Die American Curl – die Katze mit dem Ohr-Extra
Charakter – freundlich, clever und ganz schön geschickt
Die American Curl ist eine echte Frohnatur: freundlich, aufgeschlossen und auch Fremden gegenüber meist ganz entspannt. Kinder? Kein Problem – sie spielt gerne mit ihnen und zeigt sich dabei sanft und geduldig. Ihre verspielte Art macht sie zu einem tollen Familienmitglied, und ihre Intelligenz sorgt für so manche Überraschung. Maunzen? Eher selten. Dafür klettert sie umso lieber und zeigt dabei echtes Talent. Türen öffnen, Dinge verschieben – was du nicht fest verstaust, wird zur Spielwiese für diese clevere Samtpfote.
Haltung & Pflege – unkompliziert mit einem kleinen Ohr-Extra
Ob Kurz- oder Langhaar: Die American Curl ist pflegeleicht. Einmal pro Woche bürsten reicht, außer im Fellwechsel – da darf’s ruhig etwas öfter sein. Ihre Ohren sind ihr Markenzeichen, aber auch ein kleiner Pflegefall: Schau täglich rein und reinige sie bei Bedarf sanft mit einem feuchten Wattebausch. In Sachen Haltung ist sie unkompliziert, aber bitte nicht allein lassen! Sie liebt Gesellschaft – ob von anderen Katzen oder von dir. Und mit ein bisschen Geduld kannst du ihr sogar kleine Tricks beibringen. Clickertraining? Sie ist dabei!

Farben – alles ist erlaubt
Bei der American Curl zählt der Charakter – und der Körperbau. Die Fellfarbe? Völlig egal! Ob Weiß, Schwarz, getigert, gescheckt, Tabby oder Schildpatt – hier ist alles möglich. Das macht sie zu einer der buntesten Rassen überhaupt. Jede Curl ist ein Unikat!
Geschichte – von Shulamith zur Rassekatze
Die Geschichte beginnt in Kalifornien, Anfang der 1980er: Eine schwarze Fundkatze namens Shulamith tauchte auf – mit seltsam gebogenen Ohren. Das Ehepaar Ruga nahm sie auf, und als sie Nachwuchs bekam, war klar: Die Ohrform vererbt sich! Nach genetischen Untersuchungen und viel Engagement wurde die American Curl zur anerkannten Rasse. Um den Genpool gesund zu halten, werden bis heute Katzen mit normalen Ohren eingekreuzt.
Besonderheiten – Ohren mit Schwung und ein sanftes Wesen
Die nach hinten gebogenen Ohren sind das Markenzeichen der American Curl – und können bis zu 180 Grad gekrümmt sein. Die Krümmung zeigt sich erst nach ein paar Tagen und ist mit etwa vier Monaten abgeschlossen. Die Rasse gilt als robust und hat keine typischen Krankheiten. Ihre geringe Unterwolle könnte für Allergiker interessant sein – aber bitte vorher testen! Ein guter Züchter hilft dir mit Haar- und Speichelproben weiter.

Qualzucht?
In Deutschland wird die American Curl nicht pauschal als Qualzucht eingestuft, aber es gibt Bedenken hinsichtlich ihrer Ohrform.
Die nach hinten gebogenen Ohren der American Curl sind das auffälligste Merkmal der Rasse – und genau hier setzen tierschutzrechtliche Diskussionen an. Laut der Qualzucht-Datenbank (QUEN) können solche zuchtbedingten Merkmale unter bestimmten Umständen als Defekt- oder Qualzucht im Sinne des §11b des deutschen Tierschutzgesetzes gelten.
Was bedeutet das konkret?
– Die Ohrkrümmung kann bis zu 180 Grad betragen und ist genetisch bedingt. Zwar verursacht sie laut aktuellen Erkenntnissen keine typischen Schmerzen oder Krankheiten, doch es besteht ein erhöhtes Risiko für Probleme im Gehörgang.
– Tierschutzrechtlich relevant wird die Zucht dann, wenn durch die Ohrform Einschränkungen oder Leiden entstehen – etwa chronische Entzündungen oder gestörte Kommunikation.
– Zuchtverbände wie FIFe oder TICA erkennen die Rasse offiziell an, doch diese Standards haben keine rechtliche Bindung in Deutschland. Entscheidend ist allein das Tierschutzgesetz.
Was solltest du als Halter oder Interessent beachten?
Wenn du dich für eine American Curl interessierst, achte darauf:
– Dass die Tiere aus verantwortungsvoller Zucht stammen.
– Dass die Ohren regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden.
– Dass du dich vorab beim Züchter über mögliche gesundheitliche Einschränkungen informierst.
Die American Curl ist eine freundliche, verspielte Katze mit einem besonderen Look – aber wie bei jeder Rasse mit auffälligen Merkmalen lohnt sich ein genauer Blick auf Herkunft und Gesundheit.
FAQ zur American Curl
- Woher stammt die American Curl?
Sie entstand 1981 in Kalifornien durch eine natürliche Mutation. - Ist die American Curl eine gute Familienkatze?
Ja, sie ist sanft, verspielt und versteht sich sehr gut mit Kindern und anderen Haustieren. - Welche Fellvarianten gibt es?
Kurzhaar und Halblanghaar, beide seidig und pflegeleicht. - Wie alt wird die American Curl?
Etwa 12–16 Jahre, bei guter Pflege auch länger. - Braucht die American Curl Freigang?
Nicht zwingend – sie ist als Wohnungskatze geeignet, solange sie genug Beschäftigung und Gesellschaft hat. - Welche Krankheiten sind typisch für die American Curl?
Keine rassespezifischen Krankheiten – regelmäßige Ohrenpflege ist jedoch wichtig. - Warum heißt sie American Curl?
Weil ihre Ohren charakteristisch nach hinten eingerollt sind.
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