Abenteuer Beijing: Unterwegs und einkaufen in Beijing (Teil 8)

Beijing hat ähnlich wie Shanghai ein ausgesprochen gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Aber kein Wunder, dies benötigt man auch bei weit über 20 Millionen Einwohner.

Beijing, Taubertalperser, Katzenblog, Travel, Reisen, ChinaWürden die alle mit dem Auto zur Arbeit fahren wäre die Stadt hoffnungslos dicht. Davon abgesehen hat Beijing auch dem Smog den Kampf angesagt und setzt hier sehr viel auf E-Mobilität.

Ich hatte auch all die Tage keinen Smog bis auf den Tag meines Abfluges, aber auch da hielt sich die Smogbelastung in Grenzen und war nicht wirklich nennenswert.

Als Europäer sollte man es aber auch tunlichst vermeiden hier mit dem Auto zu fahren. Der Fahrstil ist meist äußerst abenteuerlich und sie fahren mit einem immensen Gottvertrauen durch die Gegend.

Aber bei meinen Aufenthalt habe ich gelernt, der der zuerst an der Kreuzung ist hat Recht und der Stärkere hat auch immer Recht. Wer sich an diese simplen Regeln hält kann gerne mal sein Glück auf den Straßen Beijings probieren, falls er jemanden findet, der ihm sein Auto überlässt.

Um sämtliche Sehenswürdigkeiten Beijings zu sehen gibt es mehrere Varianten.

Beijing mit einer gebuchten Tour

Die zweifellos bequemste Art Beijing zu entdecken ist mit einer geführten Tour durch die Stadt zu den diversen Sehenswürdigkeiten.
Hier gibt es eine große Anzahl an Anbieter und „Ziele“ das man hier ein wenig die Qual der Wahl hat. Je nach Vorlieben und Geschmack ist da für einen jeden etwas dabei, sei es eine Fahrt zur Großen Mauer, Sommerpalast oder ähnliches.

Beijing, Taubertalperser, KatzeAber es werden auch Touren durch das alte Beijing angeboten, zu Märkten, in Lokale und vieles mehr. Hier entscheidet jeder nach seiner Vorliebe und natürlich auch seinen Geldbeutel.

Die besten und vor allem vielfältigste Auswahl hat man bei Tripadvisor bei dem man auch verschiedene Touren buchen kann.

Dieses Portal war für mich im Vorfeld auch unheimlich interessant um Sehenswürdigkeiten auszufiltern, mir Bewertungen und Kommentare durchzulesen und so meinen „Must-see“-Plan auszuarbeiten.

Beijing mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Beijing, Taubertalperser, Katzenblog, Travel, Reisen, ChinaIch muss gestehen, ich liebe diese Variante. Okay es ist zugegebenermaßen etwas umständlicher mit Reiseführer in der Hand die passende U-Bahn-Station etc. zu finden allerdings hat man nirgendwo so eine tolle Möglichkeit mit den Menschen in Kontakt zu kommen.

Im Übrigen, man muss weder chinesisch noch englisch können um sich in einen Bus mit drei anderen Menschen königlich zu amüsieren. Sie sind ausnahmslos alle äußerst hilfsbereit und ehrlich bemüht zu helfen. Bilder zeigen, fragen nach dem Weg – dazu reichen Hände und Füße.

Und wenn man nicht gleich versteht, wird man an der Hand genommen und zur richtigen Bushaltestelle geführt um dann in den entsprechenden Bus geschoben zu werden.

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man bei dieser Variante absolut unabhängig ist. Hat man Lust wo länger zu verweilen so macht man dies einfach und muss nicht auf die Uhr gucken ob der nächste Bus kommt oder andere schon auf einen warten.

Hat man Durst geht man in den nächsten kleinen Supermarkt und holt sich was zum Trinken und holt sich an einer der unzähligen Straßenküchen etwas zum Essen. Und ja manches ist durchaus genießbar – gutes Zeichen ist immer, dort wo viele Chinesen stehen kann man sich auch gleich mal dazustellen :-)

Meist kann man ihnen auch über die Schulter gucken um zu erfahren wie manches so gegessen wird.

Randinfo: Manches Mal werden die Stäbchen auch als „Stichwaffe“ bei einigen Speisen eingesetzt.

Wer für Street Food nicht mutig genug ist, in Beijing gibt es auch Fast-Food-Restaurants von McDonald, Burger-King oder ähnliche. Und leckeren Kaffee im Starbucks, der in China mit einer Überraschung aufwartet – hier gibt es limitierte „Sammler- und Saisonprodukte“ zu kaufen. Leider war ich eine Woche zu spät in Beijing, es gab eine Woche davor eine Aktion mit einer Tasse in Form einer Katzenpfote.

Aber ich habe nun einen Cherry-Blossom-Trinkbecher von Starbucks daheim. Auch hübsch, hübsch rosa :-)

Essen in Beijing

Ehrlich, hier in Beijing verhungert niemand. Kurz bevor ich meine Reise antrat hatte ich noch überlegt mir Kekse oder ähnliches mitzunehmen falls mir das Essen nicht schmeckt oder so. Nun, die Kekse hätte ich wieder ungeöffnet mit nach Hause genommen.

Es war durchwegs alles genießbar und hin und wieder bedauerte ich, dass mein Magen nicht so groß war wie meine Augen.

Taubertalperser Beijing Essen Reisen, Katzenblog, TravelEs gab in den vielen kleinen Läden teilweise ein fantastisches Sortiment an Obst und Gemüse, aber auch Backwaren, da sind sie in China äußerst begabt.

Ich stand da einige Male an Auslagen mit einem verzückten „Oh“ und „awwww“.

Und wenn ihr euch so die Fotos anseht, versteht ihr sicher was ich meine ;-)

Das Hello Kitty-Restaurant ist weg !!!!!

Etwas was es leider aber in Beijing nicht mehr gibt war das Hello Kitty-Restaurant. Aber das ist so typisch für China, was es heute noch gibt, muss es morgen nicht mehr geben. Da sind sie sehr schnell in manchen Dingen.

Aber ich wurde in den zahlreichen, kleinen Läden tatsächlich entschädigt. Da gab es wirklich alles mit Hello Kitty darauf. Desinfektionstücher, Hygieneprodukte für Damen, Handcreme und vieles mehr bevölkerten die Regale und das eine oder andere Produkt habe ich doch tatsächlich mitgenommen :-)

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Scheut euch nicht in solche kleinen Läden reinzugehen. Okay sie sehen zwar nach unserem Standard etwas übel aus aber lasst euch davon nicht abschrecken. Ihr könnt da so den einen oder anderen Schatz entdecken oder Früchte, die ihr noch gar nicht kanntet.

Etwas Besonderes sind auch die unzähligen Teeläden, die oft die Straßen säumen. Bei dem einen gibt es bereits vorgefertigte Mischungen, bei dem anderen noch alles in Säcken und man darf sich selber mischen.

In etwas gehobenen Läden gibt es auch die Möglichkeit vorgemischte Sorten zu verkosten und das lohnt sich absolut für Teeliebhaber.

Wenn es Abend wird in Beijing

Etwas was mich in Beijing gleichermaßen begeisterte wie in Shanghai ist dieses nette, zwanglose Zusammentreffen unterschiedlichster Menschen in den diversen Parks, von denen es eine Vielzahl gibt.

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Man trifft sich hier zum Kartenspielen (für mich absolut undurchschaubar als ich über die Schulter guckte) oder aber zum gemeinsamen Singen, musizieren oder tanzen – sei es modern oder eher traditionell. In den Parks kann man die Menschen bei Tai-Chi oder  joggen, Bodyforming und vielen mehr beobachten. Ein bunter Mix an Aktivitäten, die kein Geld kosten aber offensichtlich Spaß machen.

Beijing, Taubertalperser, Katzenblog, Travel, Reisen, ChinaOder man trifft sich mit Freunden und Kollegen beim Karaoke, das hier wie in Japan offensichtlich sehr beliebt ist. Wir waren auch in einem Karaoke-Laden in dem es gefühlte 20 isolierte Räume gab mit Musikinstrumenten, Karaoke Anlage, Tischen und Bänken und schon konnte man hier loslegen.

Zuvor suchte man sich im dazugehörenden „Supermarkt“ seine Getränke aus, die einem in seinem gebuchten Raum gebracht wurden.

Klar gab es hier natürlich viele chinesische Lieder aber ich war echt überrascht wie viele „westliche“ Lieder im Sortiment dieser Bar waren. Aber ich muss gestehen, Rammstein hätte ich hier nun am allerwenigsten erwartet.

Aber es gab auch viele kleine Bars mit einer Karaoke-Bühne, die auch sehr gut besucht waren. Hatte man Hunger und manche Leute haben einfach immer Hunger, so manche Straßenküchen bieten überaus schmackhaftes Essen an.

Ja, Beijing ist auch abends, wenn der Tag sich dem Ende neigt durchaus schön und sehenswert. Wer die Stadt und seine Menschen kennen lernen will, ist gut beraten in eine der unzähligen Hutongs zu gehen und sich dort treiben zu lassen.

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Von einem Lokal zum anderen bevor man satt aber und äußerst zufrieden in sein Hotel zurückkehrt.


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