Vergesst Trojaner – achtet auf Nachbars Katze!

Vergesst Trojaner – achtet auf Nachbars Katze!

Ich muss gestehen, die Meldung hat mich echt amüsiert und sowas kann auch nur den Amis einfallen. Gene Bransfield, seines Zeichens Sicherheitsexperte, hatte die glorreiche Idee.

warkitteh-gene-bransfieldDurch Zufall erzählte ihm jemand dass man Haustieren ein Halsband umlegen könne mit GPS-Ortung und so würde man wissen wo sich sein Haustier befindet. Er fand da fehle noch ein WLAN-Sniffer und fand die Idee so komisch das er sich entschloss so etwas zu bauen.

Einer jeden Erfindung gehen natürlich einige Versuche voraus und auch so bei Gene Bransfield, aber der erste Versuch mit der Katze Skitzy, die einer Kollegin gehört, ging gehörig schief. Er schickte Skitzy ausgestattet mit einem Smartphone los und der Versuch endete mit einem Totalverlust des Gerätes.

Für den zweiten Versuch bastelte Bransfield ein spezielles Halsband mit WLAN-Hardware GPS-Modul, Akku und einem kleinen Rechner für weniger als 100 US-Dollar. Die darauf laufende Software sollte alle gefundenen WLANs aufzeichnen. Diesmal zeigte sich Skitzy erneut nicht kooperativ, sondern saß die gesamte Akkulaufzeit des Halsbandes nur auf der Veranda vor dem Haus. Erst mit Coco, der Katze der Großmutter seiner Frau, gelang der Versuch.

Innerhalb von drei Stunden, in der Coco auch noch eine Maus fing und zurückbrachte, fand der Rechner im Halsband 23 WLAN-Hotspots. Ein Drittel davon war entweder offen oder nutzte nur das inzwischen leicht knackbare WEP statt moderneren Verschlüsselungen wie WPA. Einige der gefundenen Router liefen zudem noch mit unveränderten Werkseinstellungen. Eigentlich hatte Bransfield das Experiment mehr zur eigenen Unterhaltung gestartet, doch aufgrund der vielen Funde unsicherer Netzwerke präsentierter er seine Arbeit und Ergebnisse und hofft, dass damit auch die Öffentlichkeit etwas aufgerüttelt wird. Immerhin sind nun Katzen daran beteiligt. „Katzen sind für Leute interessanter als die Sicherheit von Informationen“, so Bransfield.