Produkttest: Katzenspielkissen mit Silver Vine

Silver Vine – Auf der Interzoo stellte das deutsche Unternehmen Aumüller seine neue Kollektion an Schmuse- und Kuschelkissen vor.

Und ich gebe zu, ich hab den Hersteller echt belabbert umso ein neues Kissen zu bekommen. Vorrangig ging es mir jetzt nicht so sehr um das Kissen an sich, sondern um das total entzückende Motiv (wieso gibt es hier keine Herzchen-Emojis?)

Ich hab also den Hersteller ordentlich belabbert und durfte eines dieser tollen Kissen mit den super tollen Motiv mit heimnehmen. Und hier präsentier ich es euch nun.

Aumüller-Silvervine-Taubertalperser-00Das sagt der Hersteller

True Love – Das Katzenkraut Silver Vine gilt im asiatischen Raum als das wirksamste aller Katzenkräuter, da es gleich ein ganzes Arsenal an Substanzen enthält, die auf Katzen eine anziehende Wirkung haben.

Was ist aber eigentlich Silver Vine?

Silver Vine, (Actinidia polygama) ist eine Laubkletterpflanze in den hohen Bergregionen des östlichen Asien beheimatet ist. Diese Pflanze hat  wunderschöne duftende cremeweiße Trauben von Blüten, die im Sommer blühen und trägt eine Frucht ähnlich wie Kiwi. Silver Vine hat seinen Namen von seinen langen, dunkelgrünen ca. 15 Zentimeter lange Blätter  mit silbernen Spitzen.

In Asien ist seit Jahrhunderten Silver Vine als vorbeugende Gesundheitshilfe bekannt. In der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin hat es sich für ein breites Spektrum von gesundheitlichen Problemen bewährt wie bei Schlaganfall, Rheuma, Nieren- und Harnproblemen, Herzproblemen und vielen mehr.
Inin Korea wird die Frucht von Silver Vine als Basis für Soßen oder mit Sesam, Reis veredelt und als Beilage oder Salat verwendet.
Die Frucht kann roh, in Öl gebraten gesalzen und gegessen werden aber auch in Obstwein oder Saft vergoren werden.
Blätter, Knospen und Stämme werden gemahlen, geschnitten  und finden Verwendung als Tee oder aber als ….. Lockstoff für unsere heißgeliebten Fellnasen.

Warum lieben Katzen Silver Vine?

Silver Vine oder auch in westlichen Breitengraden besser bekannt unter Matabi enthalten im Gegensatz zu Katzenminze und Baldrian gleich einen ganzen Cocktail unterschiedlicher Duftstoffe, die allesamt eine anziehende Wirkung auf Katzen ausüben.

Bei diesen sogenannten Attraktivstoffen handelt es sich um Actinidin, Dihydronepetalacton, Iridomyrmecin, Matatabilacton, Neonepetalacton und Nepetalacton. Dabei handelt es sich um Alkaloide welche bei Katzen die Nervenaktivität im Hirn beeinflussen.

Silver Vine hat auf Katzen die gereizt, schlapp oder auch frustriert sind Katzen, die gereizt, frustriert oder schlapp sind, können von davon enorm profitieren. Sehr gut hat es sich auch bewährt Matatabi-Stöckchen anzubieten bei aufregenden Situationen wie wie z. B. auf Reisen, im Umzug, bei Familienzuwachs, bei Unterbringung in einer Tierpension oder beim Tierarzt.

Interessant ist es auch, dass Katzen, die schon von selbst entspannt sind, sich weniger für die Stöckchen interessieren als Katzen, die unter Spannung stehen.

Ein wenig etwas über den Hersteller

Als ich dieses Schmusekissen bekam dachte ich mir, machst einen nette Beitrag dazu in deinem Blog. Nun ja, das ist ehrlicherweise nicht ganz so einfach. Klar ich kann nun schreiben wie toll meine Katzen dies fanden und wie herrlich angesabbert es schon nach kurzer Zeit war.

Aber das ist mir ein wenig zu einfach, wer mag es schon einfach wenn es auch kompliziert geht und darum hab ich mich da noch ein wenig mehr damit beschäftigt.

Aumüller-Silvervine-Taubertalperser-004Nicht nur über das „Silver Vine“ sondern auch ein wenig  über den Hersteller bzw. wo er her kommt.

Gleich vorweg – ich mag Traditionsunternehmen und ich mag Unternehmen die lange verwurzelt sind und sich nicht nur um ihr Unternehmen bemühen sondern auch um die Mitarbeiter oder der Region ihrer Umgebung wo sie angesiedelt sind.

Das das Unternehmen Aumüller im schönen Oberfranken um konkret zu sein im schönen Michelau beheimatet ist, ist kein Zufall sondern geht auf eine sehr, sehr lange Geschichte zurück.

Michelau ist die Heimat der Korbflechter – bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Michelauer Flösser, Handwerker und Fischer. Zuerst nur ein Nebeneinkommen wurde es aber immer mehr zum Haupterwerb.

Das gerade dies aber in Michelau stattfand war kein Zufall.

Michelau war zu dieser Zeit nicht nur übersiedelt, manche Berufe „starben“ aus weil die Rahmenbedingungen nicht mehr vorhanden waren. Bestellbare Grundstücke wurden immer weniger, die der Beruf der Flösser und Pfahlbauer starb in der Region immer mehr aus und so war man gezwungen sich nach Alternativen umzusehen.

Aumüller-Silvervine-Taubertalperser-0023Da man die Korbflechterei ohne große Investitionen ausüben konnte, Weiden mehr als genug vorhanden waren wurde es immer mehr zu einer Haupterwerbsquelle und rasch waren Händler mit ihren Schiebekarren und geflochtenen Weidenprodukten unterwegs.
Und man mag es kaum glauben aber schon damals fand ein reger Export nach Österreich, Ungarn, Frankreich, Dänemark und Schweden statt.

Tatsächlich reicht aber die Geschichte der Korbflechterei bis weit ins 16. Jahrhundert zurück und schon damals wurde nach Würzburg etc. geliefert. Wenn man bedenkt, dass es damals keine Autos gab – respektable Leistung. Viele von uns gehen nicht mal zu Fuß zum nächsten Bäcker.

Die erste Erwähnung des Namens Aumüller fand im übrigen 1896 statt, als Fritz Aumüller eine Auszeichnung für eine Wäschetonne erhielt.

Wer sich aber näher informieren will und mehr über die Geschichte der Korbflechterei, dem sei dieser Link ans Herz gelegt (Achtung ist aber ein PDF-Format, ihr braucht dazu den Acrobat Reader) http://www.bezirk-oberfranken.de/fileadmin/6_Kultur/publikationen/mitarbeiter/datei/1994Korbmacherei.pdf

Alternativ könnt ihr auch dem Korbflechtmuseum in Michelau das bereits seit 1934 existiert besuchen.

Bezugsquellen:

Größe L – Amazon

Größe S + M – MiezeundFiffi

Quellen:

Hartwell, S. (nd). CATNIP, VALERIAN, HONEYSUCKLE AND OTHER CAT-ATTRACTANT PLANTS    http://messybeast.com/catnip-valerian.htm

Essential oil of Actinidia macrosperma, a catnip response kiwi endemic to China* http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1559795/



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