Die Taubertalperser: Alles für die Katze‘ – die Hauskatze das beliebteste Heimtier

Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen haben war ich mal wieder unterwegs in Sachen „Taubertalperser“ aber dieses Mal nicht um für euch nach neuen Produkten Ausschau zu halten sondern um mich entsprechend weiterzubilden getreu dem Zitat

Wer aufhört besser zu werden hat aufgehört gut zu sein.
Philip Rosenthal

Ich finde dieses Zitat oder auch in manch abgewandelter Form wie „Wer aufhört zu lernen, hört auf zu leben“ äußerst zutreffend.

Je älter wir werden umso mehr Lebenserfahrung, mehr Wissen und Weisheit erhalten wir,  aber besser zu werden ist nicht vorrangig ein Prozess des Alters,  sondern eher der inneren Einstellung und der Bereitschaft sich weiterzuentwickeln.
Und spätestens beim Punkt „Weiterentwickeln“ fange ich an zu grinsen wenn ich die eine oder anderen „Copycats“ sehe.
Aber egal  ich halte mich da an die chinesische Weisheit „Kopiere von den Besten“ :-)

Im Laufe der Jahre hat mein Blog hier so manche Veränderung erfahren. Sei es vom Design her aber auch von der Qualität der Bilder, der Berichte und vieles mehr.
Es kamen Rubriken dazu, andere wurden „abgeschoben“. Und während manche Bereiche aktuell eher stiefmütterlich behandelt werden sind andere Bereiche enorm umfangreich.

Und so war es für mich klar, dass ich mich zum ZZF Symposium in Kassel angemeldet habe das ganz unter dem Zeichen „Alles für die Katze“ stand.

Einfach weil ich besser werden will. Und ja, die Teilnahme an dem Symposium hat auch einiges gekostet. Aber rückblickend muss ich echt festhalten es war jeden Cent wert. Aber wirklich jeden einzelnen.

Okay ich war am Sonntagabend als ich heimkam total geplättet und mir schwirrten die ganzen Informationen im Kopf herum. Montags war es noch nicht viel besser ;-)

Aber zusammenfassend kann ich ohne zu zögern sagen, ja es hat mir einiges gebracht.

ZZF Symposium Alles für die Katze – die Hauskatze das beliebteste Heimtier

ZZF Symposium, Taubertalperser, Weiterbildung, Kassel, Alles für die KatzeEine Veranstaltung  für Veterinäre (Praktiker und Beamte) und Zoofachhändler
Mitveranstalter: bpt (Bundesverband praktizierender Tierärzte e.v.)  und BbT (Bundesverband beamteter Tierärzte e.v. (Amtstierärzte))

Das Symposium fand in Kassel im H4-Hotel (dazu gibt’s einen eigenen Bericht) statt und war auch schon für mich auf den ersten Blick super spannend, was auch der Grund meiner Anmeldung war. Davon mal abgesehen sollte auch eine Referentin anwesend sein, die mir bereits wärmstens empfohlen wurde wenn es um das Thema Ernährung gehe. Also genau mein Thema , das wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen.

Pünktlich wurde das Symposium mit einer Ansprache und Begrüßung durch den ZZF-Präsidenten  Norbert Holthenrich eröffnet. Nach den weiteren Begrüssungen durch Dr.Petra Sindern 1. Vizepräsidentin und Stellvertreterin des bpt-Präsidenten sowie Frau Dr. Christine Bothmann, BbT Vizepräsidentin, Sachgebiet Tierschutz, die mich nicht nur mit ihrer angenehmen Sprechstimme sondern auch mit ihrer Einstellung zu manchen Themen beeindruckte, ging es zügig voran und man widmete sich dem ersten Punkt der sehr gut ausgewählten Themen.

Die Hauskatze – Abstammung, Domestikation, Anatomie, Physiologie

Priv. Doz. Dr. Petra Kölle, Oberärztin Ernährungsberatung; Medizinische Kleintierklinik der LMU München erzählte uns hier sehr anschaulich vieles über die Katze – vieles davon war mir schon bekannt und wusste ich darüber Bescheid aber es gab dann doch noch so den einen oder anderen interessanten Aspekt und zack – schon hatte ich wieder angeregt durch die Referentin ein Blogthema das eigentlich gar nichts mit diesem Symposium zu tun hatte.

Aber manchmal fällt mir ein Thema echt sprichwörtlich vor die Füße:-)

ZZF Symposium, Taubertalperser, Weiterbildung, Kassel, Alles für die KatzeSpäter erzählte sie uns auch noch einiges zum Thema „Barf“ und im speziellen BARF – Auch für die Katze? und sie präsentierte da einige Modelle und auch mehr oder weniger einige Möglichkeiten von BARF das es bereits online so gibt.

Grinsen musste ich bereits als sie von einem Futterhersteller das Bild einer Futterdose präsentierte mit „Barf für Katzen“ und meinte sinnbildlich „was zum Geier soll das? BARF ist ROH!!!!!“

Vor Lachen umgefallen bin ich dann aber diesbezüglich am Ende des Symposiums, als ich entdeckte das ein Vertreter dieses Unternehmens unter den Teilnehmern war :-) Ehrlich, ich lach heute noch darüber. War einfach zu genial. Vielleicht hat er dies aber mal als Anregung mitgenommen um einiges zu überdenken. Wer weiß das schon ……

Was braucht die? – Bedarfsgerechte Fütterung in der Praxis

Aber einige Referenten haben sich eindeutig positiv eingeprägt. So wie auch Dr. med. vet. Julia Fritz, Diplomate ECVCN, FTÄ für Tierernährung und Diätetik.

Wahnsinn, wer die Möglichkeit hat einen Vortrag und/oder Weiterbildung bei ihr besuchen zu können sollte dies unbedingt machen. Ihre Ansätze, ihr Wissen und vor allem auch die Art wie dieses Wissen weitergegeben wird durch sie waren einfach atemberaubend.

Ihr Thema  war aber auch unheimlich umfangreich und interessant. 

Ich kam da gar nicht mit dem mitschreiben hinterher, weil so viele interessante Ansätze und Punkte dabei waren, inkl. Verweise auf noch nicht publizierte Studien etc. Ich habe Sie später beim gemeinsamen Abendessen auch noch darauf angesprochen und sie hat mir versichert, dass ich sämtliche Informationen erhalten werde und falls ich noch etwas brauche kann ich mich gerne an sie wenden.

Sie hat seit dem Vortrag eindeutig einen Fan mehr :-)

Aber auch ihr zweites Thema Was es nicht alles gibt! – Trocken, nass, halbtrocken, Premium, Allein- und Ergänzungsfuttermittel, Medizinal- und Diätfuttermittel hatte es in sich zumal es hier auch um die Deklaration etc. ging.


Nicht nur wenn sie Hunger hat – Jagd und Fressverhalten der Hauskatze

Weitere spannende Themen lieferte Dr. rer. Nat.Willa Bohnet, ihres Zeichens Diplom-Biologin an der tierärztlichen Hochschule Hannover mit ihrem Thema „Nicht nur wenn sie Hunger hat“ – Jagd und Fressverhalten der Hauskatze“ dieses sowie das weitere Thema Wohnung oder Freigang gingen irgendwie nahtlos ineinander über so das eine Trennung da echt schwer fiel.

Besonders interessant fand ich die Punkte auch mit den Pheromonen und warum manche Katzen so gerne gaaaanz weit oben kratzen bei einem Baum. Dies hat überraschenderweise ja nichts damit zu tun, dass sie sich beim Kratzen gerne strecken sondern eher das sie anderen gerne signalisieren mit ihren Duftstoffen die sie über die Ballen verteilen „Guckt mal, hier bin ich und ich bin soooooo groß“

ZZF Symposium, Taubertalperser, Weiterbildung, Kassel, Alles für die KatzeAuch zum Thema Fütterungsort und Schüsseln gab es ein paar interessante Punkte und ich denke, das wird aber wirklich ein Thema für einen separaten Beitrag sonst wird dieser hier viel zu lang. Apropos Fütterung – wir bekamen zwischendurch auch eine entsprechende Stärkung :-)

Übrigens alle Referenten waren auch begeisterte und leidenschaftliche Katzenhalter – die wussten tatsächlich von was sie sprechen und dies war kein Wischiwaschi auch wenn ich in einigen Punkten nicht so ganz konform ging mit einigen Informationen.

Kratzbaum und so – die katzengerechte Wohnung

Am nächsten Tag folgten dann die Beiträge von Dr. med. vet. Angelika Drensler, FTÄ für Kleintiere, Elmshorn  und Autorin von Catitude über Kratzbaum und so – Die katzengerechte Wohnung sowie Von Katzenklappe bis zur automatischen Futterbar – geeignetes und weniger geeignetes Zubehör für die Katzenhaltung

Anschließend gab es dann noch eine Podiumsdiskussion mit den Referentinnen und mein persönliches Highlight in dieser Diskussionsrunde war sicherlich die Aussage und die Empörung der Dr. Christine Bothmann, BbT –  Vizepräsidentin, Sachgebiet Tierschutz, als man das Thema auf veganes Katzenfutter brachte „Eine reine vegane Fütterung einer Katze stellt einen Verstoß gegen §17 TierSchG dar und gilt als genehmigungspflichtiger Tierversuch“

Kastrationspflichten vs. Kastrationsaktionen

Auch interessant für mich war zu erfahren, dass diese Kastrationspflichten recht wenig bringen. Viel effektiver sind die „Zuschüsse“ die die jeweiligen Bundesländer zur Verfügung stellen.

ZZF Symposium, Taubertalperser, Weiterbildung, Kassel, Alles für die KatzeDa stellt das eine oder andere Bundesland eine hübsche 6stellige Summe bereit und ein Tierschutzverein organisiert dann entsprechende Kastrationsaktionen bei denen vorzugsweise weibliche Katzen aus Kostengründen kastriert werden.  Eine Katerkastration würde zwar einfacher gehen aber sobald kein potenter Kater mehr im „Revier“ ist würden andere unkastrierte Kater dieses übernehmen und eine entsprechende Zuwanderung stattfinden.

So wurde z.B. in Schleswig-Holstein ein entsprechender Fonds geschaffen und bereits beim Probelauf im Jahre 2014 konnten über 2.700 Tiere kastriert werden. Und aufgrund der guten Erfolgsquote wurde diese Aktion fortgesetzt und so hatte man schon bis 2017 ca. 10.000 wild lebende Hauskatzen kastriert was auch bei Tierheimen die Anzahl der abgegebenen Funkatzen um bis zu 30% reduzierte.

Ich persönlich würde ja ein Kombi-Modell aus beiden Ideen bevorzugen – Kastrationspflicht und Kastrationsaktion.  Aber dies ist ein sehr umfangreiches Thema.

Ihr merkt schon, ich bin mit vielen neuen Informationen und Wissen von diesem Symposium zurückgekehrt und auch wenn es anstrengend war so war es doch furchtbar interessant und ich konnte viel  für mich mitnehmen.

So aber jetzt versuch ich mich und meine Notizen weiter zu sortieren und wünsche  einen schönen Tag für euch und eure Fellnasen und ihr werdet das eine oder andere Thema von diesem Wochenende in meinem Blog wiederfinden.

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