Ein Katzencafé in New York

Katzencafés haben vor einiger Zeit ihren Siegeszug aus Japan ja schon in Europa erfolgreich fortgeführt und die Idee, die dahinter steht ist eine ganz Tolle – eigentlich.


Sie soll Menschen, denen es nicht möglich ist selber Katzen zu halten aus welchen Gründen auch immer, die Gelegenheit geben auch gemütlich bei einer Tasse Kaffee oder ähnlichem sich in der entspannenden Gesellschaft von Katzen zu begeben.
In Japan, dem Ursprung der Katzencafés ist es zum Beispiel in Mietwohnungen verboten Tiere zu halten, dies ist natürlich sehr betrüblich aber hier gibt es eben nun die Möglichkeit im Katzencafe sich mit schnurrenden Stubentigern zu umgeben.

07
Katzentempel München

Das erste Katzencafé in Europa war dann das Café Neko in Wien, ich berichtete darüber in einem früheren Blogeintrag. Dem folgten weitere Cafés in vielen deutschen Städten wie Berlin oder auch München der Katzentempel.
Nun ist die Katzencafé-Idee auch in Amerika angekommen und soweit, so gut. Dumm nur das der Sinn so eines Cafés total abhanden kommt und auch eigentlich missbräuchlich meiner Meinung nach verwendet wurde.

Ein Tierfutterhersteller hatte die glorreiche Idee für 4 Tage ein Café zu eröffnen. „Insassen“ des Café sind Tierheimkatzen die zur Adoption frei sind. Und die offizielle Aussage war „Es wäre doch schön wenn sich Mensch und Katze bei Kaffee finden würden und die Katze nun ein neues Heim bekommen würde“ Wäre ja an und für sich eine interessante Idee, wenn ja wenn die Aktion nicht mit allen Tierheimkatzen durchgeführt worden wäre, wenn nicht der Tierfutterhersteller da einen Imagefilm drehte und weit über 500 (!) Leute schon in den ersten Stunden ins Café drängten.

Katzentempel in München
Katzentempel in München

Es wurden die Leute zwar gebeten nur eine Stunde zu bleiben und ein Tierschutzverein (??) wachte darüber das die Tiere nicht zu sehr beansprucht wurden aber mal ehrlich Leute – wir kennen doch alle, besonders die, die im Tierschutz aktiv sind die Katzen die dort leben. Viele traumatisiert, wenige sehr gut sozialisiert – solche Tiere werden in Transportkörbe gesteckt, an einen anderen Ort verfrachtet der fremd riecht, hunderte Menschen die versuchen mit ihnen in Kontakt zu treten usw.

Wer glaubt denn wirklich dass dies ohne Streß für die Katzen ablief? Also ich muss gestehen, ich zweifel da sehr daran.
Das diese Tierfutterfirma das ganze noch vermarktet und es für eine PR-Kampagne nutzt rundet den schalen Geschmack noch ab.

Es ist nicht eine jede Katze für so ein Katzencafé geeignet, selbst im Café Neko musste eine Katze, die man mit Hilfe des Tierheimes ausgewählt hatte aus dem Café rausgenommen werden, da sie sich absolut nicht wohl fühlte. Das die Besitzerin des Café sie aber nun für Zuhause adoptiert hat, ist wieder ein anderes Thema 🙂


Kommentar verfassen