Was ist eine Schutzgebühr?
Die Schutzgebühr ist ein einmaliger Betrag, den Tierheime bei der Vermittlung eines Tieres verlangen. Sie ist kein Kaufpreis, sondern ein Beitrag zur Deckung der Kosten, die dem Tierheim durch die Versorgung des Tieres entstanden sind – und ein Zeichen dafür, dass der neue Halter Verantwortung übernimmt.
Warum gibt es eine Schutzgebühr?
- Wertschätzung des Tieres: Die Schutzgebühr soll dem Tier eine gewisse „Wertigkeit“ verleihen. Leider gilt oft: „Was nix kostet, ist nix wert.“ Die Gebühr hilft dabei, unüberlegte oder impulsive Entscheidungen zu vermeiden
- Kostenbeteiligung: Tierheime und Vereine haben hohe Ausgaben – für Futter, medizinische Versorgung, Impfungen, Kastrationen, Unterbringung und Pflege. Die Schutzgebühr deckt nur einen Bruchteil dieser Kosten, hilft aber, die Tierschutzarbeit zu finanzieren.
- Schutz vor Weiterverkauf: Sie soll verhindern, dass Tiere kostenlos adoptiert und dann weiterverkauft oder missbräuchlich genutzt werden..
Wozu dient die Schutzgebühr?
Die Schutzgebühr erfüllt mehrere wichtige Funktionen:
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Kostenbeteiligung
Tierheime übernehmen viele Aufgaben, bevor ein Tier vermittelt wird:
- Tierärztliche Versorgung: Impfungen, Entwurmung, Chippen, ggf. Kastration
- Futter und Pflege: oft über Wochen oder Monate
- Verhaltensbeobachtung und Training: besonders bei traumatisierten oder schwierigen Tieren
Die Schutzgebühr deckt diese Kosten teilweise – sie ist meist nicht kostendeckend.
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Verantwortungsbewusste Adoption
Eine Schutzgebühr verhindert, dass Tiere unüberlegt oder impulsiv adoptiert werden. Wer bereit ist, Geld zu investieren, zeigt meist auch mehr Bereitschaft, sich langfristig um das Tier zu kümmern.
- Tierschutzförderung
Die Einnahmen aus Schutzgebühren fließen direkt zurück in den Betrieb des Tierheims und helfen, andere Tiere zu versorgen – besonders solche, die schwer vermittelbar sind oder besondere Pflege benötigen.
Was ist in der Schutzgebühr enthalten?
Je nach Einrichtung und Tierart kann die Schutzgebühr variieren. Häufig enthalten sind:
- Impfungen
- Entwurmung
- Chippen und Registrierung
- Kastration (je nach Alter)
- Gesundheitscheck
- Beratung und Betreuung vor und nach der Vermittlung
Wie hoch ist die Schutzgebühr?
Die Höhe variiert je nach Tierheim, Tierart, Alter und Gesundheitszustand. Hier typische Richtwerte:
| Tierart | Schutzgebühr (ca.) | Leistungen enthalten |
| Hund | 200–400 € | Impfungen, Chip, ggf. Kastration |
| Katze | 100–200 € | Impfungen, Chip, ggf. Kastration |
| Kaninchen | 20–60 € | Impfungen, ggf. Kastration |
| Meerschweinchen | 20–50 € | Grundversorgung |
| Vögel | 10–50 € | Artabhängig |
| Exoten | individuell | z. B. Reptilien, je nach Aufwand |
Hinweis: Manche Tierheime bieten ermäßigte Gebühren für ältere Tiere oder bei besonderen Umständen (z. B. Seniorenadoption). Rassekatzen hingegen kosten ein wenig mehr.
Was bekommt man für die Schutzgebühr?
In der Regel erhältst du:
- Einen gesundheitsgeprüften und ggf. kastrierten Vierbeiner
- Einen Impfpass mit aktuellen Impfungen
- Einen Mikrochip zur Identifikation
- Beratung zur Haltung und Eingewöhnung
- Manchmal auch ein kleines Starterpaket (Futter, Leine, etc.)
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