Versicherung für die Katz‘?

Versicherung für die Katz

Immer wieder werde ich angesprochen und die Frage gestellt „Lohnt sich eine Versicherung für meine Katze?
Ich beantworte die immer mit einem klaren Nein, will aber darauf nun etwas näher eingehen und auch eine Alternative aufzeigen, die sich bewährt hat.
Betrachten wir einmal den größten Tierversicherer.
Es werden hier mehrere Arten angeboten wie OP-Schutz und Rundum-Schutz

Betrachten wir mal diesen Rundum-Schutz etwas näher:

Leistungen:

• Arzneimittel
• Unterbringung Tierklinik
• Diagnostik(u.a.Röntgen, Labor, Ultraschall, EKG, CT, MRT)
• Physikalischer Therapie
• Homöophatische Therapie
• Homöophatischer Behandlung
• Erstattung bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte

Hört sich ja jetzt schon mal sehr gut an, aber wie das so ist, es gibt immer wieder eine kleine Einschränkung

100%ige Erstattung aller Tierarztkosten für die ambulante und stationäre Behandlung von Krankheiten und Unfallfolgen bis zur Leistungsgrenze (Hunde bis zu 1.000 EUR und Katzen bis zu 500 EUR im Versicherungsjahr)

Das heißt also bis zu 500 Euro werden mir im Bedarfsfall erstattet.

Leistungszuwachs: Sollten im Versicherungsjahr keine Kosten bei der Versicherung eingereicht werden, erhöht sich diese Leistungsgrenze um 50 Euro pro Jahr auf maximal 700 Euro bei der Katze.

Vorsorgeschutz: Impfungen, Wurmkur, Floh/Zeckenmittel bis zu 100 Euro pro Versicherungsjahr für mtl. 5 Euro zusätzlich.

Auslandsschutz
Weltweit gültig: volle Kostenerstattung bei Reisen, die eine Dauer von zwei Monaten nicht übersteigen. Inklusive Rücktransport nach Deutschland.

OP-Kosten-Schutz Übernahme aller Tierarztkosten ohne Höchstbetragsgrenze und ohne Selbstbeteiligung für chirurgische Eingriffe unter Vollnarkose und deren Nachbehandlung. Bis zum 3-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte. Ab dem 5. Lebensjahr gilt eine Selbstbeteiligung von jeweils 20%.

Verkehrsunfallschutz Erstattung aller Tierarztkosten ohne Höchstbetragsgrenze für die Behandlung unmittelbarer Folgen von Unfällen im öffentlichen Straßenverkehr

So ich bin jetzt mal hergegangen und ich hab mir das mal ausgerechnet was es für mich bzw. meine Katzen bedeuten würde

Rassekatze, Wohnungskatze 2 Monate – 5 Jahre:
Krankenversicherung monatlich 19,90 Euro
Ab dem 6. Jahr monatlich 25,90 Euro
Vorsorgeschutz monatlich 5 Euro
Gesamtkosten 2 Monte – 5 Jahre monatlich 24,90 Euro – pro Jahr 298,90 Euro
Gesamtkosten ab 6 Jahre monatlich 30,90 Euro – pro Jahr 370,80 Euro

Kosten pro Katze/Jahr für Impfungen/Wurmkuren – max.50 Euro (eigentlich zahl ich 35 Euro aber diese Kosten variieren sehr)
5 Jahre Krankenversicherung – 1.494 Euro
5 Jahre Impfungen Wurmkuren – 250 Euro

Differenz 1.244 Euro

Ich hab also nach 5 Jahren 1.244 Euro mehr einbezahlt als ich eigentlich zurückbekomme und brauche.
Die meisten Katzen werden, speziell aber in Wohnungshaltung weit älter als 5 Jahre, 15 Jahre und älter sind keine Seltenheit.
Ab dem 6. Jahr zahlt man aber nun nicht mehr monatlich 24,90 sondern 30,90 Euro.
Wenn meine Katzen also 15 Jahre alt sind habe ich bereits pro Katze eine Summe von 5.202 Euro einbezahlt und Leistungen (Impfungen, Wurmkuren) bezogen von 750 Euro. Das macht eine Differenz von 4.452 Euro. Viele halten aber nicht nur eine Katze sondern zwei oder mehr – multipliziert also einfach mal die 4.452 Euro mal der Anzahl eurer Katzen.

Jetzt werdet ihr berechtigterweise mit dem Einwand kommen und sagen „Mooooment, die zahlen ja auch OPs und so“
Richtig, ich hatte nur keine OP mit einer Katze bevor sie 10 Jahre alt wurde – um genau zu sein, ich hatte in den 30 Jahren aktiver Katzenhaltung (und dies mit Senioren aus dem Tierheim) erst eine Operation bei Katzen um genau zu sein war der Kater damals 12 Jahre alt und es kam zu einer Penisamputation (wovon aber mittlerweile abgeraten wird). Diese Operation hat mit Vorsorge, Nachsorge ca.1200 Euro gekostet. Hätte ich hier eine Tierversicherung abgeschlossen gehabt hätte, nach den Versicherungsbedingungen die Versicherung 960 Euro gekostet ihr wißt aber noch – Leistungsgrenze 500 bzw. 700 Euro bei der Katze (ab dem 5. Lebensjahr zahlt man eine 20% Selbstbeteiligung)
Ich denke ihr merkt selber das 960 Euro keine 4.452 Euro sind.
Ich hatte euch Anfangs aber eine Alternative versprochen aufzuzeigen.

Hier ist sie…

Nehmt euch ein Sparbuch und macht einen Dauerauftrag von mtl. Mindestens 10 Euro/Katze – ihr könnt aber auch gerne mehr nehmen z.B. die Summe, die ihr monatlich in die Versicherung einzahlen würdet. Zusätzlich ist es auch ganz nett ist ein hübsches Glas zu nehmen wo man kleine Münzen immer wieder reinwirft (Habt ihr auch immer so viele 1 und 2 Cent-Münzen) – ihr werdet nicht glauben was da so zusammen kommt im Laufe der Zeit.
Sollte also wirklich mal der Notfall einer Operation eintreten habt ihr mit dem Sparbuch einen Finanzpolster auf den ihr zurückgreifen könnt, solltet ihr aber nicht darauf zurückgreifen wollen weil es euch finanziell auch so ausgeht auch kein Thema, dann habt ihr nach 15 Jahren eine wirklich hübsche Summe beisammen die euch noch zur Verfügung steht im Gegensatz zu einer Versicherung, den dort ist das Geld unwiderruflich weg.

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