Das richtige Klomanagement bei der Katze – Taubertalperser
Wenn Katzen sprechen könnten, würden sie uns wahrscheinlich Folgendes sagen: „Dein Katzenklo? Nett gemeint, aber… nein.“ Und genau so sieht es dann auch aus: Streu im ganzen Haus, Pipi über dem Rand, Häufchen davor statt darin – ein tägliches Chaos, das viele Halter*innen nur zu gut kennen. Doch das Überraschende ist: Die meisten dieser „Katastrophen“ lassen sich vermeiden. Und zwar viel einfacher, als man denkt. Alles beginnt mit einem Katzenklo, das wirklich zu deiner Katze passt.
Das richtige Katzenklo
Man mag es kaum glauben: Katzentoiletten gibt es in unzähligen Farben, Formen und Größen – und trotzdem unterscheiden sie sich so stark, dass man unbedingt genauer hinschauen sollte. Denn viele der typischen „Katzenklo‑Probleme“ beginnen genau hier.
Die meisten Streuhersteller empfehlen eine Füllhöhe von mindestens fünf Zentimetern, mehr ist immer besser. Und genau daran sollte man sich bei der Wahl der Toilette orientieren. Je höher der Rand, desto höher kann man das Streu einfüllen – und desto wohler fühlt sich die Katze beim Scharren und Verrichten ihrer Geschäfte. (Dass manche Katzen trotzdem nicht zuscharren, ist übrigens kein Zeichen von Faulheit, sondern oft ein Ausdruck von Dominanz: „Hier kacke ich – also gehöre ich hierher.“)
Doch die Höhe allein reicht nicht. Auch die Größe der Toilette ist entscheidend. Kleine Klos verleiten dazu, dass der Katzenpopo über den Rand hängt, die Katze sich kaum drehen kann und beim Scharren jede Menge Streu herausfliegt – sehr zum Leidwesen der Halter*innen. Eine großzügige Toilette mag auf den ersten Blick überdimensioniert wirken, steigert aber das Wohlbefinden der Katze enorm und verhindert viele Missgeschicke von vornherein.
Ich persönlich verwende sehr gerne die Megatray von Fressnapf. Sie bietet nicht nur eine angenehme Größe, sondern hat hinten auch einen erhöhten Rand – perfekt, wenn man einen kleinen Stehpinkler zu Hause hat.
Weitere Modelle, die wir hier verwenden sind Edelstahltoiletten. Diese haben den charmanten Vorteil das sie weitaus robuster sind und auch keinen Geruch annehmen. Damit man lange eine Freude daran hat sollte man aber schon noch das eine oder andere beachten.
Doch damit sind wir noch lange nicht am Ende. Es gibt ein paar weitere Punkte, die oft übersehen werden, aber im Alltag eine große Rolle spielen.
Achtet unbedingt darauf, dass das Katzenklo eine komplett ebene Fläche hat. Manche Modelle sind hübsch geschwungen oder haben kleine Füßchen – optisch süß, praktisch aber ein Albtraum. In den Vertiefungen sammelt sich Streu, das festklebt und sich mit der Schaufel kaum lösen lässt. Ein kleiner Trick hilft: Die Toilette am Rand leicht anheben und einmal auf den Boden klopfen. Wenn genug Streu eingefüllt ist, löst sich der Klumpen und wandert nach oben – Physik sei Dank.
Auch runde Ecken sind beim Reinigen eher unpraktisch, weil man mit der Schaufel nicht sauber hineinkommt. Je gerader die Innenflächen, desto leichter und hygienischer die Reinigung.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Wahl des richtigen Katzenklos ist der Standort – und der wird oft unterschätzt. Katzen würden in freier Natur niemals mitten auf einer offenen Fläche ihr Geschäft verrichten. Sie suchen geschützte, ruhige Orte auf, an denen sie sich sicher fühlen. Genau dieses Bedürfnis sollten wir bei der Auswahl und Platzierung des Katzenklos berücksichtigen.
Geschützter Standort oder Durchgangszone?
Wenn ihr einen ruhigen, wenig frequentierten Raum wie das Badezimmer habt, reicht ein offenes Katzenklo in der Regel völlig aus. Die Katze fühlt sich dort sicher genug, um entspannt ihre Notdurft zu verrichten.
Steht das Klo jedoch im Flur, Wohnzimmer oder anderen Durchgangsbereichen, sieht die Sache anders aus. Dort laufen Menschen vorbei, es ist lauter, hektischer – und viele Katzen mögen das gar nicht. In solchen Fällen ist ein geschlossenes Katzenklo oft die bessere Wahl. Es bietet optisch mehr Ruhe, schirmt ab und sorgt dafür, dass sich die Katze nicht beobachtet fühlt.
Elektrische Katzentoiletten – Komfort oder komplizierter als gedacht?
Elektrische Katzentoiletten wirken auf den ersten Blick wie die ultimative Lösung: Sie reinigen sich selbst, reduzieren Gerüche und sollen den Alltag erleichtern.
Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail – und nicht jede Katze, nicht jeder Haushalt und nicht jedes Budget profitiert tatsächlich davon.
Mehr könnt ihr da in meinem Beitrag dazu lesen.
Geschlossene Toilette? Dann bitte mit Bedacht!
Wenn ihr euch für eine Haubentoilette entscheidet, achtet auf zwei Dinge:
- Einstiegsklappe entfernbar — Manche Katzen kommen mit der Klappe nicht zurecht oder fühlen sich dadurch eingeengt. Es ist wichtig, dass ihr sie problemlos abnehmen könnt.
- Gute Luftzirkulation — Keine Katze möchte im eigenen Mief stehen. Modelle mit Aktivkohlefilter haben sich hier sehr bewährt, weil sie Gerüche reduzieren, ohne die Luft komplett „abzuschneiden“.
Wenn Optik eine Rolle spielt
Für alle, die das Katzenklo nicht offen herumstehen haben möchten, gibt es inzwischen richtig schöne Lösungen:
- Design-Klos wie das Petcube, die sich harmonisch in die Wohnung einfügen.
- Katzentoiletten-Schränke, die Zooplus und viele andere Anbieter führen. Sie verstecken das Klo komplett, bieten aber gleichzeitig einen geschützten, ruhigen Raum für die Katze.
Solche Möbelstücke sind nicht nur hübsch, sondern auch funktional – sie reduzieren Gerüche, verhindern Streu im ganzen Raum und geben der Katze ein Gefühl von Privatsphäre.
Katzenkloschrank selber bauen oder doch eher kaufen?
Eine selbstgebaute „Klo‑Behausung“ kann eine tolle Lösung sein – aber nur, wenn man ein paar sehr praktische Realitäten im Hinterkopf behält. Auch die sauberste Katze hat mal einen schlechten Tag: Ein Häufchen landet daneben, Durchfall spritzt an die Wand oder der Schwanz zieht eine Spur durch die Hinterlassenschaft. Genau dann zeigt sich, ob die Konstruktion wirklich alltagstauglich ist. Offene Holzflächen oder unbehandelte Möbel nehmen solche „Unfälle“ übel, weshalb eine abwaschbare, glatte Innenverkleidung fast Pflicht ist. Selbstklebende Folie oder PVC‑Platten sind hier Gold wert, weil sie sich schnell reinigen lassen und Gerüche nicht aufnehmen.
Wer handwerklich geschickt ist, kann sich so eine Behausung natürlich selbst bauen. Aber man sollte ehrlich durchrechnen, was Material, Zeit und Nerven kosten. Wenn kein passender Schrank ohnehin schon herumsteht, wird ein DIY‑Projekt schnell teurer als gedacht. Fertige Modelle sind oft günstiger, sofort einsatzbereit und optisch ansprechend – allerdings selten perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten. Ein besonders schickes Modell ist von Feandra in Holzoptik.
Standard‑Kloschränke funktionieren gut, wenn sie zum Einrichtungsstil passen und die Maße stimmen. Dann lohnt sich das Selberbauen kaum. Bei uns steht zum Beispiel der von Kerbl*, allerdings nicht als Kloschrank, sondern als gemütliche Schlummerhöhle. Dank der Tür lässt er sich leicht öffnen und reinigen, was im Alltag enorm hilft.
Wenn ihr jedoch etwas Individuelles wollt – eine Lösung, die exakt zu eurer Wohnung, eurer Katze und euren Vorstellungen passt – dann ist ein Eigenbau unschlagbar. In diesem Fall darf die Stichsäge gerne zum Einsatz kommen.
Die Anzahl der Katzentoiletten kann entscheidend sein
Die Anzahl der Katzentoiletten ist ein Punkt, den viele Halter*innen unterschätzen – dabei kann er entscheidend dafür sein, ob eine Katze sauber bleibt oder nicht. Katzen haben oft sehr klare Vorstellungen davon, wo sie was erledigen. Manche trennen strikt zwischen Urin und Kot und möchten beides nicht im selben Klo hinterlassen. Andere teilen sich zwar ein Klo, gehören aber eher zu den seltenen Ausnahmefällen.
Warum die Faustregel so wichtig ist
Die einfache Regel „Immer 1 Katzenklo mehr als Katzen im Haushalt“ hat sich aus gutem Grund etabliert. Sie berücksichtigt das natürliche Bedürfnis der Katze nach Wahlmöglichkeiten und Sauberkeit. Wenn also eine Katze unsauber wird und ihr habt nur ein einziges Klo, lohnt es sich sehr, diese Maßnahme in Betracht zu ziehen – vorausgesetzt, gesundheitliche Ursachen sind ausgeschlossen.
Praktischer Check im Laden
Wenn ihr im Geschäft seid, nehmt euch ruhig einmal ein Katzenklo und eine Schaufel zur Hand. Prüft, ob ihr wirklich in jede Ecke kommt. Viele Modelle sehen auf den ersten Blick praktisch aus, entpuppen sich aber beim Reinigen als unhandlich. Gerade schwer zugängliche Ecken können dazu führen, dass Rückstände bleiben, was wiederum die Akzeptanz des Klos durch die Katze beeinträchtigt.
Was dieser Punkt für den Alltag bedeutet
Mehrere Toiletten bedeuten:
- weniger Stress für die Katze
- weniger Konkurrenz unter mehreren Katzen
- weniger Risiko für Unsauberkeit
- mehr Hygiene und einfachere Reinigung
Und sie geben euch die Möglichkeit, unterschiedliche Klotypen auszuprobieren – manche Katzen bevorzugen offene Modelle, andere geschlossene, wieder andere brauchen viel Platz oder hohe Ränder.
Die richtige Katzenkloschaufel
Die Wahl der richtigen Katzenkloschaufel klingt banal, entscheidet aber im Alltag enorm darüber, wie leicht oder frustrierend die Reinigung wird. Genau wie beim Katzenklo selbst hängt auch die passende Schaufel stark von der verwendeten Streusorte ab – und hier machen viele Halter*innen unbewusst Fehler, die ihnen das Leben unnötig schwer machen.
Welche Schaufel zu welcher Streu passt
- Pellets benötigen eine Schaufel mit runden, größeren Löchern, damit die Pellets durchfallen können, während die Klumpen oben bleiben. Modelle wie die von Catit funktionieren hier sehr gut.
- Bentonitstreu ist schwerer, feiner und bildet feste Klumpen. Dafür braucht es eine robuste, stabile Schaufel, die sich nicht verbiegt oder bricht, wenn man einen größeren Klumpen heraushebt.
Warum billige Schaufeln selten eine gute Idee sind
Viele günstige Plastikschaufeln wirken auf den ersten Blick praktisch – bis sie beim ersten härteren Klumpen nachgeben. Gerade bei Bentonit passiert es schnell, dass der Griff bricht oder die Schaufel sich so stark verbiegt, dass man kaum noch Kraft übertragen kann. Und wenn man dann keine Ersatzschaufel zur Hand hat, ist der Ärger groß.
Ich habe selbst unzählige dieser Plastikmodelle geschrottet und bin schließlich bei einer Metallschaufel von Karlie gelandet. Sie ist stabil, langlebig und spart auf Dauer Geld und Nerven.
Warum die Schaufelqualität auch für die Hygiene wichtig ist
Eine stabile Schaufel ermöglicht es, wirklich gründlich zu reinigen – auch in Ecken oder bei festeren Klumpen. Wenn man ständig Angst haben muss, dass die Schaufel bricht, neigt man dazu, weniger sorgfältig zu arbeiten. Das wiederum kann dazu führen, dass die Katze das Klo irgendwann meidet, weil es nicht sauber genug ist.
Ein kleiner Praxistipp
Wenn ihr im Laden seid, nehmt die Schaufel ruhig einmal in die Hand und prüft:
- Wie stabil ist der Griff?
- Biegt sich die Schaufel leicht?
- Passen die Lochgrößen zur Streu, die ihr verwendet?
- Kommt ihr mit der Form gut in die Ecken eures Katzenklos?
Eine gute Schaufel ist ein kleines Detail – aber eines, das den Alltag spürbar erleichtert.
Das richtige Katzenstreu
Die Wahl des richtigen Katzenstreus ist für viele Halterinnen der Punkt, an dem es wirklich knifflig wird. Es gibt unzählige Sorten, jede mit eigenen Vor- und Nachteilen, und nicht jede Katze akzeptiert jede Variante. Deine Beobachtungen greifen genau das auf – und lassen sich wunderbar zu einem klaren, hilfreichen Abschnitt ausformulieren, der Leserinnen Orientierung gibt.
Ökologisches Streu: leicht, vielseitig – aber nicht immer logisch „öko“
Ökologische Streusorten gibt es inzwischen in allen erdenklichen Varianten: klumpend oder nicht klumpend, als feines Streu, als Pellets, aus Mais, Pinie, Bambus oder recyceltem Papier. Die Auswahl ist riesig – und alle tragen das Label „ökologisch“.
Wie ökologisch es tatsächlich ist, Bambus oder Pinie, um die halbe Welt zu transportieren, steht auf einem anderen Blatt. Aber eines kann man diesen Streusorten nicht absprechen: Sie sind extrem leicht. Das macht sie angenehm im Handling, besonders beim Nachfüllen oder Entsorgen.
Mineralisches Streu: schwer, aber saugstark
Streusorten aus Naturton wie Bentonit oder Montmorillonit sind deutlich schwerer, dafür aber unschlagbar in ihrer Saugkraft und Klumpenbildung. Viele Varianten sind zusätzlich parfümiert – was für Mensch und Katze manchmal eher fragwürdig ist.
Früher hieß es, Katzen würden Duftstreu grundsätzlich ablehnen. In meinen Tests – und auch in vielen Erfahrungsberichten – zeigt sich aber ein anderes Bild: Entscheidend ist weniger der Duft, sondern die Körnung.
Feine, abgerundete Körner wie bei Tigerino werden oft deutlich besser akzeptiert als grobe oder scharfkantige Sorten.
Warum die Körnung so wichtig ist
Die Körnung beeinflusst:
- das Gefühl unter den Pfoten
- wie gut die Katze scharren kann
- wie sauber die Klumpen werden
- wie stark das Streu im Fell hängen bleibt
- wie viel Streu aus dem Klo getragen wird
Viele Katzen bevorzugen feine Körner, weil sie sich natürlicher anfühlen und das Scharren leichter fällt.
Früh übt sich: Streuwechsel in der Jugend
Ein Punkt, den viele unterschätzen: Katzen sind Gewohnheitstiere.
Wer seine Katze von klein auf nur an eine einzige Streusorte gewöhnt, hat später oft Schwierigkeiten, auf eine andere Sorte umzusteigen.
Deshalb lohnt es sich, in der Jugendphase verschiedene Varianten auszuprobieren:
- Holzstreu
- Pellets
- Bentonit
- Papierstreu
- feine und grobe Körnungen
So lernt die Katze spielerisch unterschiedliche Materialien kennen – ähnlich wie beim Futter: Was die Katze nicht kennt, akzeptiert sie später oft nicht.
Was das für euren Alltag bedeutet
Die Wahl des Streus beeinflusst:
- wie sauber das Klo bleibt
- wie leicht es zu reinigen ist
- wie viel Streu in der Wohnung landet
- wie gut Gerüche gebunden werden
- ob die Katze das Klo zuverlässig nutzt
Es lohnt sich also, hier bewusst zu testen und nicht einfach „irgendein“ Streu zu nehmen.
Mich würde interessieren, welche Streusorten du aktuell im Einsatz hast oder welche deine Katzen bisher am besten akzeptiert haben.
Kommen wir zum letzten wesentlichen Punkt rund um das Klomanagement
Die Entsorgung des Katzenstreus
Das ist einer der Punkte der enorm hitzig in diversen Katzengruppen diskutiert wird. Und dies nur aus dem einen Grund weil Hersteller so gewitzt sind und auf ihre Verpackung draufschreiben
„Kann über die Toilette entsorgt werden“
Um es mal in aller Deutlichkeit festzuhalten das Wörtchen
KANN steht NICHT für DARF!
Ganz im Gegenteil, in Deutschland darf Katzenstreu nicht über die Toilette entsorgt werden. Abgesehen davon, dass sich die meisten ökologischen Streuarten nicht ganz so auflösen wie es einem der Hersteller versichern mag. Ich habe bereits darüber einmal berichtet –> Link
Und in Deutschland ist es auch nicht erlaubt verunreinigter Katzenstreu über die Biotonne zu entsorgen. Das gehört in die Restmülltonne, egal ob es sich hier nun um ein ökologisches Pflanzenstreu oder Bentonitstreu handelt. Sollte euer Entsorgungsbetrieb dies anders handhaben und erlauben seid ihr eine Ausnahme, dies hat aber nicht in ganz Deutschland Gültigkeit.
Hier ein Auszug vom Bergischen Abfallverband
Bei der Entsorgung pflanzlicher Einstreu über die Biotonne ist allerdings folgendes zu beachten: Mit Urin oder Kot verschmutzte Anteile der Einstreu gehören ausnahmslos in den Restmüll, weil die Biotonne nur zur Entsorgung von Küchen- und Gartenabfällen genutzt werden darf. Daher sollte die Biotonne nur zur Entsorgung unverschmutzter Einstreureste verwendet werden.
Die Entsorgung von Katzenstreu über die Toilette ist in Deutschland nicht erlaubt; durch Ablagerungen von Katzenstreu in den Klärbecken können die Kläranlagen in Mitleidenschaft gezogen werden.
Aber auch die Abfallwirtschaft Reuttlingen definiert es ganz klar und deutlich, wo hin das Katzenstreu gehört.
Abfallwirtschaft Reuttlingen
Exkremente von Katze, Hund, Katzenstreu -> Restmülltonne
Ich könnte Euch nun noch unzählige dieser Vorschriften von den unterschiedlichsten Gemeinden und Abfallverbänden präsentieren aber sie haben alle eines gemeinsam.
Sie schreiben klar vor wohin mit dem Katzenstreu, und zwar in die Restmülltonne und nicht in die Biotonne oder gar in die Toilette.
Versichert euch bei eurem örtlichen Entsorger, wohin ihr das benutzte Katzenstreu packen könnt, ich bin überzeugt er wird euch auch die Restmülltonne nahelegen.
Ich habe vor geraumer Zeit hier bei uns einmal den Test gemacht, wie sich ökologisches Katzenstreu im Wasser verhält.

Abgesehen davon, dass dieses Experiment absolut ekelig war – viele Sorten lösten sich nur scheinbar auf, man konnte ganz gut die Schwebeteilchen sehen und sobald das Wasser sich beruhigt hatte, sammelte sich wieder alles und wurde zu einem schleimigen Etwas. Sobald man das Wasser wieder entzog, wurde es teilweise brechend hart.
Wenn man nun bedenkt, dass die Abwasserrohre nicht immer nur steil nach unten gehen (wie das Fallrohr bei eurer Toilette) sondern auch Winkel dabei sind und die Rohrinnenfläche nicht immer sauber blank ist wäre mir persönlich das Risiko der Schmutzanhaftung zu groß.
Denn wie schon erwähnt – das Streu wird ohne Wasser richtig hart, man spült zwar einmal, vielleicht auch ein zweites Mal, aber das reinigt nicht komplett das Rohr (schon gar nicht wenn man Wassersparende Klospülungen hat) und die Gefahr das es „zuwächst“ ist enorm. Sollte es dazu kommen und man kann den Verursacher, in dem Falle eventuell euch, zurückverfolgen wird das für euch sehr teuer und da hilft euch in dem Falle keine Versicherung da diese sich rauszieht mit der Begründung „Fahrlässigkeit“.
Hier auch noch ein wesentlicher Punkt aus dem Mietrecht
Verstopft ein Abwasserrohr oder eine Toilette infolge unsachgemäßer Nutzung (zum Beispiel durch Einbringung von Babywindeln, Damenbinden, Katzenstreu) haftet der Mieter für alle infolge dieser unsachgemäßen Nutzung entstanden Schäden und alle Kosten, die durch die Behebung der Verstopfung entstehen. Werden also bei einer Schadensbehebung (innerhalb des Mietobjektes) derartige Dinge als Ursache der Verstopfung festgestellt, ist die Frage nach der Verursachung und der Haftung eindeutig, da auch die Zuordnung der Ursache bei Leitungen innerhalb den Räume des Mieters keine offenen Fragen lässt.
Diese Schäden können schön heftig sein, ihr solltet bedenken kommt es zu einer von euch verursachten Verstopfung der Abwasserleitung und bei der Mietwohnung unter euch sprudelt fröhlich das Abwasser ins Badezimmer und breitet sich dort aus. Teppiche, Fliesen, Parkett – die Schäden sind schnell im fünfstelligen Bereich.
Sollte der Verursacher nicht eindeutig zurückverfolgt werden können aus welchen Gründen auch immer, ist der Vermieter berechtigt die Kosten auf alle Mieter umzulegen – ist auch nicht viel besser so gesehen.
Also überlegt euch gut, ob ihr dies wirklich wollt, zumal es ökologisch gesehen auch herzlichst wenig Sinn macht.
Das, was ihr am Streu „gut macht“ hinsichtlich Ökobilanz verschwendet ihr wieder im Wasserbereich.
Die richtige Entsorgung des Katzenstreu
„Aber wie entsorgt man nun am besten das Katzenstreu?“
werdet ihr euch nun fragen.
Eigentlich ist es einfach – rein in eine Tüte, zuknoten und ab in die Restmülltonne damit.
Damit man aber nicht in der Wohnung die kleinen Tütchen rumliegen hat oder laufend zur Restmülltonne laufen muss, gibt es einige nette Helferlein, die ich euch hier kurz vorstellen möchte.
Zu einem gibt es seit Jahren den LitterLocker auf dem Markt, der sich mit seinem schlichten Design eigentlich wirklich überall dort aufstellen lässt, wo er von Nöten ist.
Das Prinzip ist einfach bestückt wird dieser LitterLocker mit einer Kassette deren Inhalt ein Plastikschlauch ist – den Anfang verknotet man dann gibt man die Klumpen hinein so bald der Litterlocker voll ist verschließt man die Tüte mit einem einfachen Handgriff und bringt es zum Müll. Laut Hersteller reicht so ein Litterlocker für eine Katze zwei Wochen.
Für mich persönlich ist allerdings dieses Prinzip äußerst unpraktisch, haben wir hier doch weitaus mehr als nur eine Katze und ihre Hinterlassenschaften.
Vor Jahren kam ich auf die äußerst praktische Idee Windeleimer dafür zu nutzen. Diese haben eines mit dem LitterLocker naturgemäß gemeinsam: Sie verschließen geruchsdicht.
Ich habe mich für das einfachste Modell von LOCKWEILER* entschieden, da einfach in der Handhabung und wirklich viel hineinpasst. Davon abgesehen kann man diesen sehr gut mit handelsüblichen preiswerten Mülltüten nutzen.
Was diese Variante für uns nicht nur äußerst bequem, sondern auch noch sehr sparsam macht, wenn man bedenkt das eine Rolle mit 30 Säcken á 25 Liter gerade mal 49 Cent kostet.
Okay da ist aber nun noch das Problem mit dem rausgetragenen Katzenstreu….
Katzenklovorleger und die preiswertere Alternative
Leider trägt so die eine oder andere Katze trotz großem Klo und tollen Streu noch immer das Streu an ihren Pfoten aus der Katzentoilette – suuuuper unangehm wenn man das Katzenklo im Badezimmer stehen hat und mit nassen Füssen reintritt – abgesehen davon das es unangenehm ist – mal ehrlich, wer frisch geduscht aus der Wanne steigt will nicht gleich wieder schmutzige Füße haben.
Hier haben sich bei uns die diversen Toilettvorleger bei uns leider nicht sonderlich bewährt – sei es, weil unsere Katzen sie so interessant fanden zum Draufpinkeln oder weil sie nach kurzer Zeit überall dort lagen, nur nicht vor dem Katzenklo.
Wir haben durch Zufall eine äußerst preiswerte und vor allem funktionale Alternative für uns entdeckt die den Geldbeutel schont und zu dem gewünschten Ergebnis führt – man steigt nicht mehr in das herumfliegende Katzenstreu und es wird nicht mehr überall hingetragen.
Ich schreibe hier von der Allzweckmatte – die sind zeitweise bei Lidl oder auch Aldi im Angebot und kann man auf die gewünschten Masse zuschneiden und sind auch wunderbar waschbar.
Aber wenn ihr nicht so lange warten wollt bis euch wieder so eine Matte vor die Finger kommt, es gibt sie auch bei Amazon*. Man kann die auch super zuschneiden, so dass sie überall hinpassen.
Durch die Rillen fällt das Katzenstreu dort hinein und bleibt auch dort – nur ihr solltet regelmäßig das Streu von dort entfernen, sonst könnt ihr damit ein komplettes Katzenklo neu befüllen ;-)
So ich hoffe ich konnte euch den einen oder anderen Tipp mit diesem Beitrag geben und vielleicht habt ihr noch so die eine oder andere Anregung?
Ich würde mich freuen von Euch zu lesen wie ihr das bei euch so handhabt.
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Danke für den tollen Bericht. Ich habe neben jede Katzentoilette , einen kleinen Kosmetikeimer stehen. Wenn er voll ist, nehme ich die Tüte raus, knote sie zu
und werfe sie in unser Mülleimer der im Hausmüll entsorgt wird. Außerdem steht oder hängt neben jede Toilette die kleine zierliche Schaufel mit Feger von Zooplus.
Ich habe nur offene Toiletten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es für eine Katze nicht schädlich ist, wenn sie mehrmals täglich in diese „Staubkammer“ steht. Und wenn sie raus kommt, schleppt sie ja auch viel mehr Staub im Fell mit sich, als wenn sie auf einer offenen Toilette gewesen ist und diesen Staub schluckt sie beim putzen dann noch .
Natürlich hätte ich auch lieber geschlossene Toiletten. Die Wohnung bleibt sauberer und ein schöner Anblick ist ein benutztes WC ja auch nicht.
Aber die Angst, es schadet meinen Tieren ist zu groß.
Ich habe im Internet auch leider keine Informationen zu diesem Thema gefunden.
Nachdem ich einige Katzentoiletten ausprobiert habe, bin ich glücklich mit der handgefertigten Truhe von pfoetchenshop. Ich hab die so gross bestellt, dass vor dem Kistchen im Inneren noch eine kleine Matte Platz hat, und das Einstiegsloch vor dieser Matte ist. Seither habe ich viel weniger Streu in der Wohnung. Da die Truhe nach vorne aufzuklappen ist, habe ich oben eine Standfläche für meine diversen Badeuntensilien. Ich bin richtig glücklich damit. :-)
Wir haben zwar im Kellervorraum unter der Treppe für unsere beiden Stubentiger zwei große Katzenklos mit Abdeckhaube (die vordere bewegliche Klarsicht-Einstiegsklappe wurde entfernt) aber sie werden nicht mehr benutzt. Die bessere Entscheidung war nämlich zwei Katzenklappen einzubauen durch die unsere Kätzchen jederzeit nach draußen gehen können. Und das machen sie auch. Ergebnis: das aus meiner Sicht beste Katzenklo ist die Umgebung mit Gärten und Wiesen rund ums Haus. Der einzige Nachteil ist, dass wir die Hinterlassenschaften z.B. für medizinische Untersuchungen nicht mehr verfügbar haben. Wenn möglich, kann ich diese Variante nur empfehlen !!!
Hi, Super Blog den du hier hast und nette Ideen was die Hinterlassenschaften angeht.
Die für uns übrigens beste und pragmatischste Lösung heißt Ikea-Box .. Wahlweise mit oder ohne (selbstgemachten) Einstieg. Das löst nebenbei auch den Strandeffekt, bzw. dämmt diesen wirkungsvoll.