FHV – Wenn die Katzenschnupfen-Viren anklopfen
Das Feline Herpesvirus (FHV-1), auch bekannt als Rhinotracheitis-Virus, ist ein alter Bekannter in der Welt der Katzenmedizin. Es gehört zu den häufigsten Erregern von Atemwegserkrankungen bei Katzen – und obwohl der Name dramatisch klingt, ist die Erkrankung meist gut behandelbar.
Was passiert bei einer FHV-Infektion?
FHV befällt die oberen Atemwege und äußert sich durch Symptome wie Niesen, Nasenausfluss und tränende Augen. Besonders auffällig ist die Bindehautentzündung, die viele betroffene Katzen entwickeln. In seltenen Fällen kann das Virus auch die Fortpflanzungsorgane beeinträchtigen – ein Aspekt, der bei Zuchtkatzen besonders relevant ist.
Wie steckt sich eine Katze an?
Die Übertragung erfolgt über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Nasensekret und Tränen – aber auch über gemeinsam genutzte Näpfe oder Spielzeug. Einmal infiziert, bleibt das Virus oft lebenslang im Körper und kann bei Stress reaktiviert werden. Deshalb gilt: Auch symptomfreie Katzen können das Virus weitergeben.
Das Feline Herpesvirus Typ 1 (FHV-1) ist ein hochinfektiöser Erreger, der fast ausschließlich Katzen betrifft. Die Übertragung erfolgt auf mehreren Wegen:
1. Direkter Kontakt
- Die häufigste Ansteckungsquelle sind infizierte Artgenossen, die das Virus über Speichel, Nasen- und Augensekret ausscheiden.
- Besonders beim Putzen, Spielen oder Kämpfen kann das Virus leicht von einer Katze zur nächsten übertragen werden.
2. Indirekter Kontakt
- Das Virus kann auch über kontaminierte Gegenstände wie Futternäpfe, Wasserschalen, Katzentoiletten, Decken oder Spielzeug weitergegeben werden.
- Obwohl FHV-1 ein behülltes Virus ist – und damit relativ empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen – kann es unter kühlen Bedingungen (z. B. 4 °C) mehrere Wochen infektiös bleiben.
3. Tröpfcheninfektion
- Beim Niesen oder Husten gelangen virushaltige Tröpfchen in die Luft und können über kurze Distanzen andere Katzen infizieren. Besonders in Tierheimen, Zuchten oder Mehrkatzenhaushalten ist das Risiko einer schnellen Ausbreitung hoch.
4. Latente Träger
- Ein besonders tückischer Aspekt: Katzen, die einmal infiziert waren, bleiben meist lebenslang Träger des Virus.
- Das Virus „versteckt“ sich in den Nervenzellen und kann bei Stress, Krankheit oder Immunschwäche reaktiviert werden – selbst wenn die Katze äußerlich gesund erschein.
- Diese Reaktivierung führt zur erneuten Virusausscheidung, wodurch andere Katzen angesteckt werden können, ohne dass der Träger selbst Symptome zeigt.
5. Übertragung während der Trächtigkeit
- In seltenen Fällen kann das Virus auch in utero von der Mutter auf die ungeborenen Kätzchen übertragen werden. Dies kann zu Fehlbildungen der Augen oder anderen Entwicklungsstörungen führen
Hygiene ist der beste Schutz
Da das Virus durch viele Wege übertragen werden kann, ist konsequente Hygiene entscheidend:
- Regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Näpfen, Decken und Spielzeug
- Trennung von infizierten und gesunden Katzen
- Stressvermeidung zur Reduktion von Reaktivierungen
Was hilft bei einer Erkrankung?
Die gute Nachricht: Mit liebevoller Pflege und tierärztlicher Unterstützung ist FHV meist gut in den Griff zu bekommen. Wichtig sind:
- Ruhe und stressfreie Umgebung
- Luftbefeuchtung zur Schleimlösung
- Ausreichend Flüssigkeit und ausgewogene Ernährung
- Medikamentöse Unterstützung (z. B. Antibiotika, Interferon, Augentropfen)
In der Regel ist die Erkrankung nach ein bis zwei Wochen überstanden – bei jungen oder geschwächten Katzen sollte man jedoch besonders wachsam sein.
Impfung – Schutz mit Grenzen
Die FHV-Impfung ist ein wichtiger Baustein der Katzengesundheit. Sie schützt zwar nicht vollständig vor einer Infektion, kann aber den Ausbruch und die Schwere der Erkrankung deutlich reduzieren. Der Impfplan beginnt im Kittenalter und sollte regelmäßig aufgefrischt werden.
Fazit: FHV ist kein Grund zur Panik, aber ein guter Grund für Vorsorge. Mit Wissen, Fürsorge und einem wachsamen Blick bleibt deine Katze gesund – und du entspannt.
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