Wenn der Garten zum Leben erwacht  …..

Viele von euch haben es schon mitbekommen, dass ich unserem Garten etwas mehr Aufmerksamkeit mittlerweile widme, als noch zu meiner aktiven Zeit als Katzenzüchter.

Ist aber auch kein Wunder, ich habe nun einfach mehr Zeit und kann mich nun auch anderen Bereichen rundherum widmen und das ist auch ganz okay so.

Aber ich entdecke hier im Garten laufend etwas Neues und kann gewisse Parallelen zur Katzenhaltung finden. Je besser ich die Katze ernähre umso gesünder ist sie als Gesamtes, sie ist aktiver, spielfreudiger, ihr Fell glänzt und vieles mehr.

Wenn eines zum anderen führt

So ist es auch bei uns im Garten zu beobachten. Ich habe sehr viele Pflanzen gesetzt wo ich weiß, dass diese Insektenfreundlich sind. Nein, nicht nur Bienen- sondern gleich Insektenfreundlich.

Manches „Unkraut“ bleibt mittlerweile auch stehen weil ich die darauf befindlichen Käfer so schön finde oder weil sich darauf gerade Marienkäfer verpuppt haben.

Ja genau, selbst Unkraut hat so seine Bestimmung in der Natur und was manche achtlos ausreißen und auf den Kompost werfen ist für viele Insekten eine wichtige Lebensgrundlage.

So durfte ich auf dem Giersch, der vielen Gartenbesitzer ein Dorn im Auge ist nicht nur die farbenfrohe Streifenwanze beobachten sondern entdeckte dort einen Käfer, den ich bis dato noch gar nicht so wahrgenommen hatte.

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Einen Pinselkäfer, genauer gebänderter Pinselkäfer.

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Ist  der nicht hübsch?

Brennessel werden sehr gerne von Blattläusen heimgesucht die aber nicht nur für Ameisen leckere Nahrung liefern, sondern auch den Marienkäfer und seine Larven ernährt.

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Schwebfliegen und andere Insekten, die so munter die eine oder andere Pflanze umkreisen sind gute Proteinlieferanten für die einheimischen Gartenvögel, die dieses Jahr bei uns mehr als erfolgreich ihre Brut aufgezogen haben.

Dieses Jahr haben die Gartenrotschwänzchen nicht nur zwei Jungvögel gehabt sondern drei und auch bei den Kohlmeisen konnte ich einen positiven Anstieg verzeichnen.

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Wildbienen, Hummeln und andere Tierchen

In Bayern und Baden-Württemberg gab es dieses Jahr ein Volksbegehren zum Thema Artenvielfalt und Bienensterben was ich durchaus begrüße. Ich finde den neuen Trend der Schottergärten absolut grauenhaft und kann denen nichts abgewinnen. Und so „benutzerfreundlich“ wie sie auf den ersten Blick erscheinen sind sie absolut nicht. Spätestens im dritten Jahr hat man sämtliche Gräser der Umgebung darin verstreut die darin fröhlich vor sich hinwuchern.

Da gibt es nur zwei Möglichkeiten – weg mit den Gräsern manuell – man rupft sie händisch einzeln raus oder aber man greift zu Herbiziden.

Ob dies nun so prickelnd ist?

Viele Insekten leben in Felsspalten, die würde man damit gleich mitumbringen. Allen voran z.B. die Blattschneiderbiene oder auch Fliegen, Mücken und anderes Getier. Aber auch die haben in der Natur ihre Bestimmung und Daseinsberechtigung.

Wenn man keine „Arbeit“ mit dem Bereich haben will wäre die perfekte Alternative je nach Lage und Bodenbeschaffenheit ein Sandarium oder eine Wildblumenmischung aussäen und einfach wachsen lassen :-)

Seit ich hier so viele Blumen und Stauden angepflanzt habe komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Vor allem es war mir absolut nicht bewusst wieviele verschiedene Arten von Wanzen es gibt und bevor nun wer kreischt „Ihhhh….“ Seht euch mal an wie interessant und hübsch gefärbt sie sein können.

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Wusstet ihr, dass es rund 560 Bienenarten in Deutschland gibt?

Habt ihr schon gewusst, dass die Mauerbiene ihre Nester vorzugsweise in Löchern baut und die Blattschneiderbiene ihren Namen gemäß Blätter zusammenschneidet um sie als Nistmaterial zu verwenden?

Übrigens eine internationale Studie zeigt, dass die wildlebende Verwandtschaft effektiver arbeitet als die „herkömmlichen“ Honigbienen.

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Bei den Hummeln sieht es nicht viel anders aus.  Hiervon sind in Deutschland 41 Arten heimisch. Ich mag ja diese extrem pelzigen Hummelchen – sie sehen so super flauschig aus und es ist ein ausgesprochen humorvolles Spektakel wenn so eine kleine dicke Pummelfee versucht in einen Blütenkelch zu kommen ….. bemerkenswert auch, dass sie dann wieder rauskommen J

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Im Übrigen,  Schmetterlinge lieben Fenchel, wilde Möhre und auch Dill ;-)

Und das von vielen Landwirten gefürchtete Jakobskreuzkraut ist eine wichtige Lebensgrundlage für den Blutbären und seine Raupen, die leider mittlerweile auf der roten Liste stehen.

Regenmesser, TFA Dostmann, Taubertal, Taubertalperser, Katzenblog, Pflanzen, Blumen, Schmetterlinge, Insekten, BienenAufgrund der mittlerweile doch recht heißen Sommer habe ich mir nicht nur einen wunderschönen Regenmesser von TFA Dostmann zu den Blumen gesteckt (übrigens – ich bin ja so eine kleine Lokalpatriotin, das Unternehmen kommt, wie könnte es auch anders sein aus dem Taubertal) sondern habe mir auch einen IBC-Behälter in de Garten gestellt. Hier kann ich sehr gut Regenwasser sammeln und zum gießen meiner sämtlichen Blumen verwenden. Da wir in Hanglage wohnen haben wir leider kein Brunnenwasser und ich sehe es nicht ein, gutes Trinkwasser zum gießen zu verwenden. Muss ja nicht sein, wenn man andere Möglichkeiten hat.

Habt ihr auch einen Garten und macht etwas für die Bienen- und Insekten? Falls nicht, es würde mich freuen wenn ich dem einen oder anderen einen kleinen Schubs in diese Richtung gegeben hätte :-)

Wir können nicht die Welt retten aber wir können sie ein klein wenig besser machen :-)

Hier noch ein paar Impressionen für Euch :-)

 



2 Gedanken zu „Wenn der Garten zum Leben erwacht  …..

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