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Shanghai, ich komme! Mein erstes großes Abenteuer in China

Wie manche Blogleser sicherlich wissen, durfte ich vor Kurzem eine ganz besondere Reise antreten. Für jemanden wie mich, die jahrelang aus Rücksicht auf ihre Katzen praktisch keinen Urlaub gemacht hat, war das schon eine kleine Sensation.

Auch wenn es letztlich nur ein paar Tage werden sollten, fühlte es sich dennoch wie eine große Auszeit vom Alltag an. Ein Tapetenwechsel, neue Eindrücke, eine fremde Kultur und vor allem die Gelegenheit, endlich einmal etwas von der Welt zu sehen, anstatt nur davon zu träumen.

Die Vorbereitung für Shanghai

Shanghai, Taubertalperser, Reisen, TravelVorbereitung ist bekanntlich alles. Deshalb begann die Reise für mich nicht erst am Flughafen, sondern bereits Wochen vorher.

Natürlich informierte ich mich ausführlich über mein Reiseziel. Sehenswürdigkeiten wurden recherchiert, Reiseführer gewälzt und interessante Orte in Google Maps markiert. Sicherheitshalber druckte ich mir sogar Karten aus, damit ich mich vor Ort wenigstens halbwegs orientieren konnte.

Dass mir diese Maps später nicht immer so hilfreich sein würden wie erhofft, sollte ich allerdings noch feststellen.

Neben diversen T-Shirts durfte natürlich auch etwas ganz anderes nicht im Koffer fehlen: mein heiß geliebtes Reisekissen von Mediflow. Mittlerweile bin ich leider in einem Alter angekommen, in dem nicht jedes beliebige Kissen automatisch für einen erholsamen Schlaf sorgt. Bevor ich also meine wenigen Urlaubstage mit Nackenverspannungen und Kopfschmerzen verbringen würde, wanderte das Kissen vorsorglich mit ins Gepäck.

Ebenso vorbereitet war ich auf mögliche Sprachbarrieren. Ich hatte mir kleine Kärtchen mit den wichtigsten Sätzen ausgedruckt, die man in einem fremden Land irgendwann einmal brauchen könnte. Da ich bereits mehrfach gehört hatte, dass viele Chinesen nur wenig Englisch sprechen, setzte ich große Hoffnungen in den Google Translator und dessen Übersetzungskünste. Was sollte da schon schiefgehen?

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Das große Abenteuer Shanghai beginnt

Am Abreisetag klingelte der Wecker früh.

Mit gepacktem Koffer und Fotorucksack machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof. Von Würzburg ging es zunächst mit dem Zug nach Frankfurt zum Flughafen. Dank eines günstigen Tickets kostete mich die Fahrt gerade einmal knapp 20 Euro und verlief völlig entspannt.

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Die größte Herausforderung bestand tatsächlich darin, mit einem riesigen Koffer auf die Toilette zu gehen.

Zum Glück gibt es Eltern-Kind- und Behindertentoiletten. Dort hatte ich zumindest genug Platz, um mich zusammen mit meinem rollenden Reisebegleiter zu bewegen.

Natürlich war ich viel zu früh am Flughafen.

Nicht etwa, weil es nötig gewesen wäre, sondern weil ich aufgeregt war. Schließlich wollte ich nichts verpassen, mich nicht verlaufen und auf gar keinen Fall zu spät am Gate erscheinen.

Shanghai, Taubertalperser, Travel, ReisenIronischerweise wurde es am Ende trotzdem knapp.

Nicht wegen meiner eigenen Schusseligkeit, sondern weil die Sicherheitskontrolle beschloss, meine Fotoausrüstung genauer unter die Lupe zu nehmen. Zusätzlich wurden mir noch zwei Feuerzeuge abgenommen.

Das Einzige, was zu diesem Zeitpunkt allerdings wirklich explosiv war, war meine Stimmung.

Viel zu wenig Koffein, Reiseaufregung und dann auch noch Feuerzeug-Konfiszierung. Kein guter Start für die Beteiligten.

Nachdem schließlich alles wieder im Rucksack verstaut war, ging es im Laufschritt zum Gate. Das Boarding für meinen ersten Flug nach Paris war bereits fast abgeschlossen und ich gehörte zu den letzten Passagieren, die noch an Bord gingen.

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Von Paris nach Shanghai

Der Flug nach Paris verlief ruhig und bot bereits die ersten wunderschönen Ausblicke über den Wolken.

Die angekündigten anderthalb Stunden Aufenthalt erschienen zunächst großzügig. Tatsächlich wurden wir jedoch irgendwo auf dem Rollfeld ausgesetzt und mussten erst noch mit Bussen zu unserem Anschlussflug gebracht werden.

Anders formuliert: Plötzlich war die Zeit erschreckend knapp.

Als wir endlich das Terminal erreichten, lief das Boarding für Shanghai bereits auf Hochtouren.

Der Langstreckenflug selbst verlief angenehm und ohne größere Zwischenfälle, auch wenn das Bordessen sicherlich kein Kandidat für einen Michelin-Stern gewesen wäre.

Eingeklemmt zwischen einem selbsternannten Visionär und einem ehemaligen Fremdenlegionär verbrachte ich den Großteil des Fluges mit Dösen, Fotografieren und dem Versuch, irgendwie Schlaf zu finden.

Mit mäßigem Erfolg.

Der Flug selber oberhalb der Wolkendecke war fantastisch schön und die angekündigten 1,5 Stunden „Pause“ in Paris waren irgendwie nicht so lange da wir irgendwo mitten in der Pampa abgesetzt wurden und zu unserer nächsten Maschine transportiert werden mussten – anders formuliert, die Zeit war äußerst knapp denn als wir endlich im Hauptgebäude ankamen war das Boarding für Shanghai schon im vollen Gange.

Der Flug selber war ohne großen Zwischenfälle äußerst angenehm auch wenn das Essen an Board nun nicht das kulinarische Highlight des Tages war – eingeklemmt zwischen einen „Fremdenlegionär“ und einen „Visionär“ kam ich nach Stunden ohne nennenswerten Schlaf in Pudong an.

Und hier war der Landeanflug ein absoluter Traum – durch das Fenster konnte man einen ersten Blick auf Shanghai werfen und es war ein absolut fantastischer Anblick als die Sonne den Oriental Pearl Tower küsste.

Erste Eindrücke von Shanghai

Als wir schließlich in Pudong zum Landeanflug ansetzten, waren alle Strapazen vergessen.

Durch das Flugzeugfenster bot sich ein erster Blick auf Shanghai. Die Morgensonne tauchte die Skyline in warmes Licht, und als ihre Strahlen den Oriental Pearl Tower berührten, war ich schlichtweg überwältigt.

Es war einer dieser Momente, die man nie wieder vergisst.

Ankunft in Shanghai und der erste Kontakt

Nach der Landung ging es zunächst zur Immigration. Da ich weniger als 144 Stunden im Land bleiben würde, benötigte ich kein Visum. Allerdings war ausgerechnet der Schalter, der für meinen Fall vorgesehen war, geschlossen.

Vor mir warteten bereits gefühlt hundert Menschen. Gleichzeitig meldete sich meine Blase energisch zu Wort und ich wollte eigentlich nur noch endlich durch die Kontrolle.

Also fragte ich kurzerhand nach. Zu meiner Überraschung bekam ich sofort ein Formular in die Hand gedrückt, füllte es aus und war kurze Zeit später bereits durch. Manchmal hilft freundliches Nachfragen tatsächlich.

Wenig später hatte ich meinen Koffer eingesammelt und entdeckte bereits meinen Fahrer, der mit Namensschild in der Empfangshalle wartete.

Shanghai, Taubertalperser, Travel, ReisenEr war super freundlich und nach dem Lesen des Buches „Kulturschock China“, das ich jeden China-Reisenden nur empfehlen kann,  wusste ich das die Chinesen gerne rauchen und sich super freuen, wenn sie westliche Zigaretten bekommen.
Na da schließen wir doch mal schnell „Freundschaft“ und bieten ihm eine Zigarette an. Er hat sich gefreut und ich kam endlich zu einer Zigarette.

Danach ging es mit dem Auto entspannt nach Shanghai hinein zu meinem Hotel.

Ich wusste gar nicht, dass Chinesen so disziplinierte Autofahrer sind, es sieht zwar total chaotisch aus wie sie fahren aber sie halten sich penibel an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Könnte allerdings daran liegen, dass man permanent überwacht und auf den Autobahnen fotografiert wird.

Vorbei an blühenden Rapsfeldern, schönen Einfamilienhäusern, grauslichen Hochhäusern ging es nach Shanghai (übrigens viele Hochhäuser waren in wunderschönen rosa gehalten) direkt zu meinem Hotel wo mich der Fahrer perfekt bis in die Hotelhalle brachte, damit ich ja sicher und gut ankomme.

„Feel you welcome in Shanghai“

Ein Satz den ich noch sehr oft zu hören bekommen sollte. Nach dem ich eingecheckt hatte und mein Hotelzimmer bezogen hatte machte ich mich kurz frisch um ganz mutig meine ersten Schritte in Shanghai zu wagen.

Zwischenzeitlich war mir zwar schon ein wenig mulmig – knapp 9.000 Kilometer von daheim entfernt, von Menschen die mich verstehen, wo ich mich auskenne und ich sagte zu mir „Eigentlich hast du ja schon einen ganz schönen Knall“

Aber was macht man nicht alles um die persönliche Neugierde zu stillen, für schöne Fotos und tolle Abenteuer?

Shanghai, Der Bund, Financial District, Oriental Pearl Tower, TaubertalperserAlso auf geht’s meine ersten Schritte in Shanghai begannen nun und führten mich zielstrebig zum Oriental Pearl Tower den man schon von weitem sah. Vorbei ging es an kleinen chinesischen Läden in denen man allerlei fand angefangen von kleinen abgepackten Süßigkeiten bis hin zu Obst oder aber auch Läden bei denen man sich stärken konnte mit allerlei kulinarischen Spezialitäten die Shanghai so zu bieten hatte.

Ich hatte im Vorfeld schon viele Fotos vom Bund, einer der Sehenswürdigkeiten Shanghais gesehen und doch war ich überwältigt als ich dort bei schönsten Wetter angekommen war.

Minutenlang stand ich nur da und bewunderte den imposanten Anblick auf den Financial District mit seinen überwältigenden Wolkenkratzern.

Begeistert zückte ich meine Kamera und machte unheimlich viele Bilder bis meine Blase sich zu Wort meldete und ich das erste Mal eine der chinesischen öffentlichen Toiletten aufsuchen musste.

Akrobatische Höchstleistung und fremde Toiletten

Oriental Pearl Tower, TaubertalperserAndere Länder andere Sitten und so auch andere Toiletten. Abgesehen davon das sie überraschend sauber waren – es gibt dort nur eine Einlassung im Boden, sogenannte Stehtoiletten. Himmel da hat man als Europäer schon ein wenig zu kämpfen vor allem auch mit dem nicht vorhandenen Klopapier und dem Gleichgewicht, wenn man vor sich eine Kamera baumeln hatte und auf dem Rücken einen schweren Fotorucksack.

Irgendwie musste ich da an den Satz denken „Akrobat schön“ ……..

Aber auch diese Hürde meisterte ich und ich konnte danach umso besser noch einmal die wundervolle Aussicht und die unzähligen Blumen, die dort gepflanzt waren genießen.

Es war atemberaubend schön und ich war schon nahe dran die eine oder andere Freudenträne zu vergießen. Es war so beeindruckend.

Zurück ging es über einen anderen Weg in Richtung Hotel und ich fand mich überraschenderweise gut zurecht.

Dumplings, Katzen und mehr

Oriental Pearl Tower, TaubertalperserSo langsam aber sicher machte sich bei mir aber Hunger und Durst bemerkbar so dass ich mich dann „heldenmutig“ in einen der zahlreichen Dumpling-Stores wiederfand wo ich mich mit Stäbchen an einer Suppe und Dumpings mit Shrimps stärkte. Ich habe eine Suppe mit Stäbchen gegessen! Okay, es war nicht perfekt aber ich konnte ja bei den anderen Gästen abgucken wie sie es machten und es klappte dann doch besser als gedacht.

Mein Weg führte mich weiter an kleine Läden und ich konnte auch überraschend viele Katzen in den Läden bewundern. Nicht zum Verkauf, nicht zum Essen, sondern als „Begleiter“ als „Familienmitglied“ und hier sollte ich doch noch das eine oder andere Mal überrascht werden von der Einstellung der Chinesen zu Haustieren, die sich im Laufe der Zeit doch gewaltig gewandelt hatte.

Auch wenn das Wort Tierschutz hier noch nicht wirklich groß geschrieben wird gab es doch einen Wandel. Hier zählt ein Hund mittlerweile zum Statussymbol und wird entsprechend „betüdelt“ und das eine oder andere Mal hätte ich mir gewünscht, dass sich die Chinesen nicht alles vom Westen abgucken.

Aber so langsam aber sicher machte sich doch bei mir die Müdigkeit breit und nachdem ich doch im Flugzeug kaum geschlafen hatte ging es zurück zum Hotel wo ich nach einem ausgiebigen Bad selig in meinem großen breiten Bett und meinem heißgeliebten Reisekissen von Mediflow, meinem nächsten Abenteuer in Shanghai entgegenschlummerte.

Lest hier weiter über meine Abenteuer im Wild Animal Park und meine ganz, ganz persönliche Herausforderung



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