PKD – Polyzystische Nierenerkrankung

PKD = Polycystic Kidney Disease

PKD ist eine vererbbare Nierenkrankheit die zuerst bei Perserkatzen entdeckt wurde. Sie wird im fortgeschrittenen Alter sichtbar und ca. zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr treten vergrößerte Nieren inkl. Zysten und Nierenfunktionsstörungen auf. Dieser Zustand ist erblich bedingt und die Zysten sind von Geburt an vorhanden.

PKD(Polyzystische Nierenerkrankung) tritt bei ungefähr sechs Prozent aller Katzen auf, scheint aber bei Persern, British Shorthair und anderen Rassen mit persischen Vorfahren stärker verbreitet zu sein.

Die Größe der Zysten kann zwischen 1mm und mehr als 1 cm variieren. Probleme entstehen wenn diese Zysten anfangen zu wachsen. Sie drücken dann auf das Nierengewebe wodurch es letztendlich abstirbt. Die Folge ist ein Nierenversagen.

Untersuchung mit Ultraschall

PKD ist mit einem Ultraschallgerät (min. 7,5 MHz) sehr einfach zu diagnostizieren. Lediglich ein paar Haare müssen am Bauch abrasiert werden. Aber Achtung nicht ein jeder Tierarzt kann diese PKD Schallung durchführen, fragen sie zuvor nach ob er dafür zertifiziert ist. Gerade so kleine Zysten können sehr gut übersehen werden vor allem wenn der Tierarzt nicht die notwendige Praxis und Routine diesbezüglich hat. Optimales Schallalter ist ab 12 Monate, dann sind die Diagnosen von erfahrenen Tierärzten zu 98% sicher. PKD ist wie schon erwähnt eine Erbkrankheit, es reicht in dem Falle schon wenn nur ein Elterntier das Gen für diese Krankheit in sich trägt – schon können auch die Kitten krank werden. ( „Autosomal Dominantes Erbmerkmal“)

Erkrankte Katze daheim

Wenn sie eine Katze mit PKD zu Hause haben ist dies aber bitte kein Todesurteil. PKD-Tiere können auch ein relativ hohes Alter erreichen. Man sollte nur folgendes beachten: proteinreduzierte Diät unter Verwendung von hochwertigem Eiweiß, diätgemäße Phosphorbeschränkung, immer verfügbares frisches Wasser (was ja eigentlich selbstverständlich ist) und der Einsatz von Phosphatbindern. All diese Maßnahmen helfen dem Tier seine Nieren zu entlasten.

Qualzuchtparagraf gem. TierSchG.

Dass PKD positiv getestete Katzendamen und Kater kein Nachwuchs mehr bekommen dürfen brauch ich ja wohl nicht mehr zu erwähnen. Deshalb ist es gerade bei Züchtern enorm wichtig vor dem ersten Wurf die Elterntiere auf PKD untersuchen zu lassen. Sollte trotzdem mit Katzen die einen positiven PKD-Befund vorweisen gezüchtet werden, würde man sich hier strafbar machen, da dies unter den Qualzuchtparagrafen fallen würde.

Auch Käufer von Katzen in der Pflicht

Aber auch die Käufer von Jungtieren sind in der Pflicht, lassen sie sich die Untersuchungsergebnisse der Elterntiere zeigen. Seriöse Züchter haben damit absolut kein Problem, im Gegenteil, sie zeigen ihnen diese Ergebnisse gerne, sind sie doch stolz auf ihre gesunden Tiere.

Diese Seite gibt eine gute Übersicht und Informationen zu dem Thema PKD
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