Das Horrorhaus in Gammelsdorf – Aufstieg und Fall Teil 2

Es sind nun gut zwei Wochen, seit bekanntwerden des Dramas im Horrorhaus in Gammelsdorf, vergangen.

Vor gut zwei Wochen wurde das Haus einer allseits und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Perserzüchterin vom Veterinäramt geräumt, nachdem sie einen Hinweis durch die Polizei bekamen.

Was war geschehen?

Horrorhaus - Flohnester
Massenhafter Flohkot auf den Katzen
Foto: Tierheim Landshut

Über 70 Perserkatzen wurden dort auf die grausamste Art und Weise gehalten und befanden sich in so einen erbärmlichen und traurigen Zustand, dass 9 Tiere gleich vor Ort von ihrem Leiden erlöst werden mussten.

Die Tiere wurden auf zwei Tierheime aufgeteilt, wo sie derzeit wieder aufgepäppelt, gehegt und gesund gepflegt werden. Leider sind zwischenzeitlich noch ein paar Tiere verstorben, sie waren einfach zu schwach und teilweise durch die unzähligen Flohbisse so blutleer das sie einfach keine Kraft mehr hatten.

Aber nicht nur die unzähligen Flöhe machten den armen Tieren zu schaffen auch die von Milben verkrustete Ohren, der permanente Nahrungsmangel, Entzündungen, Schnupfen und der schlechte Zustand der Zähne zeugten von absoluten Desinteresse der ehemaligen Halterin der Tiere.

Schockstarre in der Katzenzüchterszene

Entzündetes Zahnfleisch und extremer Zahnstein Foto: Tierheim Landshut
Entzündetes Zahnfleisch und extremer Zahnstein
Foto: Tierheim Landshut

Noch immer befindet sich ein Großteil der Züchter in einer absoluten Schockstarre, viele Züchter sind noch immer fassungslos….

Einige Züchter, die ihm nahen Umfeld wohnen haben sich vor Ort ein Bild der Katzen gemacht und dank ihrer Berichte und Fotos wissen wir, dass die Tiere in den Tierheimen, speziell im Tierheim Landshut fantastisch versorgt werden.

Man merkt dass die Tiere wieder zu Kräften kommen und das sie trotz der miserablen Haltungsbedingungen davor nicht die Zuneigung und das Vertrauen zu den Menschen verloren haben.

Dank des Tierheimes Landshut und dem Einsatz vieler engagierter Züchter, konnten vielen Katzen auch ihre Namen wiedergegeben werden.

Enge Zusammenarbeit der Züchter mit den Tierheimen

Aber es flossen auch zwischenzeitlich viele Tränen bei den Perserzüchtern, vor allem auch bei denen, die an diese Familie Tiere verkauft hatten. Züchter aus Amerika sind genauso erschüttert, wie Züchter hier in Deutschland. Wen verwundert es nun, dass Spenden für die Tierheime von allen Kontinenten kommen. Dank engagierter Züchter wurden diverse Dachverbände informiert, die bei diversen Ausstellungen entsprechende Spendensammlungen machten und dies nun nach und nach bei den Tierheimen eintrudeln.

Große Spendenbereitschaft

Sehr, sehr viele Futterhersteller haben auch ihre Spendenbereitschaft signalisiert und so sind unzählige Paletten Futter und Katzenstreu zu beiden Tierheimen unterwegs gewesen oder noch unterwegs.

Aber es werden noch sehr, sehr viele Spenden benötigt – die Kosten für die Behandlung der Tiere, die vielen trächtigen Kätzinnen mit den noch ungeborenen Babys – das wird noch Unsummen verschlingen.

Was mit der Halterin der Katzen ist, wo sie sich herumtreibt – es wird gemunkelt, vermutet, aber es gibt nichts konkretes, nichts Greifbares nur Gerüchte.

Aber ich denke, wir werden früher oder später noch so einiges mehr erfahren – ob wir das aber alles wirklich so genau wissen wollen – ich bin mir nicht sicher.

Ich kämpfe noch immer mit der Vorstellung, das die Familie neben Katzenkadavern geschlafen hat, das in dem Horrorhaus über 30 bereits mumifizierte Katzen gefunden wurden und hinterm Haus ein Haufen mit Skeletten von über 100 Tieren. Manche noch ganz klein, manche ausgewachsen…..

Die Lokalausgabe der Süddeutschen Zeitung berichtet auch regelmäßig über dieses Drama, das sich vor dem Augen der Gammelsdorfer Bevölkerung aber auch vor den Augen des Veterinäramtes abgespielt hat. So erschien diesbezüglich auch ein Artikel der Süddeutschen Zeitung in dem auszugsweise aus meinem Blogbeitrag vom 11. Februar zitiert wird.

Wie bereits erwähnt werden noch ganz, ganz dringend Finanzspenden benötigt.

Tierheim Tierschutzverein Landshut und Umgebung e.V.

Heinzelwinkl 3

84174 Eching

Postfach 1310

84002 Landshut

Tierheim Heinzwinkel, Kennwort: PERSER,

Konto 604

BLZ 743 50 000 Sparkasse Landshut

IBAN:  DE 81743500000000000604

BIC:  BYLADEM 1 LAH

 

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