Von dem Glück zwei Fellnasen als Mitbewohner zu haben

Von dem Glück zwei Fellnasen als Mitbewohner zu haben

Oft hört oder liest man davon, dass Katzen doch Einzelgänger wären und sie keinen Partner bräuchten und über dieses Missverständnis möchte ich euch heute etwas schreiben

Landläufig hält sich die Meinung das Katzen Einzelgänger wären weil man meist nur eine Katze alleine auf ihren Streifzügen sieht. Das ist aber leider ein sehr, sehr großes Missverständnis. Katzen sind sehr soziale Tiere, sie spielen gemeinsam, putzen sich oder auch kuscheln gemeinsam beim schlafen. Nur bei ihren Streifzügen oder auf der Jagd sind sie alleine, was eben zu diesen Missverständnis geführt hat.

Katzengruppen auf Bauernhöfen

Selbst auf dem kleinsten Bauernhof leben die Katzen in losen Gruppen zusammen aber es gibt eine sehr strenge Hierarchie bei den Katzengruppen. Und dies sollte man wissen, wenn man sich zu einer Katze eine zweite dazu holen möchte.

Perser vom Taubertal Foto: Johnny Krüger http://www.pfotograf.info
Perser vom Taubertal
Foto: Johnny Krüger
http://www.pfotograf.info

An der letzten Stelle des Katzenrudels stehen immer die kastrierten oder alte Tiere, danach kommen die geschlechtsreifen Tiere und an der Spitze eines jeden Katzenrudels steht im Gegensatz zu den Löwen oder Tigern immer ein potentes Katzenmädchen. Sie sind auch sehr ortsverbunden und verteidigen ihr Revier. Potente Kater dürfen auf Besuch kommen werden auch in der Gruppe aufgenommen, dürfen sich mit den fortpflanzungswilligen Katzen paaren aber danach gehen sie meist wieder falls sie der Duft eines rolligen Katzenmädchens lockt

Hin- und wieder kommt es auch zu Rangkämpfen unter den weiblichen Katzen, hört sich meist furchtbar an und es fliegen da echt die Haare aber entweder bleibt die „Chefin“ bestehen oder sie wird abgelöst bis die nächste meint diesen Posten inne haben zu wollen.

Wohnungskatzen brauchen Partner

Worauf ich aber eigentlich hinaus will, Katzen sollten sofern sie reine Wohnungskatzen sind nicht alleine gehalten werden. Freigängerkatzen können ihre Sozialkontakte draußen bei ihren Streifzügen pflegen. Einer Wohnungskatze bleibt dies verwehrt und mit der Zeit kann ihre Sozialkompetenz verkümmern. Eine 8jährige Katze an einen neuen Partner zu gewöhnen ist sehr, sehr schwer und benötigt sehr viel Fingerspitzengefühl, Geduld und auch sehr gute Nerven.

Was soll man also tun?

Das Beste was man machen kann ist gleich von Beginn an sich zwei Kätzchen nach Hause zu holen, vorzugsweise Wurfgeschwister, dann gibt es sicher keine Schwierigkeiten mit dem einander verstehen. Wenn sie sich vom Züchter ein Kätzchen holen fragen sie gezielt nach zwei Kätzchen die sich gut verstehen. Wir, die Taubertalperser, haben letztes Jahr so ein Pärchen in ein neues Zuhause gegeben und die zwei sind wirklich eine Herz und eine Seele. Sie spielen, kuscheln, fressen und schlafen gemeinsam, sie putzen sich gegenseitig aber sie jagen sich auch gegenseitig so wie es ein ausgelassenes Spiel nun mal erfordert.

Sollte man dazu nicht die Gelegenheit haben und sich aus dem Tierheim oder ähnlichen sich zwei Kätzchen holen nehmen sie sich die Zeit und beobachten sie die Kleinen. Fragen sie die Betreuer der Katzen. Nach kurzer Zeit werden sie schnell feststellen welche zwei Kätzchen besser harmonieren.

Teil 2: Vergesellschaftung von älterer Katzen

 


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