Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar

Heute ist ein Gedenktag, neben unseren geliebten Katzenfeiertagen, ein ausgesprochen wichtiger Tag der niemals vergessen werden sollte.

Ein Tag der uns erinnern soll, wie es „damals“ war. Damals als man über 6 Millionen Juden und viele andere Menschen ermordet hat, weil sie anders dachten / aussahen oder einen anderen Glauben hatten.

Über 6 Millionen Menschen tot, Millionen auf der Flucht ……

Gegen das Vergessen!

Wir sollen und dürfen nicht vergessen. Weder heute noch morgen und zu keiner Zeit ist es wohl wichtiger als jetzt, genau jetzt, an dies zu erinnern.

Wenn sich junge Menschen erheben und lautstark proklamieren sie fühlen sich wie Anne Frank sollte man ihnen die Gelegenheit und Möglichkeit geben ihre Wissenslücken zu füllen.

Wer sich wie Sophie Scholl fühlt, sollte man nahebringen was es heißt Widerstand zu leisten und im Untergrund zu agieren. Immer mit der Angst entdeckt und verhaftet zu werden. Zu lernen das der Widerstand nicht laut krakeelend auf einer Demonstration sich zu Wort meldete und gegen eine Impfung aussprach.

Der 27. Januar Ist ein nationaler Gedenktag, an welchen an die über sechs Millionen getöteten Juden und die vielen anderen Opfer gedenkt, die während des nationalsozialistischen Regimes ermordet wurden.

Der 27. Januar soll daran erinnern, aber auch an die Befreiung der Überlebenden im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 1945.

Mauthausen Konzentrationslager

Traumatische Erinnerungen

Meine zwei Großväter haben den Krieg er- und überlebt aber beide auf ihrer Art und Weise gezeichnet.

Einer war in Stalingrad und kam zurück als gebrochener Mann. Nie hat er darüber gesprochen, der Krieg und alles was damit zusammenhing war ein absolutes Tabu-Thema.

Der andere Lokführer, er musste die Lok fahren mit den angekoppelten Güterwägen in denen Menschen eingepfercht waren.

Er betete jeden Tag dafür, dass er sie nur bis zum Umschlagbahnhof bringen musste.

Er wusste was mit ihnen geschehen würde, aber er wollte nicht derjenige sein der sie an ihren letzten Ort bringen muss.

Ich hatte als Kind und Jugendliche einen sehr informativen Bildband über dieses furchtbare Verbrechen, leider ist dies im Laufe der Jahre verloren gegangen, aber ich sehe heute noch die abgebildeten Menschen und Leichenberge vor mir.

Dies war auch einer der Gründe, warum ich mich schon der Schule gegen den obligatorischen Besuch im Konzentrationslager Mauthausen aussprach, ich hatte schon genug mit mir zu tun beim Durchblättern dieses Bildbandes.

Konzentrationslager Mauthausen AussenansichtBesuch in Mauthausen und Dachau

Jahrzehnte später habe ich mich dann doch einmal überwunden und besuchte das Konzentrationslager in Mauthausen und Dachau.

Gleich vorweg, beide sind absolut sehenswert und informativ. Beide sollte man gesehen haben, um zu verstehen und zu begreifen. Zumal ein jedes Konzentrationslager nicht nur seine eigene Geschichte hatte.

Während ich den Besuch in Mauthausen als weitaus intensiver und informativer ansah, bekam man in Dachau einen Blick für die Dimensionen und Größe.

Konzentrationslager BarackenIm Konzentrationslager Mauthausen konnte man in die Baracken eintreten, man stand in der Latrine und Waschraum, man stand in den Schlafsälen, die mit 50 Personen eigentlich schon sehr gut gefüllt waren, nur damals waren dort bis zu 300 Menschen untergebracht.

Und erkennt in Mauthausen auch sehr gut das nicht vergessen wird, auch nicht von den Familien der damaligen Opfer.

Im Konzentrationslager Dachau bekommt man einen Überblick über die unglaubliche Anzahl der dort gefangen gehaltenen Menschen, die Katalogisierung von ihnen und ihren wenigen Habseligkeiten, die sie noch hatten. Man sieht den unglaublich großen Appellplatz, an den sie jeden Tag teils Stunden bewegungslos aushaaren mussten.

Und man kann in die Duschen rein, die gleich an den Raum mit den Verbrennungsöfen angrenzt. Man sieht Bilder an den Wänden, man hört Geschichten die man nicht hören will …..

Erinnerungen wachhalten

„Die Erinnerung darf nicht enden;
sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen“

(Roman Herzog vom 19. Januar 1996)

Sollte sich noch irgendwer wie Anne Frank oder Sophie Scholl fühlen, empfehle ich einen Besuch dieser Orte.

Sollte noch irgendwer meinen eine Schutzimpfung (und das ist die Impfung gegen Corona) sei ein Genozid, sollte vielleicht noch das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau auf seinen Tourplan setzen.

Wir dürfen niemals vergessen und wir sollten alles daransetzen, dass die Geschichte sich niemals wiederholt.

Wir sind auch nicht dafür verantwortlich was in der Vergangenheit passierte, aber für das in der Gegenwart und Zukunft.

Arbeit macht frei, Eingangstor Dachau, Nationalsozialismus


Die Bilder für diesen Beitrag sind anlässlich meiner Besuche in Dachau und Mauthausen entstanden. Selbstverständlich sind diese im Original in Farbe, aber wunderschöner strahlend blauer Himmel passen nicht zu diesem schweren und traurigen Anlass.
Diese Fotos sind aus diesem Grund auch ohne Logo, aber ich bitte darum trotzdem das Urheberrecht zu beachten.

 

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