Pleiten, Pech und Pannen – die Urlaubsedition
Manchmal startet ein Urlaub nicht mit Sonne, Strand und guter Laune – sondern mit einem Feuerwerk an Pleiten, Pech und Pannen, das selbst jeder Comedy‑Serie Konkurrenz machen könnte. Und genau so begann eine unserer letzten Reisen nach Kreta.
Während andere gemütlich frühstücken, ihre Koffer packen und sich auf den Flug freuen, standen wir mitten im Flughafen‑Chaos, begleitet von Nervenzusammenbrüchen, Panikattacken, Auslaufmodellen und einem Mietwagen, der uns schon am ersten Tag freundlich zuflüsterte: „Navi? Kenn ich nicht.“
Wenn ihr dachtet, ihr hättet schon alles erlebt – haltet euch fest. Unser Urlaubsstart war so turbulent, dass ich mich zwischendurch ernsthaft gefragt habe, ob irgendwo versteckte Kameras laufen. Aber hey: Wenn das Leben schon Slapstick spielt, kann man wenigstens darüber lachen. Und genau das machen wir jetzt.

Panne 1 – Der Check‑in‑Krimi
Der Urlaub begann – wie sollte es auch anders sein – mit einer Panne, die eigentlich schon Comedy‑Potenzial hatte. Mein Mann hatte versehentlich zweimal sich selbst auf seinen Namen gebucht. Mich? Nicht. Die Hotline meinte entspannt: „Kann man am Flughafen ändern.“ Ich verkniff mir den Hinweis, dass es in Stuttgart gar keinen Schalter der Fluglinie gibt. Warum meinen Mann nervös machen, bevor es nötig ist?
Er schlief wie ein Baby. Ich nicht. Denn ich ahnte, was uns bevorstand.
Am Flughafen lief erst alles gut: Er konnte einchecken, Gepäck aufgeben, alles easy. Dann kam ich dran. Oder besser gesagt: mein nicht vorhandener Platz im Flugzeug.
„Das kann man beim Check‑in nicht ändern. Das hätte 24 Stunden vorher am Schalter passieren müssen.“ Welcher Schalter? Genau. Der, den es nicht gibt.
Wir wurden quer durch den Flughafen geschickt – zu einem Schalter, der natürlich geschlossen war. Andere Airline‑Mitarbeiter versuchten zu helfen, mein Mann zitterte neben mir wie ein Chihuahua im Schneesturm, und ich stand da wie die Ruhe selbst.
Nach gefühlt 27 Telefonaten, Diskussionen und einem Nervenzusammenbruch später mussten wir ein neues Ticket kaufen. Teures Vergnügen – aber ich durfte mitfliegen. Und das war erst der Anfang.

Panne 2 – Panik im Flugzeug & die Auslaufmodelle
Endlich konnten wir mein Gepäck aufgeben und einchecken. Natürlich saßen wir nicht nebeneinander – aber immerhin direkt hintereinander. Kommunikation ohne Schreien quer durchs Flugzeug: Check.
Die Türen schlossen sich. Ich hörte, wie mein Mann versuchte, seinen Sitznachbarn zu beruhigen. Spoiler: Es funktionierte nicht. Der Mann bekam eine Panikattacke und musste SOFORT raus. Also wieder Türen auf, Koffer suchen, Koffer ausladen, Zeit‑Slot verpasst, warten.
Endlich hob der Flieger ab. Ich hoffte auf Ruhe. Ha. Ha. Ha.
Die Passagiere neben mir standen alle 30 Minuten auf, um zur Toilette zu gehen. Beim fünften Mal, als ich wieder aufstehen musste, war ich kurz davor zu sagen: „Wenn ihr Auslaufmodelle seid, nehmt bitte Gangplätze.“
Ich blieb höflich. Aber innerlich war ich ein Vulkan kurz vor Ausbruch. Ich wollte mich einfach nur vom Check‑in‑Fiasko erholen – und nur weil ich äußerlich ruhig war, heißt das nicht, dass ich innerlich nicht geschrien habe.

Panne 3 – Mietwagen, Musik & das Navi‑Debakel
Bei der Mietwagenabholung hatten wir die Uhrzeit falsch angegeben – vor lauter „Endlich wieder Kreta!“-Euphorie. Es gab nur ein Auto mit Upgrade. Nehmen wir. Egal.
Koffer rein, ab ins Hotel, wo wir wie immer herzlich begrüßt wurden. Die Strecke kennen wir im Schlaf – inklusive jedes Schlaglochs. Also: Kein Navi, dafür griechischer Radiosender. Perfekte Urlaubseinstimmung.
Am nächsten Tag stellten wir fest: Das Auto hat zwar ein Navi, aber wir können es nicht mit dem Handy koppeln. Für viele Ausflüge brauchen wir keins, aber manchmal wäre es schon hilfreich.
Also Mietwagenfirma angerufen → Tausch in Hersonisos. Lag sowieso auf unserer Route, aber wieder Zeit verbrannt. Hauptsache danach funktionierendes Navi.

Panne 4 – Die Sache mit den Wischerblättern
Wir hatten endlich unseren neuen Mietwagen und waren voller Tatendrang: Insel erkunden, Navi programmiert, los geht’s! Die Welt war plötzlich wieder schön – ein funktionierendes Navi kann Wunder wirken.
Mein Mann, völlig im „Ich teste jetzt alles“-Modus, probierte begeistert sämtliche Funktionen aus. Alles lief wie am Schnürchen. Alles funktionierte. Alles? Wirklich?
Dann drückte er strahlend die Wischfunktion. „Guck mal, das geht auch!“, sagte er stolz wie ein Kind, das gerade herausgefunden hat, wie man den Fernseher einschaltet.
Ich schaute auf die Windschutzscheibe. Ich schaute auf ihn. Und mit der trockensten Stimme, die ich im Repertoire habe, kam nur: „Ja… sogar ohne Wischerblätter.“
Man hatte uns tatsächlich die Wischerblätter geklaut.
Da standen wir nun, mit einem Mietwagen, der zwar ein funktionierendes Navi hatte, aber bei Regen eher in die Kategorie „Aquaplaning‑Abenteuer“ gefallen wäre. Zum Glück regnet es zu dieser Jahreszeit selten. Sehr selten. Gott sei Dank.
Kreta & ein Herz voller Lachen
Und so endete unser Start in den Kreta‑Urlaub mit einer Pannenserie, die selbst Drehbuchautoren neidisch machen würde. Vom nicht vorhandenen Flugticket über Panikattacken im Flugzeug bis hin zu einem Mietwagen ohne Wischerblätter – wir haben wirklich alles mitgenommen, was man nicht braucht, aber später umso lieber erzählt.
Am Ende standen wir trotzdem lachend da, mit Sonne im Gesicht, Wind im Haar und dem festen Vorsatz: Egal wie chaotisch der Anfang ist – Kreta macht alles wieder gut.
Und vielleicht ist genau das das Geheimnis eines richtig guten Urlaubs: Nicht, dass alles perfekt läuft, sondern dass man am Ende sagen kann: „Es war verrückt, es war chaotisch, es war nervenaufreibend… aber es war unser Abenteuer.“
Und bald ist es wieder soweit und es zieht uns nach Kreta, selbstverständlich das wir natürlich das tun, was wir immer tun :- ) Streunerkatzen versorgen und betüdeln und vielleicht gibt es dann auch noch das eine oder andere interessante Thema dazu.
Aktuell haben wir auch noch eine GoFundme-Kampagne laufen – vielleicht wollt ihr uns dabei unterstützen?
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