Von einer Liebhaberin zur „Züchterin“

Vor einigen Tagen bin ich in Facebook über einen offenen Brief einer Liebhaberin gestoßen, einen Brief als Dankeschön an die Leute, die sie bei ihrem Weg von Liebhaberin zur Züchterin unterstützt haben.

Mich hat dieser Brief fasziniert und auch imponiert. Er könnte genauso von mir geschrieben sein. Es handelt darin zwar um Hunde aber es könnte, nein es passiert auch in der Katzenzucht. Und genau aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen gehabt, die Verfasserin zu kontaktieren mit der Bitte den Brief in meinem Blog veröffentlichen zu dürfen.

Sie war sofort Feuer und Flamme und hat ihn kurz umgeschrieben, damit er etwas mehr allgemeiner gehalten ist, da die Urversion doch sehr persönlich gehalten war.

Er ist lang, sehr lange, aber ihr solltet euch die Zeit nehmen ihn zu lesen und nun langweile ich euch nicht mehr mit meinen Geschreibsel und wünsche euch viel Spaß beim lesen.

Von einer Liebhaberin zur „Züchterin“

Ich habe diese Zeilen verfasst um Menschen zu danken für das was sie getan haben, aber auch für Leute die darüber nach denken zu züchten… Ich lebe mein ganzes Leben lang zusammen mit Maltesern. Diese Rasse fasziniert mich jeden Tag, eine so grenzenlos liebevolle Art, das wichtigste ist immer dabei zu sein und dazu zugehören… Nachdem meine erste Hündin im Alter von 15 Jahren einschlief konnte ich mir nicht vorstellen jemals noch mal einen Hund um mich zu haben.

Sie war so perfekt und soo verdammt toll… Naja wie die Zeit verging. Ein Jahr später entschließen wir uns dazu wieder einen Hund zu kaufen. Ohne Hund ging einfach nicht. Die Qual der Wahl ging los. Das Internet war voll. Und ich keine richtige Ahnung vom Rassestandard etc…

Natürlich alles angelesen was ging, aber die Praxis und die Theorie sehen ja immer anders aus. Auch war mir zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich klar, was sich zwischen VDH und anderen Vereinen so abspielt. Das der VDH der größte ist in Deutschland und einziger der zur FCI gehört war für mich damals nicht ersichtlich, auch war mir nicht in einer Sekunde klar, was es für Hetzkampagnen geben kann deshalb!

Welpe mit oder ohne Papiere?

Wichtig war mir ein gesunder Familienhund, der auch aussieht wie ein Malteser und nicht nur so heißt, deshalb auf jeden Fall mit Papieren! Also schaute ich blauäugig im Internet. Dort fand ich auch ziemlich schnell den VDH Züchter von dem die erste Hündin kam. Meine kleine war immer gesund & munter also nichts Negatives soweit. Ich rief ihn an und erzählte ein bisschen von meiner ersten Hündin, ob er sich noch erinnerte und was es für wunderschöne Jahre waren! Er lenkte das Gespräch schnell in Richtung Verkauf.. Er hätte zurzeit keine Welpen mit Papieren, nur welche ohne Papiere. Die Welpen wären von einer Hündin aus seiner Zucht die er in Privathände abgegeben hatte und die jetzt schwanger geworden wäre und das Herrchen wäre im Urlaub. Deshalb wären die Welpen bei ihm..

Hmm naja dacht ich im ersten Moment, Papiere waren mir ja eh nicht das wichtigste, aber mit war mir ganz klar lieber. Allerdings eine komische Story wie ich fand, aber warum sollte er lügen… Der Züchter rief mich dann noch 2-mal an ob ich nicht kaufen wollte. Dann habe ich abgesagt, da er mich in den Gesprächen bedrängte. Sehr schade war es, ich hätte gern bei ihm gekauft, aber nicht unter den Umständen! Naja weiter ging die Suche..

Ich fand dann eine Anzeige im Internet und am nächsten Tag durften wir gucken kommen… Soweit war dort alles ok. Beide Elterntiere waren da, die Welpen wurden in dem Haus gehalten, sahen gesund & munter aus. Alles war soweit ok. Naja wie es so ist, liebe auf den ersten Blick… Wir nahmen eine Hündin mit. Was dazu gab’s nicht. Weder Futter, noch sonst irgendwas anderes…. nur Hund in die Hand und tschüss… Zuhause angekommen war schon das erste komische das sie fraß & fraß. Gab ihr natürlich nur das an der Menge was auf der Packung stand. 2 Tage später war alles komisch, also Montagmorgen ab zum Tierarzt. Mein Verdacht bestätigte sich. Sie war taub, verwurmt und was nicht alles. Dadurch dass wir auf einem umgebauten Bauernhaus wohnen und sich 8 Hektar nicht einzäunen lassen, haben wir keinen Weg gesehen die Kleine zu behalten. Die Tierärztin hatte mir ganz eindringlich geraten sie zurück zu bringen. Sie wollte auch keine weiteren Untersuchungen mehr machen. Sie gab einiges an Medis mit, sogar umsonst damit die Kleine vielleicht irgendwie wird, aber die Gefahr dass sich unser Border Collie auch noch etwas einfängt war zu Groß. Meine TÄ hat sich hunderte Male entschuldigt, aber hat förmlich darauf bestanden das der Welpe zurückgeht. Millionen Tränen sind geflossen. Ich rief die „Züchterin“ an und erklärte ihr was geschehen sei. Sie fing gleich an rumzuschreien, der Hund wäre nicht taub. Ich hätte ihn taub gemacht und verwurmt wäre der Welpe auch nicht bei der Abgabe. Es gab aber keine Unterlagen über die Entwurmung, ob die Impfunterlagen gestimmt haben zweifele ich heutzutage auch an. Naja nach langen hin und her sind wir dann los zu ihr. Über 3 Std mit einem Welpen im Auto den man über alles liebt und zurückbringen muss. Thema Welpen war durch….. Ich wollte nicht mehr, ich hatte den wunderbarsten Malti auf Erden, vielleicht sollte es so sein. Ach zu den Papieren, es sollte welche geben, aber die hätte sie noch nicht vom Zuchtverein, die würde sie mir zuschicken! Niemals würde ich jemanden aus heutigem Stand raten einen Hund ohne Papiere zu kaufen!

Gut 1 ½ Jahre später verstarb unsere Border Collie Hündin. Im Dezember entschließen wir und dann noch mal den Schritt zu gehen einen Welpen zu suchen… Wir telefonierten die Malteserzüchter ab. Sahen uns im Dezember 3 Züchter an. Oh mein Gott… Da sitzt man im Wohnzimmer und guckt in den Garten und schaut noch mal ob man sich verguckt hat.. „Ist Ihre Wiese im Garten betoniert?“ die Antwort darauf haute mich vom Stuhl. Der Preis der dann später kam aber erst recht… Der Rasen war eine Betonhochburg damit die Hunde nicht dreckig werden und das Fell schön sauber bleibt. Was soll ich dazu noch sagen? Da wollte ich bestimmt nicht kaufen! Für einen Liebhaber war das ein Schock! Naja weiter ging es. Gab noch ein paar unglaubliche Storys zum Welpen kauf, aber das sprengt den Rahmen Irgendwann fanden wir dann unsere Hündin..

Die erste Ausstellungserlebnisse

LiebhaberinDaher sie Dissi Papiere hatte und Mum & Dad sehr erfolgreich waren dachten mein Freund und ich, ach lass doch mal zum Spaß auf eine Ausstellung fahren. Gucken was sie sagen. Meine TÄ fand sie gut und war begeistert, also mal schauen was Zuchtrichter dazu sagen. Also erst alles im Internet durchgelesen was über Ausstellungen zu finden war.. Dann fand ich eine Hundefrisörin in der Nähe die Jahrelange VDH Ausstellerin war im In- und Ausland mit Bichons. Termin bei ihr, sie wusch meine Kleine, zeigte mir alles Wichtige zum Kämmen, waschen, frisieren usw. zeigte mir noch was wir im Ring machen mussten und was alles wichtig war. Wir dann Sonntags Morgens los in den frühsten Morgenstunden und waren auch nach der Fahrt die ersten da und gleich so nah an den Ring gesetzt wie es ging, stand so im Internet.. Irgendwann kam ich ins Gespräch mit anderen Ausstellern, andere Malteser wurden auch ausgestellt. Erzählten das sie das schon seit 20 Jahren + machen und dies und das und jenes. Herziehen über andere war ihr aller liebstes Hobby nach Hunde kämmen. Mir war auch klar, dass sobald ich aufstehe sie über mich lästern… Natürlich kam ich mit vielen Fragen, sie antworteten auch auf alles. Und ich dachte ehrlich. Wie ich später feststellte war dies so nicht. Im Ring wurde es dann richtig lustig, ich stand gegen die eine Oberlästertante im Ring.. Und ich ging mit der Schleife raus. Gott war ich stolz! Den Rest des Tages könnt ihr euch wohl denken, ich war der Staatsfeind Nummer 1. Die Damen erzählten mir, wie ich am Nachmittag noch feststellte alles absichtlich falsch. Ich hatte gefragt was ich mit dem Richterbericht machen sollte und ob ich noch irgendwas eintragen lassen muss etc. Nö nur alles sauber ablegen war die Antwort! Naja, ich kam irgendwann dahinter wie das funktioniert mit den Championaten usw. und konnte alles nachtragen lassen bei der nächsten Ausstellung. Mit diesen paar Zeilen war es nur ein Vorgeschmack wie es auf unserer ersten Ausstellung war.

Umso mehr Ausstellungen wir besuchten, umso weniger hatten wir zu lachen, Gehetzte, Hörensagen, jeden und alles schlecht machen, bis dahin einem das Veterinäramt nach Hause zu schicken, ist ein kleiner Einblick. Viele Züchter schenken sich untereinander nichts. Das mag daran liegen, dass viele davon leben, das ist aber nur eine Theorie die ich für mich aufgestellt hatte. Irgendwann recht schnell lernte ich dann eine Dame mit einem Dackel kennen und eine Labbis… Beide total freundlich und lieb und halfen & erklärten wo es nur ging und standen mir zur Seite. Die beiden hatten schon einige Ausstellungserfahrungen. Es war total toll mit denen, so tingelten wir von Show zu Show. Es gab niemals Konkurrenz zwischen uns und wir freuten uns immer für den anderen mit. Dann erfuhr ich durch Zufall das es einen Verein gibt der in der Nähe ausstellt. Total positiv Überrascht von der Freundlichkeit & Seriosität dieses Vereins und der Zuchtordnung! Wo ich morgens rein kam wurde ich freundlich vom Vorstand begrüßt und gleich zu einem Tisch gebracht. Neben dem Tisch saß eine sehr nette Frau mit der ich mich schnell unterhielt. Sie züchtete schon seit Jahren Yorkis. Wir sahen uns dann immer auf den Ausstellungen dort, sind dann auch zusammen zu Ausstellungen gefahren und sahen uns auch mal so..Sie unterstütze auch die Idee das meine Kleine doch mal Welpen bekommen sollte und stand mir zur Seite, egal weshalb & warum und hat wahrscheinlich auch den Rekord geschafft vom äußersten Ende einer Stadt ans genau andere Ende zu düsen und kurz nach Welpe 2 anzukommen und den 3. Welpen zu holen. Der tollste Vorteil war auch so, dass die anderen Aussteller sich so von mir ferngehalten hatten und ich dadurch von den Hetzkampagnen unberührt blieb. Eine unglaublich tolle Zeit an die ich mich so gern zurück erinnere. Danke an euch. Bei Ausstellungen gerade in fremden Vereinen war es ein gegeneinander! Hetzen & Lästern an der Tagesordnung Punkt 1! Ähnlich wie unter Malteser Züchtern! Keiner hat Tipps gegeben, geholfen. Wenn ich frage zur Pflege hatte wurde mir entweder ein Shampoo, noch eine Bürste noch sonst irgendwas genannt. Und wenn dann kamen so Dinge wie wasch mit Pantene oder Öle mit Penaten… Habt ihr schon mal einen Malteser mit Pantene gewaschen?! Vielen Dank auch. Dann wäre ja mein Hund krank wegen Tränenstein. Aber aus 100m Entfernung konnte man sehen das die feinen Damen da wer weiß was nicht drauf geschmiert haben.. Mir gaben sie als Tipp Speisestärke oder Mondamin drauf zu tun. Ja vielen Dank auch, was für eine Schweinerei und gebracht hat es rein garnichts. Kurz vor dem Ring haben sich auch viele mit dem Hund auf dem Klo eingesperrt, wer weiß was die da gemacht haben… Dank meiner Ausstellungsfreundinnen hab ich die Zeit überlebt! Anders kann man es eigentlich nicht sagen! Aber trotzdem war es eine ganz ganz tolle Zeit… Die ich nicht vergessen werde..

Was ich euch damit vermitteln will, denkt nicht das auf Ausstellungen alles Friede & Freude ist! Irgendwann traf ich dann auf eine Gruppe im Internet. Im ersten Moment war ich zugegebenermaßen recht skeptisch! Eine anerkannte, erfolgreiche und jahrelange VDH Züchterin macht eine FB Gruppe wo es um den Hund geht und nicht welche Papiere dieser hat, und wie scheiße Dissi Hunde sind und was das für ein Gemauschel doch wäre.. Diese Selbstlosigkeit all ihr Jahrzehnte erarbeitetes, gelerntes und erworbenes Wissen völlig Selbstlos weiterzugeben hat mich so sehr überrascht. 1000000000000000000000000000000000 fachen Dank für alles & diese Unterstützung!

Der Wunsch zu züchten

Im Laufe des lesen kam wieder der Wunsch auf zu züchten.. Ich hatte immer so verdammt große Angst davor, ich wollt doch meiner Hündin nicht schaden! Hatte Angst davor das ihr was passiert. Es kann doch so verdammt viel schief gehen! Hier auf der Seite steht so verdammt viel darüber, was zu beachten ist… Es ist ja schon nicht so leicht den richtigen Deckrüden zu finden! Naja 1000 Gespräche zu Hause ob wir diesen Schritt jetzt wagen wollen oder nicht.. Irgendwann hatten wir uns dafür entscheiden! Es war schon alles schon bis dahin so ein holpriger Weg… Dank der Gruppe und auch nur einer Züchterin die wirklich bei ihrem Wort stand hatte ich jemanden der immer zur Stelle war und ich wusste auf die ich mich verlassen kann… Naja beim allersten Wurf ist ja alles auch noch so verdammt aufregend.

LiebhaberinHeut lach ich selbst über mich, wunder das mich die beiden nicht mal zwischenzeitlich erschlagen haben. Glaub 100000 Fragen waren es. Und die Dagmar war auch immer zur Stelle… Mit einer Doggenzüchterin die bei mir in Ort gewohnt hat, hab ich auch noch so einiges gefragt und mich mit ihr ausgetauscht… Zur ihrer Tierärztin wechselte ich dann auch, die sollte ganz toll sein und hat ein eigenes Labor. Nachdem Gott sei Dank alles fest stand mit dem Rüden wartete ich gespannt auf die nächste Läufigkeit. Die kam auch, dann war sie wieder weg.. Und ein hin und her… Irgendwann war ich mir dann sicher dass es soweit ist. Also los zum Progesterontest. Der Test hat ein recht viel gekostet, weil sie ja auch noch unbedingt Blut abnehmen wollte. Ergebnis war ich soll in 2 – 3 Tagen wieder kommen. Naja dachte ich mir, einmal fahr ich da noch einmal hin, dann ist aber Schluss. Beim nächsten Mal dort machte sie wieder den Abstrich und nahm Blut ab. Total unglaublich, sie ließ die Kanüle drin drehte sich nach einem Wattepad um und in der Sekunde schoss das Blut in recht großer Menge dort schon raus… Ich zog sie dann sofort raus weil Frau Dr. nicht in der Lage war schnell genug zu reagieren und drückte. Ich war das letzte Mal dort… Ergebnis vom Test war auch noch nicht Aussage kräftig… Naja total verzweifelt rief ich dann bei der Besitzerin des baldigen Papas an und sie sagte dann ohne Wenn und Aber ich soll am nächsten Tag zu ihr kommen. Sie schaut dann! Nächsten Tag ging es dann los. Ich war ja recht gespannt und aufgeregt. Zu einer Züchterin vor der ich so Respekt habe und meinen Hut ziehe. Und ich war sehr überrascht. Wo ich zur Tür rein kam stürmten die Hunde auf mich zu, allerdings haben alle aufs Wort gehört. Bin bis heut noch sehr überrascht. Es ist ein Haushalt wo natürlich mehr als ein bis zwei Hunde rumlaufen. Wer allerdings denkt, dass es dort stinkt, dreckig ist oder die Hunde unerzogen sind, der täuscht sich.. Aber gewaltig! Alle waren durchweg freundlich, völlig liebevoll untereinander und auch zu mir und meiner Hündin und die haben gehört da könnt sich so einiger Hundebesitzer eine Scheibe von abschneiden.. Zugegebener weise hatte ich schon ein bisschen Angst davor zu ihr zu fahren.. Angst dass sie die Hände über den Kopf zusammenschlägt und sagt was hast Du denn da… Das willst Du decken lassen? So in die Richtung.. Nachdem wir uns unterhielten packte mich dann auch irgendwann der Mut und ich bat sie sich meine Kleine genauer anzuschauen.. Zwar stand sie auf so manchen Richtertischen, aber eine Malti Züchterin die seit so vielen Jahren züchtet und sehr viel Wert auf Gesundheit, den Rassestandard und ein gesundes Gebäude legt, sieht sich den Hund anders an… aber, war soweit alles ok.. 🙂

Hab heute noch ihre Worte in den Ohren Naja erdenkliche 100 Fragen und 4 Seiten Mitgeschreibe gingen wir dann auf die Problematik mit ihrer Läufigkeit ein. Nach ihrem Empfinden stand sie kurz davor, aber es kam einfach nicht durch. Wir sprachen ab, dass meine Kleine bei ihr bleibt und wir in 1-2 Tagen schauen was los ist. 2 Tage später war klar was los war! Ellas Hauptfutter war Plantinium! Das ach so tolle Futter mit sooo viel Frischfleisch was sooo toll sein sollte. Bereits nach 2 Tagen hat sich ihr Körper insoweit erholt –nach sofortiger Futterumstellung- das die Läufigkeit durchkam! In dem Platinium Futter waren viel zu wenig Mineralstoffe drin. Ihr Körper war viel zu unterversorgt! Nach einer Woche durfte ich dann endlich meine Kleine abholen! Es ging ihr dort sehr gut die ganze Zeit über! Sie hat mir auch jeden Tag geschrieben dass alles ok ist und sie ihr Kopfkissen im Wohnzimmer besetzt, kein Kopfkissen ist sicher vor meinem Schatz! Somit wusste ich wirklich vom ganzen Herzen das es ihr gut geht. Nach weiteren vielen Fragen, außerdem Tipps & Ratschlägen machten wir uns wieder nach Hause… Die Zeit bei ihr war sehr spannend für mich, den Alltag ein Stückchen kennenzulernen, aber auch live zu erleben wie mit den Hunden & Welpen umgegangen wird! Wir fuhren wieder nach Hause.. Mit voller Vorfreude, aber auch ein Stückchen Angst was die nächste Zeit bringen mag.

Die Schwangerschaft und Geburt

Die Tage der Schwangerschaft waren zeitweise glaub ich anstrengender für mich als für meine Hündin. So fleißig sie bei Angelika aß und auch dort zugenommen hatte, aß sie bei mir nichts mehr, gar nichts. Tipps wie Tatar oder das Grundrezept zu verquirlen und auflecken lassen wurden von ihr verweigert. Sie musste doch essen, aber wollte nicht. Mir wurde dann gesagt, lass sie machen was sie will, und wenn sie wie meine eine Hündin Currywurst, Pommes und ganz wichtig Mayo essen will, dann lass sie… Okay, dann gab’s halt Würsten und ganz wichtig Korfimin Vitamin Paste! Ihr essen bestand dann für die nächsten 60 Tage halt über die Hälfte aus Würstchen.. In der Nacht zum 60. Schwangerschaftstag lief sie nachts ein bisschen umher und morgens hechelte sie. Ich rief morgens um 8 Uhr Conny an, sie war aber der gleichen Meinung wie ich, dass das wahrscheinlich nur die Vorwehnen sind und die Welpen dabei sind sich hinzudrehen.. Alles noch sehr entspannt… dachte ich….. Naja, ich mich mit ihr aufs Sofa gelegt, sie lag neben mir in der Wurfschale, auf dem Rücken. Irgendwie schaute ich zu ihr rein und da lag neben ihr bereits das erste Baby noch in der Furchthülle. Ich atmete ganz tief durch, schaute noch mal, aber es wir wirklich so.. Ich nahm das Fell zur Seite und da war schon das nächste.. Ich entfernte beim ersten die Fruchthülle und rubbelte und schaute das sie atmet, nachdem atmen schon mal funktionierte und das schreien auch einsetzte hielt ich die Kleine der Mama hin das die lecken & versorgen konnte. In der Zeit, Ella lag immer noch auf dem Rücken, schaute ich was mit dem 2. ist. Dies was bereits draußen, aber die Nabelschnurr war sehr kurz und die Nachgeburt war auch noch drinnen. Schnell nabelte ich ab bei dem Liebhaberinund gab es auch der frischgebackenen Mutter. Bei Nummer 3 war denn Gott sei Dank meine Bekannte in Windeseile eingetroffen. Wie gut, Madame kam mit dem Popo zuerst, dann auch noch mit geplatzter Fruchthülle. Allen ging es sehr gut. Die Aufzucht der Kleinen war ohne Komplikationen, alle tranken ohne Probleme und der Mama ging es auch sehr gut. Leider ging dann das Welpe sterben hier zulande los und die Angst war groß, wir blieben aber Gott sei Dank verschont. Die Zeit verging wie im Fluge. Die Tage der Aufzucht waren sehr schön und unvergesslich!

Und außer sehr vielen komischen Anrufen potenzieller Welpen Käufer, tollen Preisangeboten, Beschimpfungen, Unterstellungen man kauft die Welpen im Ausland billig und verkauft die hier dann teuer, Bilderklau aus den Annoncen usw. usw. usw., hab ich durchweg positive Erinnerungen an diese Zeit.

Danke an euch beiden die mir uneingeschränkt zur Seite standen, mit Rat & Tat, aller herzlichen Dank! Ihr beiden habt einen tiefen Platz in meinem Herzen!

Alle drei Kleinen haben ein wundervolles Zuhause gefunden in Familien und auch nur die drei Familien, die ich nach den Telefongesprächen die geimpften Welpen besuchen lies haben diese dann auch bei sich aufgenommen.

Zu allen drei habe ich sehr viel Kontakt und obwohl zwei Familien dabei waren, wo es der erste Hund ist gibt es keinerlei Probleme. Ich weiß, dass ich sehr viel unwahrscheinliches Glück hatte, dass es keine Komplikationen bei der Schwangerschaft, der Geburt oder danach gab, dass es keine Probleme mit den Welpen gab und ich nicht in einer Sekunde Angst um das Leben meiner Hündin haben musste oder um das der Welpen. Ich weiß das ist selten, darauf kann man sich noch so gut vorbereiten oder dies seit Jahren machen, es sind so viele Faktoren bei die man nicht beeinflussen kann!

Kann mich nur noch unwahrscheinlich oft gerade bei euch beiden bedanken! Ich hoffe das diese Zeilen zum Nachdenken anregen, Freude & Leid, Leben & Tod stehen beim züchten immer nahe beieinander.

Alles Liebe

Vanessa Brockmann

 

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