Tierschutz mit Herz: Warum Hilfe vor Ort wichtiger ist als Tierimporte
Meine Liebe zu Tieren – und die Schattenseiten des Tierschutzes
Seit ich denken kann, liebe ich Tiere. Viele Jahre war ich mit Herzblut im Tierschutz aktiv, habe Hunde und Katzen betreut, vermittelt und für ihr Wohlergehen gekämpft. Doch je mehr ich gesehen und erlebt habe, desto kritischer sehe ich manche Entwicklungen – vor allem die Vermittlung von Tieren aus südlichen Urlaubsländern wie Spanien, Griechenland oder Rumänien.
Andere Länder, andere Tierbilder
In vielen dieser Länder gilt ein Hund eben „nur als Hund“. Dass er im Haus lebt oder gar im Bett schläft, ist für viele Menschen dort unvorstellbar. Medizinische Versorgung? Kastration? Fehlanzeige. Die Folge: unkontrollierte Vermehrung, Krankheiten und Leid. Viele Tiere landen in Tötungsstationen – und dort endet ihr Leben meist schnell und grausam.
Tiertransporte nach Deutschland – Hilfe oder Geschäft?
Was zunächst nach Rettung klingt, hat sich leider zu einem ausgesprochen lukrativen Geschäftsmodell entwickelt:
- Niedliches Foto + rührende Geschichte = hohe Vermittlungschancen
- Mehr Nachfrage = mehr „Nachschub“
- Manche Tiere werden sogar gezielt „produziert“
Ob alle Impfungen und Gesundheitschecks wirklich stattfinden, wie es auf dem Papier steht? Ich habe da erhebliche Zweifel.
Mittelmeerkrankheiten – unterschätzte Gefahr für unsere Tiere
Mit den importierten Tieren kommen auch Krankheiten nach Deutschland, die früher kaum ein Thema waren:
- Leishmaniose
- Babesiose („Hundemalaria“)
- Hepatozoonose
- Giardiose
Diese Erkrankungen sind ernstzunehmend und können auch unsere heimischen Hunde gefährden.
Nachhaltiger Tierschutz: Hilfe vor Ort
Statt Tiere massenhaft zu importieren, sollten wir dort helfen, wo das Problem entsteht. Kastrationsaktionen, Aufklärung und medizinische Versorgung vor Ort sind der Schlüssel. Tierärzte, die ihren Urlaub opfern, um Leid zu lindern, leisten echten, nachhaltigen Tierschutz. Das ist mühsam, aber es setzt genau da an, wo Veränderung beginnt.
Unsere Tierheime brauchen uns
Währenddessen warten in deutschen Tierheimen unzählige Tiere auf ein Zuhause. Viele Einrichtungen sind überfüllt und unterfinanziert. Warum also nicht hier helfen? Das Elend vor der eigenen Haustür ist vielleicht weniger „exotisch“, aber genauso real.
Müssen wir erst selbst töten?
Noch geht es unseren Tierheimen vergleichsweise gut. Doch in Belgien oder den USA – erschreckenderweise auch bei PETA – ist das Töten von Tieren Alltag. Wollen wir wirklich, dass es bei uns auch so weit kommt?
Lichtblicke im Tierschutz
Es gibt Hoffnung: Projekte, die nachhaltigen Tierschutz vor Ort betreiben, verdienen unsere Unterstützung. Sie bekämpfen nicht nur Symptome, sondern setzen an den Ursachen an – und genau dort beginnt echte Veränderung.
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