Shanghai (2) – Wild Animal Park und gemeisterte Herausforderungen

Wild Animal Park – Wenn die Morgensonne die Wolkenkratzer küsst und die Stadt langsam zum Leben erwacht kann man interessante Dinge in China beobachten.

Menschen treffen sich in Parks zum gemeinsamen Tanz, zur Bewegung, zum Sport und beginnen so ihren Alltag bevor sie sich auf den Weg zu ihrer Arbeit machen.

Shanghai Taubertalperser ChinaBegeistert habe ich sie dabei beobachtet und weil sie eben sind wie sie sind, sehr gastfreundlich, wurde ich auch gleich dazu aufgefordert mitzumachen 😊
Okay, muss man auch mal gemacht haben – gemeinsam mit Chinesen zum Sonnenaufgang in Shanghai zu tanzen.

Ich habe mich sicherlich bewegt wie der Elefant im Porzellanladen aber ich hatte Spaß und sie offensichtlich auch. Sie haben mir danach immer zugewunken, wenn sie mich gesehen haben oder mich auch her gewunken und dazu aufgefordert weiter mit ihnen die Zeit zu verbringen.

Wenn ich, ja wen ich nicht so viel auf meiner To Do-Liste stehen gehabt hätte. Aber zuerst ging es jetzt mal zum Frühstück bevor ich loslegen wollte.

Also wieder zurück ins Hotel und ab in den Frühstücksraum

Frühstück in Shanghai zwischen altgewohnt und experimentell

Shanghai Taubertalperser ChinaDas Frühstück im Hotel war ausgesprochen gut und reichhaltig. Auch wenn sehr viele Gerichte dabei waren die doch einen gewissen Wagemut erforderten. Aber teilweise habe ich mich dieser Herausforderung gestellt da ich nun mal naturgemäß äußerst neugierig bin. Ich wollte es einfach wissen wie manches schmeckt und vor allem ob es überhaupt schmeckt.

Wenn ich an diese Crystal Sesam Buns denke, nun die hätte ich mir echt sparen können. Dafür waren manche anderen Sachen wirklich saulecker.

Ich schlug aber auch bei altbewährten zu wie Pancakes oder Eier Benedikt.

Aber etwas was sie nicht so wirklich gut hinbekommen ist Kaffee – normaler Kaffee war kaum genießbar, bei Cappuccino war es schon besser. Aber okay, ein Volk von Teetrinker ist nun mal von perfekten Kaffee meilenweit entfernt – da ändert auch Starbucks & Co. nicht viel daran.

Als ich mich entsprechend gestärkt hatte brach ich auf zu meinem heutigen Tagesziel – dem Wild Animal Park.

Auf, auf zum Wild Animal Park

Mit der Metro ging es zum Wild Animal Park und schon alleine die Fahrt mit der Metro war eine gewisse Herausforderung. Da war der Kauf der Tageskarte für die Metro noch die einfachste Übung.
Aber wer in Shanghai mit der Metro fährt sollte keine Berührungsängste haben, denn so sittsam sie auch ansonsten sind, bei der Metro wird geschoben was das Zeug hält und so stand ich eingekeilt in einer Horde von Chinesen ohne der kleinsten Chance umfallen zu können.
Allerdings war man trotz der Enge und Tuchfüllung wirklich bemüht entsprechende Distanz zu wahren. Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt als es tatsächlich war.

Aber je weiter man aus dem Zentrum sich entfernte umso mehr lichteten sich die Menschenmassen und es ging dann ganz gut. Einmal musste ich umsteigen aber dank des guten ausgeklügelten Leitsystems war es auch kein Problem.

Bei der Station Wild Animal Park angekommen galt es nun noch den richtigen Bus zu finden der mich zur zwei Stationen entfernten Parkanlage bringen sollte.

Dank den äußerst freundlichen Chinesen, die mir nicht nur den richtigen Bus zeigten, sondern auch mich auf meine erste Busfahrt in China einluden (Kosten 1 RMB) war auch dies sehr leicht und so war ich schon nach kurzer Zeit beim Wild Animal Park angelangt.

Shanghai Taubertalperser Wild Animal ParkSchnell noch ein Ticket für den Park gekauft, auch hier wurde alles sehr schön beschrieben und auch so, dass es für Europäer lesbar war, und schon konnte es losgehen.

Ich war ja schon so super neugierig auf die Pandas, die ich unbedingt sehen wollte aber noch auf so einiges andere das dieser Park beheimaten sollte.

Pandas, ich würde richtige Pandas sehen …… ihr ahnt gar nicht wie sehr ich mich schon darauf freute.

Aber zuerst ging es zur Flamingo Anlage die man teilweise sogar betreten und diese außergewöhnlichen Vögel hautnah erleben und auch füttern konnte.

Von dort ging es zu einem der Highlights dieses Parks, der Lemureninsel. Über eine Brücke und einen Desinfektionsteppich ging es auf diese Insel, auf der sich die Lemuren zur Freude der Besucher frei bewegen.

Ich hatte das unwahrscheinliche Glück ziemlich früh schon unterwegs gewesen zu sein und so konnte ich hier noch unzählige Fotos ohne störenden anderen Besuchern machen. Herrlich diese Tiere und vor allem absolut nicht kamerascheu, ganz im Gegenteil. Es gelangen mir hier doch einige äußerst tolle Aufnahmen.

Die Giant Pandas im Wild Animal Park

Shanghai Taubertalperser Panda ChinaAber voller Ungeduld trieb es mich zu den Pandas, die ich unbedingt sehen wollte und ich wurde nicht enttäuscht. Zuerst sah ich nur einen Panda im Gehege, das große Männchen, das aktuell separiert gehalten wurde da „Frau“ Panda gerade mit ihrem Nachwuchs beschäftigt war.

Leider war nur Frau Panda äußerst fotogen aber auch nur weil es frische Bambussprossen gab, Baby Panda zog es vor selig zu schlafen und nichts konnte ihn davon abhalten.

Daneben gab es noch halbwüchsige Pandas, die so herrlich trottelig waren das ich mich kaum davon losreißen konnte.

Was man immer so in diversen Videos sieht, dieses tollpatschige, plumpe leicht trottelige Verhalten – das sind sie wirklich.

Shanghai, Taubertalperser, Giant Panda, China, Wild Animal ParkIch wusste hier nicht was ich zuerst machen sollte, fotografieren oder lachen. Beides gleichzeitig sorgte nur für verwackelte Aufnahmen. Es war herrlich diesen Tieren zuzusehen. Diese zwei halbwüchsigen Pandas sorgten dafür das ich meine müden Beine total vergaß und auch die Temperaturen was sich dank eines Sonnenbrandes am Abend bemerkbar machte.

Nicht allzu weit von Shanghai gibt es auch eine Zuchtstation für Giant Pandas aber dafür war meine Zeit viel zu kurz um auch noch einen Abstecher dorthin zu machen.

Irgendwie hatte ich mir aber wohl echt den heißtesten Tag des Jahres ausgesucht gehabt und unzählige Schulklassen bevölkerten ebenso diesen Park. Ab einer gewissen Uhrzeit wurde es mir persönlich zu voll und viel, viel zu laut so dass ich den Rest des Parks in Eiltempo besichtigte.

Nur beim Tigergehege musste ich dann doch länger verweilen da ich absolut fasziniert davon war wie prachtvoll die Tiere waren und auch über die Anzahl der Tiere.

Shanghai Taubertalperser Wild Animal Park TigerSie waren wirklich äußerst prachtvoll und ich konnte auch erkennen das eine Harmonie in der Gruppe herrschte die seinesgleichen suchte. Also nichts mit Einzelgänger, ja in der freien Natur vielleicht hier im Wild Animal Park konnte ich sehr wohl sehen wie ein Tiger mit dem anderen schmuste, Köpfchen gab und eindeutig signalisierte „Ich mag dich“.

Die Tiger wurden in ihrem Gehege mittels Fleisch animiert auf die Bäume zu klettern bzw. dieses zu fangen und auch hier konnte ich das eine oder andere tolle Foto machen. Nur die Liger haben es vorgezogen meinen Besuch bei ihnen zu verschlafen und so konnte ich nur ihr hübsches Hinterteil fotografieren.

Aber wie schon weiter oben erwähnt der Park war voll mit Schulklassen und dementsprechend laut war es auch so dass ich es dann doch vorzog zu flüchten. Soviel Lärm ertrug ich nicht.

Aber was nun?

Eigentlich stand auf dem Plan noch einen Abstecher zu Disneyland Shanghai zu machen aber nach kurzen überlegen entschied ich mich doch anders und zog es vor in den Financial District zum Oriental Pearl Tower zu fahren.

Schon fast routiniert lief ich zur nächsten Bushaltestelle und bestieg den richtigen (!!) Bus und zwei Stationen weiter befand ich mich dann schon bei der Metro-Station um ins Stadtzentrum zu fahren.

Ich fühlte mich jetzt echt schon fast wie ein Profi.

Schneller als erwartet war ich an meinem Ziel angekommen und der Anblick, der erste Anblick auf den Oriental Pearl Tower überwältigte mich doch ganz schön. Ich war so begeistert, dass ich die anderen imposanten Wolkenkratzer erst noch gar nicht wahrnahm.

Rasch orientierte mich und suchte den Eingang bzw. den Ticketschalter für diesen Tower. Zuerst entdeckte ich einen „Laden“ mit Tickets und Führungen aber irgendwie erschien mir das seltsam und ich lief die paar Stufen in Richtung Eingang hoch. Aber nicht ohne zuvor die obligatorische Sicherheitsschleuse, die es wohl echt überall gab, zu passieren.

Oriental Pearl Tower – einmal hoch und runter

Und tatsächlich direkt beim Eingang konnte ich auch mein Ticket erwerben und dies weitaus günstiger. Nach dem Ticketkauf ging es noch einmal zu einer Sicherheitskontrolle und schon reihte ich mich die Reihe der wartenden Personen ein.

Schneller aber als gedacht ging es dann schon mit dem Aufzug hoch zur Aussichtsplattform und dies in einer atemberaubend schnellen Zeit. Obwohl ich augenscheinlich die einzige Touristin war hat sich die Dame im Aufzug noch die Mühe gemacht mir die Fahrt mit englischen Erklärungen zu verkürzen.

Shanghai Taubertalperser Oriental Pearl TowerZuerst ging es dann auf die Aussichtsplattform um hier die sagenhafte Aussicht zu bewundern und ich kann nur einen jeden Shanghai-Reisenden dies ans Herz legen. Wenn ihr in der Stadt seid, fahrt hoch – es lohnt sich. Es gibt zwar auch noch preiswertere Alternativen wie in einem der umliegenden Wolkenkratzer aber …… den Glasboden, den gibt es nur hier.

Und ganz ehrlich, ich gehörte auch zu denjenigen die im Vorfeld darüber lachte und meinte „Hey das ist doch ganz easy“, nein das ist es nicht. Der Kopf sagt einem schon das ist da alles okay und sicher und man hat Boden unter den Füssen aber da ist noch das kleine Instinkt-Teufelchen das einem was ganz anderes suggeriert und so war ich dann doch stolz das ich mich dazu überwunden hatte und auch noch das eine oder andere Foto entstand.

Aber eines weiß ich gewiss, ich werde über solche vermeintliche „Lächerlichkeit“ nicht mehr lachen oder mich amüsieren, denn ich habe selber erfahren das man zwar den Kopf aber nicht den Instinkt ausschalten kann.

Warten auf den Abend und die Super Brand Mall

Shanghai Taubertalperser Teenie Weenie CafeIch wollte von dort unbedingt noch das eine oder andere „Nacht“-Foto machen aber was tun, wenn die Sonne noch herrlich runterscheint? Genau, man geht in die Super Brand Mall und vergnügt sich dort ungemein zwischen all den luxuriösen Geschäften.

Da man ja nicht nur rumlaufen kann muss man sich auch ein wenig stärken und so setzte ich mich für einige Zeit in das Teeny Weenie Cafe. Bei leckeren Cappuccino und tollen Cupcake lies sich die Zeit ganz gut rumbringen 😊 Den leckeren Keks habe ich im Übrigen heil meinen Mann mitgebracht auch eine Leistung und ihm hat er geschmeckt.

Übrigens findet man in der Super Brand Mall auch H&M, Shiseido und C&A. Also ich fühlte mich fast wie daheim.

Shanghai Taubertalperser DisneyAls ich die Mall verließ war es schon recht gut dunkel und ich konnte da dann doch noch die eine oder andere tolle Nachtaufnahme machen bevor ich mich wieder in mein Hotel begab.

Okay es dauerte ungefähr noch eine gute Stunde aber nur weil ich mich von diesem imposanten Anblick nicht losreisen konnte. Die Fahrt mit der Metro zum Hotel dauerte keine 5 Minuten 😊

Im Anschluss zeige ich euch noch einige Fotos vom heutigen Tag und nächste Woche erzähle ich euch etwas über Tier-, Pflanzen und anderen Märkten 😊



Ein Gedanke zu „Shanghai (2) – Wild Animal Park und gemeisterte Herausforderungen

  • 8. April 2018 um 22:51
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    Sehr schöne Bilder! Danke,!

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