Shanghai – Wenn Träume Flügel bekommen – Taubertalperser

Wie so manche Blogleser sicherlich wissen, durfte ich vor kurzem eine tolle Reise antreten. Für mich, die jahrelang nun nie Urlaub machte aufgrund der Katzen, war dies schon eine kleine Sensation.


Und wenn es auch nur für ein paar Tage sein sollte – so war dies doch eine Abwechslung zum täglichen Trott.

Die Vorbereitung für Shanghai

Vorbereitung ist alles im Leben und so habe ich mich nicht nur im Vorfeld schon schlau gemacht über mein Reiseziel sondern auch entsprechende Sachen, die ich mir in Shanghai ansehen wollte via Google Maps ausgedruckt, damit ich halbwegs eine entsprechende Orientierung hatte.
Das mir dies leider teilweise nichts bringen sollte würde ich noch erfahren aber man weiß ja nie.
Was neben diversen Shirts in meinem Koffer natürlich nicht fehlen durfte war mein heißgeliebtes Reisekissen von Mediflow. Ich bin mittlerweile leider echt in dem Alter wo ich mit manchen Kissen nicht mehr zu Recht komme und bevor ich nun meine kurze Zeit in Shanghai mich mit Kopfschmerzen rumplage kommt sicherheitshalber mein Reisekissen mit.

Shanghai, Taubertalperser, Travel, Reisen, China, KatzenGenauso wie ich mir ein paar Kärtchen ausgedruckt hatte mit den wichtigsten Sätzen, die man so in einem fremden Land benötigen würde. Ich hatte ja schon gehört das die wenigsten Chinesen englisch könnten und so hoffte ich auf den Google-Translator und seine ordnungsgemäße Übersetzung.

Das große Abenteuer Shanghai beginnt

Früh morgens ging es schon für mich los, mit gepackten Koffer und Fotorucksack ab in den Zug von Würzburg nach Frankfurt am Main zum Flughafen. Dank preiswerten Ticket kostete mich diese Fahrt nur knappe 20 Euro und ich kam entspannt und ohne Hektik in Frankfurt an.

Shanghai, Taubertalperser, Katzen, China, KofferDas einzige tricky an dem Ganzen – mit so einem riesen Koffer aufs Klo zu gehen. Aber Gott sei Dank gibt es Mutter-Kind-Toiletten bzw. Behinderten-Toiletten so das ich mich da drinnen auch bewegen konnte – mit meinem riesigen Koffer 😊

Natürlich war ich zu früh in Frankfurt angekommen aber ich war viel zu aufgeregt und ein wenig auch voller Sorge ob ich alles gleich finden würde und dass ich ja nicht zu spät ankommen würde um das Boarding zu verpassen. War dann auch äußerst knapp aber nicht wegen meiner Verpeiltheit, sondern weil man beim Sicherheitscheck mir noch zwei Feuerzeuge abnahm und meine Fotoausrüstung auf Sprengstoffspuren überprüfen musste – das einzige explosive war zu dem Zeitpunkt allerdings ich, viel zu wenig Koffein und dann klauen mir die auch noch zwei Feuerzeuge!!!!!

Aber okay, nachdem ich alles wieder in meinem Rucksack verstaut hatte ging es im Laufschritt zu meinem Abfluggate wo schon das Boarding für meinen ersten Flugabschnitt nach Paris schon fast abgeschlossen war und ich so ziemlich die Letzte war.

Taubertalperser, Shanghai, Travel, Reisen, Katzen, Flugzeug, FliegenDer Flug selber oberhalb der Wolkendecke war fantastisch schön und die angekündigten 1,5 Stunden „Pause“ in Paris waren irgendwie nicht so lange da wir irgendwo mitten in der Pampa abgesetzt wurden und zu unserer nächsten Maschine transportiert werden mussten – anders formuliert, die Zeit war äußerst knapp denn als wir endlich im Hauptgebäude ankamen war das Boarding für Shanghai schon im vollen Gange.

Der Flug selber war ohne großen Zwischenfälle äußerst angenehm auch wenn das Essen an Board nun nicht das kulinarische Highlight des Tages war – eingeklemmt zwischen einen „Fremdenlegionär“ und einen „Visionär“ kam ich nach Stunden ohne nennenswerten Schlaf in Pudong an.

Und hier war der Landeanflug ein absoluter Traum – durch das Fenster konnte man einen ersten Blick auf Shanghai werfen und es war ein absolut fantastischer Anblick als die Sonne den Oriental Pearl Tower küsste.

Ankunft in Shanghai und der erste Kontakt

In Shanghai gelandet ging es zuerst mal zur Immigrationsstelle, da ich keine 144 Stunden in Shanghai mich aufhalten würde benötigte ich kein Visum. Aber der für mich angedachte Schalter bei der Immigration war geschlossen – na super. 100 Leute vor mir, ich muss aufs Klo und ich wollte einfach nur raus – frech mal kurz nachgefragt und schon bekam ich einen Zettel in die Hand gedrückt den ich ausfüllen musste und danach konnte ich relativ rasch diese Stelle passieren.

Rasch bekam ich auch meinen Koffer und mein Fahrer wartete schon mit einem Namensschild auf mich in der Empfangshalle.

Shanghai, Taubertalperser, Travel, ReisenEr war super freundlich und nach dem Lesen des Buches „Kulturschock China“, das ich jeden China-Reisenden nur empfehlen kann,  wusste ich das die Chinesen gerne rauchen und sich super freuen, wenn sie westliche Zigaretten bekommen.
Na da schließen wir doch mal schnell „Freundschaft“ und bieten ihm eine Zigarette an. Er hat sich gefreut und ich kam endlich zu einer Zigarette.

Danach ging es mit dem Auto entspannt nach Shanghai hinein zu meinem Hotel.

Ich wusste gar nicht, dass Chinesen so disziplinierte Autofahrer sind, es sieht zwar total chaotisch aus wie sie fahren aber sie halten sich penibel an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Könnte allerdings daran liegen, dass man permanent überwacht und auf den Autobahnen fotografiert wird.

Vorbei an blühenden Rapsfeldern, schönen Einfamilienhäusern, grauslichen Hochhäusern ging es nach Shanghai (übrigens viele Hochhäuser waren in wunderschönen rosa gehalten) direkt zu meinem Hotel wo mich der Fahrer perfekt bis in die Hotelhalle brachte, damit ich ja sicher und gut ankomme.

„Feel you welcome in Shanghai“

Ein Satz den ich noch sehr oft zu hören bekommen sollte. Nach dem ich eingecheckt hatte und mein Hotelzimmer bezogen hatte machte ich mich kurz frisch um ganz mutig meine ersten Schritte in Shanghai zu wagen.

Zwischenzeitlich war mir zwar schon ein wenig mulmig – knapp 9.000 Kilometer von daheim entfernt, von Menschen die mich verstehen, wo ich mich auskenne und ich sagte zu mir „Eigentlich hast du ja schon einen ganz schönen Knall“

Aber was macht man nicht alles um die persönliche Neugierde zu stillen, für schöne Fotos und tolle Abenteuer?

Shanghai, Der Bund, Financial District, Oriental Pearl Tower, TaubertalperserAlso auf geht’s meine ersten Schritte in Shanghai begannen nun und führten mich zielstrebig zum Oriental Pearl Tower den man schon von weitem sah. Vorbei ging es an kleinen chinesischen Läden in denen man allerlei fand angefangen von kleinen abgepackten Süßigkeiten bis hin zu Obst oder aber auch Läden bei denen man sich stärken konnte mit allerlei kulinarischen Spezialitäten die Shanghai so zu bieten hatte.

Ich hatte im Vorfeld schon viele Fotos vom Bund, einer der Sehenswürdigkeiten Shanghais gesehen und doch war ich überwältigt als ich dort bei schönsten Wetter angekommen war.

Minutenlang stand ich nur da und bewunderte den imposanten Anblick auf den Financial District mit seinen überwältigenden Wolkenkratzern.

Begeistert zückte ich meine Kamera und machte unheimlich viele Bilder bis meine Blase sich zu Wort meldete und ich das erste Mal eine der chinesischen öffentlichen Toiletten aufsuchen musste.

Akrobatische Höchstleistung und fremde Toiletten

Andere Länder andere Sitten und so auch andere Toiletten. Abgesehen davon das sie überraschend sauber waren – es gibt dort nur eine Einlassung im Boden, sogenannte Stehtoiletten. Himmel da hat man als Europäer schon ein wenig zu kämpfen vor allem auch mit dem nicht vorhandenen Klopapier und dem Gleichgewicht, wenn man vor sich eine Kamera baumeln hatte und auf dem Rücken einen schweren Fotorucksack.

Irgendwie musste ich da an den Satz denken „Akrobat schön“ ……..

Aber auch diese Hürde meisterte ich und ich konnte danach umso besser noch einmal die wundervolle Aussicht und die unzähligen Blumen, die dort gepflanzt waren genießen.

Es war atemberaubend schön und ich war schon nahe dran die eine oder andere Freudenträne zu vergießen. Es war so beeindruckend.

Zurück ging es über einen anderen Weg in Richtung Hotel und ich fand mich überraschenderweise gut zurecht.

Dumplings, Katzen und mehr

Shanghai, Taubertalperser, Travel, Reisen, KatzenSo langsam aber sicher machte sich bei mir aber Hunger und Durst bemerkbar so dass ich mich dann „heldenmutig“ in einen der zahlreichen Dumpling-Stores wiederfand wo ich mich mit Stäbchen an einer Suppe und Dumpings mit Shrimps stärkte. Ich habe eine Suppe mit Stäbchen gegessen! Okay, es war nicht perfekt aber ich konnte ja bei den anderen Gästen abgucken wie sie es machten und es klappte dann doch besser als gedacht.

Mein Weg führte mich weiter an kleine Läden und ich konnte auch überraschend viele Katzen in den Läden bewundern. Nicht zum Verkauf, nicht zum Essen, sondern als „Begleiter“ als „Familienmitglied“ und hier sollte ich doch noch das eine oder andere Mal überrascht werden von der Einstellung der Chinesen zu Haustieren, die sich im Laufe der Zeit doch gewaltig gewandelt hatte.

Auch wenn das Wort Tierschutz hier noch nicht wirklich groß geschrieben wird gab es doch einen Wandel. Hier zählt ein Hund mittlerweile zum Statussymbol und wird entsprechend „betüdelt“ und das eine oder andere Mal hätte ich mir gewünscht, dass sich die Chinesen nicht alles vom Westen abgucken.

Aber so langsam aber sicher machte sich doch bei mir die Müdigkeit breit und nachdem ich doch im Flugzeug kaum geschlafen hatte ging es zurück zum Hotel wo ich nach einem ausgiebigen Bad selig in meinem großen breiten Bett und meinem heißgeliebten Reisekissen von Mediflow, meinem nächsten Abenteuer in Shanghai entgegenschlummerte.

Lest am 8. April weiter über meine Abenteuer im Wild Animal Park und meine ganz, ganz persönliche Herausforderung



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