Tierheim Lauterbach in äußerst prekärer Lage

HILFERUF „Monatliche Fixkosten können nicht mehr aufgebracht werden“ / Benefizkonzert

(bl). „Wo sollen wir bloß ab Januar wohnen?“: Mit dieser Frage ist – im Namen der Tiere – ein dringender Hilferuf überschrieben, den Christina Hoffmann, die Schriftführerin des Tierschutzvereins Lauterbach e.V., veröffentlicht hat. Darin schildert sie die äußerst prekäre Situation des Tierheims Lauterbach, das seinen Sitz in der Vaitsbergstraße 25 hat.

Monatliche Fixkosten nicht mehr bezahlbar

Inzwischen sei die Lage so dramatisch, dass man die monatlichen Fixkosten von bis zu 10 000 Euro nicht mehr tragen könne. Unter anderem hat der Tierschutzverein Lauterbach e.V. vor kurzem die Spendenaktion „Kleinvieh macht auch Mist“ gestartet. Zudem soll es am Freitagabend, 25. Oktober, ein Benefizkonzert in der Adolf-Spieß-Halle zugunsten des Tierheims geben. Bislang steht nur die Formation „Abbey’s Trip“ ganz sicher fest, mit weiteren Künstlern und Gruppen ist man im Gespräch.

Das Lauterbacher Tierheim vor dem Aus

„Das Lauterbacher Tierheim steht vor dem Aus!“, schreibt Christina Hoffmann weiter. Tierschutzverein und damit auch das Tierheim finanzierten sich weitgehend über Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse der Städte und Gemeinden für Fundtiere und überwiegend durch Spenden. Leider würden die Spenden von Jahr zu Jahr weniger, während die Kosten dagegen stetig anstiegen.

Hoffmann: „Mittlerweile ist es so weit, dass wir die monatlichen Fixkosten von bis zu 10 000 Euro für Futter, tierärztliche Versorgung, Mitarbeiterlöhne (zwei Vollzeitangestellte, zwei Minijobber und zwei Auszubildende) und Energiekosten nicht mehr tragen können. Gespart wird schon an allen Ecken und Enden, aber es reicht hinten und vorne nicht. Es fehlt einfach ein regelmäßiger monatlicher Grundstock.“

Die Hintergründe

Zum Hintergrund: Das Lauterbacher Tierheim wird von dem Tierschutzverein Lauterbach e.V. geführt. Seit der Gründung 1947 haben Verein und Tierheim viele Tiere beherbergt und ihnen ein neues zu Hause gesucht. Hoffmann: „Diese Aufgabe ist mit viel Freude verbunden, auch wenn die Mitarbeiter des Tierheims immer wieder mit unvorstellbarem Leid konfrontiert werden.“ Denn oftmals würden Katzen mit ihrem Nachwuchs in Kartons oder Kühltaschen ausgesetzt und nachts über den Zaun geworfen, Hunde würden am Tierheim oder vor dem Supermarkt angebunden. Nicht selten komme es auch vor, dass Tiere wegen schlechter Haltung vom Veterinäramt eingezogen würden.

Auch Kleingeld hilft

Die Schriftführerin des Tierschutzvereins Lauterbach e.V. verweist abschließend auf die Spendendosen („Kleinvieh macht auch Mist“), die inzwischen in sehr vielen Geschäften und Geldinstituten der Region aufgestellt sind. Zudem schreibt sie: „Wenn ganz viele Personen monatlich auf eine Kleinigkeit verzichten und uns dafür einen Dauerauftrag über einen kleinen Geldbetrag einrichten, zum Beispiel zwischen einem und fünf Euro, das würde dem Verein bei den monatlichen Kosten schon sehr weiterhelfen.

Wir freuen uns natürlich auch ganz besonders über größere Spenden, und am Jahresende gibt es ja auch eine Spendenquittung fürs Finanzamt“. Das Spendenkonto lautet: Kto: 360 118 673, BLZ 518 500 79 (Sparkasse Oberhessen).

 

Quelle: Kreisanzeiger

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