Max, der sensible Rüpel – ein Kater zum Verlieben
Über die „Findung“ und den Einzug der zwei Ganoven habe ich schon ausführlich in der Vorstellung von Moritz berichtet.
Allerdings saßen wir alle ausnahmslos alle einen gewaltigen Irrtum auf. Wir gingen davon aus, dass Moritz Max braucht als Stütze, als Halt. Tatsächlich war und ist es aber ganz genau andersrum.
Max ist dermaßen sensibel. Schimpfen mit ihm ist witzlos, es bricht uns selbst das Herz, wenn er dann vor uns sitzt mit einem Blick und einer Körperhaltung wo wir genau wissen
„Nein, er ist nicht böse oder ungezogen, er ist unsicher“
Und er will uns gefallen. Okay sein „schlechtes Gewissen“ dauert gerade mal eine Sekunde und nicht mehr. Da hat er ein wenig Probleme es mit seinen zugehörigen Synapsen zu verbinden, um es beim nächsten Mal nicht mehr zu machen 😊
Aber das ist halt Max.
Oder auch wenn wir böse sind „Hör mal du Schlumpfdibumpfti „ 😊
Max hatte lange Zeit noch Verlassensängste. Wie wir im Tierheim erfuhren, war er mit Moritz bereits einmal vermittelt aber die beiden wurden – vermutlich wegen Überforderung – wieder zurückgebracht.
Und ja, heranwachsende Katzen sind anstrengend – bei uns wackelten zu Beginn tatsächlich die Wände, wenn die zwei im vollen Galopp durchs Haus rannten. Aber dies erklärt auch teilweise sein Verhalten. Seine Unsicherheit.
Geboren um zu lieben ….
Max wurde im April im Tierheim geboren. Einem Ort, wo es nicht diese Zuneigung gab, die kleine Kätzchen zu Beginn ihres Lebens erfahren sollten.
Auch wenn man sich im Tierheim enorm bemüht hatte, bleibt so ein Aufenthalt nicht ganz ohne Spuren. Und so haben wir die erste Zeit damit verbracht diesen Rabauken alles zu zeigen was wichtig ist. Und vor allem Aufmerksamkeit und Zuneigung.
Moritz hat diese Zuneigung sofort für sich entdeckt und genossen nur bei Max dauerte es länger. Viel länger und es hat ein gutes Jahr gedauert, bis er wirklich bei uns angekommen war. Max hat eine enorm empfindsame Seele, die er mit seiner ungestümen Art versucht zu überdecken.
Dabei will er nur lieben und geliebt werden.
Max ist die erste Katze, bei der ich erleben durfte, dass sie freudig quietschen können.
Ja, so habe ich auch geguckt, als ich heimkam, Max mich sah und in ein Quietschen ausbrach und vor lauter Freude nicht mehr wusste, wie er sich gebärden sollte 😊
Das Quietschen macht er mittlerweile nicht mehr, aber wenn er weiß, dass ich heimkomme (ja Katzen kennen die Zeiten) steht er schon aufrecht an der Tür und wartet bis ich die Treppe hochkomme, um mich dann überschwänglich zu begrüßen 😊
Oder auch wenn ich im Homeoffice bin, weiß er ganz genau, wann ich eigentlich Feierabend habe, und dann steht er laut jammernd vor der Bürotür. Also von daheim aus Überstunden machen ist nicht 😊 Da hat Max was dagegen wie er auch lautstark mitteilt 😊
Max seine Spleens
Max versucht permanent seine Liebe gleichmäßig aufzuteilen zwischen meinen Mann und mir. Mal liegt er neben ihm auf dem Sofa, mal neben mir. Nur in der Nacht, da liegt er immer bei meinen Beinen um dann morgens, wenn ich aufstehe freudig zu eskalieren frei nach dem Motto
„Sie lebt!!! Guckt mal, sie lebt!!“
Und bevor ich ihn da nicht ausgiebig beflauscht habe, brauche ich nicht daran denken aufzustehen 😊
Was weitaus anstrengender ist, ist seine Vorliebe für alles, was raschelt oder sich zum Apportieren eignet.
Mittlerweile werden alle Leckerli-Tüten gut verschlossen aufbewahrt, aber er hat mittlerweile herausgefunden wie er die Dose, in der sich die Schleckcremes befinden aufmachen kann. Ja Max hat gelernt das Dosen mit Drehverschluss zum Öffnen sind und so saß er eines Morgens auf der Küchenarbeitsplatte. Vor ihm die Dose mit dem Schleckcremes aus der er bereits einige rausgefischt hatte für die anderen Katzen, die vor der Arbeitsplatte auf dem Boden saßen und sich die einverleibten. Und Max thronte oben auf der Arbeitsplatte wie der König, betrachtete stolz sein Werk und unter seiner Pfote befand sich auch noch eine Schleckcreme.
Ich liebe Katzen – mein tägliches Mantra, seit wir Max haben 😊
Max weiß aber ganz genau, dass er dies nicht darf und so verschwindet er meist mit seiner Beute in einer Katzenhöhle. Ich habe dort schon die unmöglichsten Sachen rausgeholt – von einer leeren Katzenfutterdose bis hin zu einer Spülbürste.
So ein Kater von Welt kann wohl alles gebrauchen.
Unvergessen wohl mein Ausspruch
„Was zum Teufel willst du denn damit? Du kannst nicht mal lesen!“
als er versuchte die Zeitung zu stehlen.
Was Max liebt
Max liebt eigentlich alles, was ich ihm so vor seine entzückende Nase lege oder stelle. Aber am meisten freut er sich über Schleckcremes. Da wird alles vergessen und da zählt nur er und seine Schleckcreme 😊 Zum Leidwesen meiner Finger 😊
Er liebt es aber auch Sachen durch die Gegend zu schleifen – harmlos sein Spielzeug, amüsant meine Kuscheldecke auf dem Sofa, die auf wunderbare Weise den Weg ins Schlafzimmer findet. Vermutlich hatte er Angst, das ich friere.

Er hat mal von einer lieben Leserin so einen Rascheldonut bekommen, den er heiß und innigst liebt – der einzige Grund warum dieser noch im Wohnzimmer liegt – er passt einfach nicht durch die Katzentüre 😊
Wenn wir etwas vermissen und suchen, seit wir Max haben gucken wir immer zuerst in seinen bevorzugten Verstecken nach 😊
Max at Work
Mit Max ins Fotostudio zu gehen ist ein wenig wie ein Ritt auf dem Vulkan 😊 Jederzeit kann er ausbrechen und eskalieren 😊 Oh….ein Fototisch, …… oh ein Spielzeug …… oh ein weiß-der-Geier-was 😊
Da er gerne ausgesprochen hilfreich beim dekorieren ist, ist es echt hilfreich zuerst das Set aufzubauen und erst dann den Kater ins Studio zu lassen, sonst wird das nichts 😊 Aber ansonsten ist er sehr bemüht mir zu gefallen und das sieht man auch auf den Fotos 😊
Habt ihr auch so niedliche Kater, die einfach nur gefallen und geliebt werden wollen? So ein kleines Rülpelchen mit einem Herz aus Gold?
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