Die Auswirkungen der Pandemie bei Katzenfutter & Co.

Wie sich die Corona-Pandemie auf die Heimtierhaltung auswirkt – Teil2

Ich habe euch in meinem ersten Beitrag erzählt, warum es aktuell etwas schwieriger ist, das bevorzugte Katzenstreu zu kaufen.

Und dabei ist es tatsächlich egal, ob es nun das Katzenstreu eines Discounters oder einem großen Online-Händler ist.

Das Thema der Lieferketten-Problematik ist überall mehr oder weniger gleich.

Aber nicht nur beim Katzenstreu haben wir aktuell das eine oder andere Problemchen, auch Tierarztwege sind aktuell nicht so großartig.

Man muss schon froh sein, wenn man bei der Behandlung bei der Katze sein darf und nicht vor der Tür warten muss.

Für mich persönlich der absolute Horror. Meinen Liebling alleine lassen bei fremden Menschen, in einer ungewohnten Umgebung. Das ist tatsächlich für mich eine der schlimmsten Vorstellungen. Meine „Babys“ da will ich mich persönlich überzeugen das sie nett und ordentlich behandelt werden.

Ich habe zwar das Glück, dass meine Katzen gesund und munter sind und ich eine ausgesprochen nette Tierärztin habe, aber ich weiß aus meinem Umfeld, das dies nicht immer der Fall ist.

Wenn ein Lockdown den nächsten jagt

Im verzweifelten Kampf gegen Corona haben unsere Regierungsmitglieder verzweifelt Wege gesucht, um das Infektionsgeschehen einzudämmen und die Hospitalisierungsrate so gering wie möglich zu halten.

Die Maßnahmen, teilweise berechtigt, teilweise auch in Frage zu stellen sorgten nicht nur für die Schließung vieler Gastronomiebetriebe, sondern auch für eine allgemeine Verunsicherung.

Als die ersten Lockdowns 2020 in Kraft traten blieben Gastronomen teilweise auf ihren bereits gekauften Waren sitzen bzw. bestellten natürlich nichts mehr bei den Lieferanten ihres Vertrauens.

Dies hatte zur Folge hatte das die Lieferanten ebenfalls auf ihren Produkten, in dem Falle Fleisch, sitzenblieben.

Gänse im Teich

Somit wurde 2021 entsprechend vorsichtiger kalkuliert und produziert. Und natürlich auch weniger geschlachtet. Besonders augenscheinlich war es für uns bei den Martinigänsen. Wir haben hier bei uns um die Ecke einen Züchter, dessen Gänse bei schönem Wetter permanent draußen sind und sich auf der Wiese tummeln. Also die Gänse haben bis zu Martini definitiv ein schönes Leben.

Nur dieses Jahr waren es weitaus weniger Gänse, die da rumliefen als die Jahre zuvor.

Der Fleischmarkt in Deutschland

Aber auch der Export in andere Länder ist eingebrochen und vom Import wollen wir erst gar nicht reden. Es warten doch sicher einige auf die Sorte „Känguru“, oder?

Haben wir 2019 noch über 4 Millionen Tonnen Fleisch exportiert, waren es 2020 nur noch 3,8 Tonnen und von 2021 die Daten sind noch nicht verifiziert aber die Tendenz nach unten ist gegeben.
Auch beim Geflügelfleisch sank der Exportanteil um starke 15%.

Dazu kam auch noch erschwerend hinzu das 2020 es massive Corona-Ausbrüche in diversen Schlachthäusern gab. Hier mussten Betreiber nachbessern in vielerlei Hinsicht. Aber nicht nur die diversen Schlachtbetriebe hatten personelle Probleme auch die Hersteller selbst. Mitarbeiter krank oder in Quarantäne und schon konnte die eine oder andere Schicht nicht mehr besetzt werden und die Produktion stand still.

Wo nun weniger geschlachtet wird, dort fallen auch eindeutig weniger tierische Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse an, die für die Futterproduktion verwendet werden können.

Schweinegruppe

Der Fleischmarkt ist sehr launisch und wechselhaft. Gibt es eine Woche lang Hühnerherzen ohne Ende zum günstigen Preis, ist es die Woche darauf Rindfleisch mit entsprechenden Fettanteil und es gibt keine Hühnerherzen weit und breit.

Und klar ein jeder Futterhersteller ist in erster Linie ein Unternehmen das kostendeckend arbeiten muss und vorzugsweise auch noch den einen oder anderen Gewinn erzielen möchte.
Also sind dort die entsprechend zuständigen Mitarbeiter für den Einkauf besonders gefragt.

War es vorher schon nicht einfach entsprechend zu disponieren, so ist es nun eine Herausforderung ohnegleichen, die es in diesem Ausmaß die letzten 30 Jahre nicht gab. 

Fleisch bevorraten ist nur bedingt möglich, große Tiefkühlhäuser sind kostenintensiv und so setzt man gerade bei so einem Produkt auf eine vorzugsweise tägliche Anlieferung der Rohstoffe.

Und hier versuchen die Hersteller nun ausgesprochen flexibel zu reagieren.

Aber natürlich darf man auch nicht vergessen das nicht nur exportiert, sondern auch Fleisch importiert wird und so kommt es bei der einen oder anderen “Lieblingssorte” seit Monaten zu Lieferproblemen.

 

catz finefood purr KatzenfutterHeimischer Bedarf – Gastro & Co.

Wie ich weiter oben schon erläutert habe, hat der Gastro-Bereich aktuell weitaus weniger Bedarf als in den Vorjahren, was den permanenten Lockdowns und der Unsicherheit geschuldet ist.

Aber nicht nur das ist ein großes Thema sondern auch der Wandel im Konsumverhalten der Bevölkerung. So wird der Trend zur veganen bzw. vegetarischen Ernährung größer oder man übt sich darin weniger Fleisch zu konsumieren.

Dem gegenüber steht nun ein Wachstum an Stubentiger in den deutschen Haushalten. Waren es 2019 noch 14,7 Millionen Katzen in den deutschen Haushalten wurden es 2020 gleich um eine Million mehr.

Wir haben also weniger Fleisch zur Verfügung, aber immer mehr Minitiger auf unseren Sofas 😊

Wir altuell eine Phase in der Hersteller ausgesprochen froh sind, wenn sie keine offene Deklaration gewählt hatten für ihre Produkte. Dies sichert ihnen doch eine gewisse Flexibilität, die Hersteller mit einer offenen Deklaration nicht haben.
Wenn auf dem Etikett 35% Rindfleisch drauf steht, muss dies auch enthalten sein. Bei der Deklaration „65% Rind (Fleisch, Lunge, Euter) kann man etwas variieren und „tricksen“ ob da nun 1% mehr Lunge oder Euter enthalten ist fällt nicht ins Gewicht aber unsere Katzen merken dies sehr wohl.

Dies nur, falls ihr euch wundern solltet warum eure Katze eventuell ihr Lieblingsfutter (Futterprägung) aktuell etwas verhalten futtert.

Katze vor Fleisch Muss meine Katze nun hungern?

Nein natürlich muss eure Katze nicht hungern. Hier zeigt es sich eindeutig, wie sinnvoll es ist die Katze an verschiedene Hersteller und Konsistenzen von Futter heranzuführen.

Während nun die Katzenhalter, die ihrer Katze nun immer nur einen Hersteller gefüttert haben, das eine oder andere Problem haben, kann der Halter von Katzen, die vieles gewohnt sind, sich etwas entspannter zurücklehnen.

Hilfe zur Futterumstellung findet ihr im Übrigen hier – Futterumstellung

Beim Futtereinkauf Geld sparen

Ach ja, einige Hersteller haben die Preise schon erhöht und seid euch sicher, es werden alle früher oder später nachziehen aufgrund gestiegenen Energiekosten usw. Also wenn ihr die Möglichkeit habt Vorräte anzulegen, die Zeit wäre nicht so ganz verkehrt.

Ich kann euch aus persönlicher Erfahrung auch nur einen absoluten Spartip geben.

Versucht euch Geld zur Seite zu legen, je nach Anzahl der Katzen sollte es natürlich entsprechend sein.

Aber ihr habt dann die Möglichkeit dieses gesparte Geld in Futter umzuwandeln, und zwar dann, wenn das Futter

  1. Vorrätig ist oder
  2. Es gerade eine super Aktion beim Hersteller gibt

So konnte ich tatsächlich z.B. bei Catz Finefood das Futter um 24% reduziert bekommen. Und ich habe gleich mal 72 Dosen á 800 Gramm gekauft.

Ich wollte auch bei Venandi zuschlagen, aber da gab es leider kein interessantes Angebot wie bei Pets Nature z.B. (und bevor wer fragt – ja wir haben die Lagermöglichkeiten. Nein das Futter wird nicht so schnell schlecht. Ja, wir kommen damit ein paar Wochen aus 😉 )

Besser kann und konnte ich nicht sparen.

Falls die Katzen doch mal bei einer Sorte meinen mäkelig zu sein, ich habe da den einen oder anderen Trick 😉

Oh Gott, soviel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben aber ihr merkt, Corona beschäftigt uns nicht nur im Arbeitsleben und familiären Umfeld, sondern auch bei der Versorgung unserer vierbeinigen Lieblinge.

In diesem Sinne bleibt gesund und knutscht eure Katzen😊

 

 


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