Weiter, weiter, immer weiter ……
Viele von euch erinnern sich vielleicht noch, warum dieser Blog überhaupt entstanden ist. Ganz ehrlich? Es war ein Projekt der Faulheit. Ja, du hast richtig gelesen – Faulheit!
Damals, vor vielen Jahren, war ich es einfach leid, immer und immer wieder die gleichen Dinge in Foren, Newsgroups und später in Facebook-Gruppen zu schreiben.
Also habe ich angefangen, meine Gedanken und Erfahrungen auf einer Seite zu sammeln. Anfangs war das alles noch recht überschaubar – aber mit der Zeit ist daraus eine richtige Sammlung geworden.
Von Anfang an: Mein Herz schlägt für artgerechte Katzenhaltung
Schon lange bevor ich an Katzenzucht dachte, war mir eines klar: Katzen verdienen eine artgerechte Haltung. Ich habe mich früh dafür eingesetzt, nicht beim Vermehrer zu kaufen und Katzen kastrieren zu lassen. Und obwohl ich heute viel mehr weiß als damals, habe ich natürlich auch Fehler gemacht – gerade bei der Ernährung. Ja, auch ich habe mal „Schrott“ gefüttert. Mehr dazu findest du in meinem Beitrag „Verbockt“ und beim Thema Katzenerziehung hab ich auch den einen oder anderen Mist gemacht, den ich heute so nie wieder machen würde.
Aber hey – man lernt ja nie aus, oder?
Lernen hört nie auf – leider auch nicht das Kopfschütteln
Kaum ein Tag vergeht, an dem ich nicht etwas Neues über Katzen erfahre oder in Online-Gruppen anderen helfe. Doch manchmal stoße ich auf Aussagen, bei denen ich nur noch den Kopf schütteln kann.
Da heißt es dann:
„Das haben wir immer schon so gemacht.“
Oder:
„Meine Katze wurde trotzdem 14 Jahre alt.“
Klar, es gibt auch Raucher, die über 100 werden – aber das macht das Rauchen nicht gesund. Und nein, eine Katze fällt nicht sofort tot um, wenn sie mal ein paar Bröckchen Trockenfutter frisst. Aber wie bei allem gilt: Die Dosis macht das Gift.
Wer sich mit der Ernährung von Carnivoren – und das sind unsere Katzen nun mal – beschäftigt, weiß: Trockenfutter ist nicht nötig, um gesund alt zu werden.
Katzen sind keine Napf-Leerfresser
Der Körper – ob menschlich oder katzenhaft – ist ein kleines Wunderwerk. Jedes Organ hat seinen Sinn. Katzen zum Beispiel haben keinen Blinddarm. Warum? Weil sie ihn als reine Fleischfresser schlicht nicht brauchen.
In freier Wildbahn jagen Katzen Mäuse, Vögel, Insekten – was ebenso vorbeikommt. Eine Maus hat etwa 30 Kalorien, aber eine Katze braucht ein Vielfaches davon am Tag. Deshalb frisst sie 10 bis 20 kleine Mahlzeiten täglich. Hauskatzen machen das genauso – sie sind sogenannte „Häppchenfresser“. Sie kommen immer wieder zum Napf, statt ihn in einem Zug leer zu machen.
Wenn Fachwissen auf der Strecke bleibt
Und dann gibt es diese Momente, in denen ich wirklich sprachlos bin. Zum Beispiel, wenn ein Tierarzt in einem Infoblatt behauptet, Nassfutter enthalte „zu viel extrazelluläres Wasser“. Klingt erstmal beeindruckend, oder? Ja, ich habe auch große Augen gemacht und kurz die Luft angehalten.
Aber was ist das überhaupt? Ganz einfach: Flüssigkeiten wie Blut oder Lymphe – also völlig normale Bestandteile eines Körpers. Auch der einer Maus. Klingt plötzlich gar nicht mehr so dramatisch, oder?
Die Katze, die nach 17 Uhr nichts mehr fressen darf?
Jetzt wird’s richtig kurios. In dem besagten Infoblatt steht tatsächlich:
„Eine Katze muss nicht jeden Tag fressen (erst recht nicht mehrmals).“
Und als wäre das nicht schon genug, kommt noch der Knaller:
„Eine Katze soll nach 17 Uhr abends nichts mehr fressen.“
Ich frage mich ernsthaft: Sind unsere Katzen etwa Gremlins?
Bitte nicht nach Mitternacht füttern, sonst mutieren sie?
Solche Aussagen lassen mich wirklich zweifeln, was in manchen Köpfen vorgeht. Und das Schlimmste: Diese Menschen beraten Tierhalter – mit teils haarsträubenden Empfehlungen.

Tierärzte sind keine Ernährungsberater – und das ist okay
Versteh mich nicht falsch: Ich habe großen Respekt vor Tierärzten. Aber viele von ihnen sind schlicht keine Experten für Ernährung. Und das ist auch nicht ihr Job – sie sind dafür da, Krankheiten zu erkennen und zu behandeln.
Ernährungsberater für Tiere? Klingt gut, ist aber kein geschützter Begriff. Ein Wochenendkurs reicht oft schon, um sich so nennen zu dürfen. Viele dieser „Berater“ sind dann auch gleich Vertriebspartner für spezielle Futtermittel, die man nur über sie beziehen kann. Zufall? Wohl kaum.
Warum ich trotzdem weitermache
All das ist der Grund, warum ich diesen Blog schreibe. Warum ich aufkläre. Warum ich nicht müde werde, mein Wissen zu teilen. Für die Katzen. Für ihre Gesundheit. Für euch.
Denn manchmal braucht es eben jemanden, der sagt:
„Weiter, weiter, immer weiter …“
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