die Katze hat, sondern eher schadet. Die kontinuierliche Aufnahme von Zucker kann zu Zahnsteinbildung, Stoffwechselstörungen, Verdauungsproblemen, Diabetes und zu Übergewicht führen.

Die Quintessenz dieses Tests ist also:

Man esse jeden Tag Fast Food Produkte, welche korrekt deklariert sind, und dazu ausreichend synthetische Vitamin- und Mineralstofftabletten und man ist ausreichend mit allen notwendigen Vitaminen versorgt! Ist das wirklich der Ansatz einer gesunden Ernährung?

In unseren Augen ist dieser Test eine Farce und zeigt, dass man sich hier in keinerlei Weise mit der Katze, der gesunden und artgerechten Ernährung dieser, der Futtermittelindustrie, dem Qualitätsgedanken und den Produkten wirklich intensiv und kritisch auseinander gesetzt hat.

Da das Magazin Stiftung-Warentest eigentlich den Verbraucher aufklären, schützen und beraten soll, ist es sehr bedauerlich, dass bei dem Test lediglich die Eingangs erwähnten Parameter zu Grunde gelegt wurden und die wirklich Wichtigen völlig ignoriert wurden.

 

Ich danke Terra Faelis für die Stellungnahme und der Erlaubnis, diesen Text zu veröffentlichen.

Was mich aber diesesmal begeistert, auch wenn der Test ein Witz ist, dass 2008 noch sehr wenige Leute darauf reagiert haben. Heute wenige Jahre später sind es wesentlich mehr kritische Leser und die Zahl derer, die versuchen ihre Katzen hochwertig zu ernähren wird immer größer.

Vielleicht Zeit, für das eine oder andere Unternehmen umzudenken und auf die Wünsche des Kunden hören.

Und für alle, die den Test von Stiftung Warentest in Bezug auf Katzenfutter nicht kennen, hier gibt es ihn als PDF

 


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