Und plötzlich hast du keinen Boden mehr unter den Füßen ……

die Welt scheint still zu stehen und da ist nur mehr die Trauer, der Schmerz, diese Leere. Nichts ist mehr wie es einmal war und es wird auch nie wieder so sein.

Vergangenes Wochenende wäre unsere geliebte Fitzi 9 Jahre alt geworden, leider durfte sie ihren Geburtstag nicht mehr erleben – total unerwartet haben wir unsere geliebte Fitzi verloren. Im wahrsten Sinne verloren – sie war nicht krank, sie war quicklebendig, liebt das Leben und uns.

Sie liebte es auf uns herumzuhüpfen, ihr bevorzugter Schlafplatz war auf meinen Mann und nichts und niemand konnte sie daran hindern ihre Lieblingsschlafstelle aufzusuchen.

Sie hat meinen Mann geliebt viel mehr noch als alle anderen, die hier bei unserer Tür reingekommen sind und sie liebte alle ausnahmslos.

Und wenn Besuch kam, der kam nicht zu uns, nein er war nur da um sie zu beflauschen und dies forderte sie auch ein.

Termin zur Zahnsteinentfernung

FitziWir waren in einer Tierklinik zur Zahnsteinentfernung. Ich hatte absichtlich eine Tierklinik gewählt um eine entsprechende Überwachung zu haben, das sogenannte Monitoring. Ich wollte das sie in den absolut besten Händen ist auch bei einer einfachen Zahnsteinentfernung.

Es sollte einfach perfekt sein für sie, damit sie keine Schmerzen hat, sich wohlfühlt, damit es einfach gut ist.

Und dann – ich wollte sie gegen mittags abholen und schon der Gesichtsausdruck des Arztes der mich beim Empfang abholte – ich ahnte schon schlimmes. Schlimmes über ihren Zahnzustand, schlimmes über ihr Blutbild das ich vorsorglich auch in Auftrag gegeben hatte.

Und dann brach eine Welt für mich zusammen – Narkosezwischenfall.

Dieses Wort, unbedeutend und ich klammerte mich noch ein wenig daran, dass alles gut ist Wie durch einen Nebel hörte ich die Worte „Sie hat es leider nicht geschafft, wir haben sie versucht noch eine halbe Stunde lang zu reanimieren aber leider …..“

Der Arzt versucht mir es zu erklären und ich habe es auch wahrgenommen – ich mache ihm keinen Vorwurf, jede Narkose und sei sie noch so klein ist ein Risiko. Immer, ein Umstand den wir gerne verdrängen, nicht sehen, nicht wahrhaben wollen.
Was soll denn schon passieren? Es ist doch nur eine Zahnsteinentfernung.

Und doch ist es passiert, das schrecklichste was einem Katzenhalter widerfahren kann –

Narkosezwischenfall

FitziWir haben unsere geliebte Fitzi bei einer einfachen Zahnsteinentfernung auf dem OP-Tisch verloren.

Zu früh, viel zu früh – ich war noch nicht bereit, nicht mal ansatzweise.

Ein jeder Katzenhalter muss sich irgendwann mal damit abfinden, dass seine geliebte Fellnase den Weg über die Regenbogenbrücke antritt.

Früher oder später müssen wir alle einmal loslassen – aber ich war noch nicht soweit, nicht mal ansatzweise und es kommt mir so surreal vor.

Ich habe Fitzi mitgenommen aus der Tierklinik, ich konnte sie nicht dort lassen denn daheim wartete noch ihre Familie auf sie – ihre Tochter, ihre Enkeltochter und ihre Urenkelin.

Und hier werden nun die Karten neu gemischt. War früher Fitzi die Herrscherin der Taubertalperser, so hat nun absolut souverän die kleine Zwetschke die Herrschaft angetreten im Hause der Taubertalperser und die kleine Maus ist wahrlich über sich hinausgewachsen. Fitzi – du wärst stolz auf deine kleine Tochter.

Fitzi hat nun, nachdem sich alle von ihr verabschiedet haben, ihren letzten Ruheplatz bei uns im Garten gefunden – dort wo auch Lusi, Keno, Maxi und alle anderen schlafen.
Sie ist in guter Gesellschaft und auch wenn es schmerzt und meine Tränen noch lange nicht versiegt sind, so wird sie immer in unserer Erinnerung weiterleben n ihren wunderbaren Nachwuchs, den sie auf die Welt gebracht hat, deren sie eine fantastische Mutter war.

Ruhe sanft geliebte Fitzi ………

Fitzi



7 Gedanken zu „Und plötzlich hast du keinen Boden mehr unter den Füßen ……

  • 16. April 2018 um 22:06
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    Es tut mir so unglaublich leid :-( ich wünsche euch ganz viel Kraft ❤

    Antwort
  • 16. April 2018 um 23:00
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    Als meine Perserkatze neun Jahre alt war, mußte ihr Zahnstein entfernt werden. Sie hat die Narkose gut überstanden. Genau 24 Stunden nach der Narkose, hielt sie den Kopf schief und hatte ein total schiefes Gesicht. Die Ärzte bekamen sie wieder gut hin. Mit knapp 16 Jahren, sie fraß schon vor Schmerzen immer weniger, mußten wir wieder Zahnstein entfernen lassen. Nach der Narkose war alles in Ordnung
    aber nach 24 Stunden, stieß sie immer der Kopf in eine Ecke oder lief im 50 cm Radius, im Kreis.
    Also wieder zur Klinik gerast aber sie überlebte es nicht. Danach mußte ich noch mehrmals meinen
    Hunden, Zahnstein entfernen lassen. Immer mit viel Angst aber alles ging gut.
    Letzte Woche sagte mir der TA, meinen beiden BKH Mix Mädels, müßte mal Zahnstein entfernt werden.
    Sofort ist die Angst wieder da. Wo ich das jetzt von Fritzi gelesen habe, bin ich noch verzagter.
    Aber ehe die Tiere mit dollen Schmerzen rumlaufen, muß man sich ja entschließen ihnen zu helfen.
    Ich weiß aber, was das für ein Schock für Dich gewesen ist. Ich fühle wirklich mit Dir.
    Irene

    Antwort
  • 17. April 2018 um 07:52
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    Hallo, das tut mir wahnsinnig Leid, meine liebe viel Kraft.
    drücke dich.

    Antwort
  • 17. April 2018 um 08:22
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    Das tut mir so leid für euch! Ich kann da voll mitfühlen!
    Wünsche Euch viel Kraft und alles Liebe!!
    Petra

    Antwort
  • 17. April 2018 um 09:40
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    Oh man, so etwas zu lesen, tut mir in der Seele weh, dass mir schon die Tränen kommen. Dabei ist eine Vollnarkose bei Zahnsteinentfernung meiner Meinung nach gar nicht notwendig. Meine Tierärztin nimmt für so etwas immer eine Paste aus der Tube. Das Zeug sieht aus wie der Lebertran aus der Tube, den ich als Kind häufiger bekam. Ich nenne das immer Scheißegal-Paste, es versetzt die Katzen in einen ziemlich benebelten und willenlosen Zustand. Sie sind dann bei Bewusstsein aber in etwa so, als wenn sie aus einer Narkose aufwachen, also taumelig und nicht in der Lage geradeaus zu gehen oder koordiniert zu springen. Das Mittel nimmt sie für alles, wobei das Tier ruhig halten muss und es anders nicht geht. Bei meinen Katzen war es mal zum Röntgen, Blut abnehmen (bei einer sehr willensstarken Heiligen Birma) und bei Zahnstein natürlich. Aber wirklich nur bei Zahnstein, sobald ein Zahn gezogen werden muss, reicht das nicht mehr.

    Hier mal ein paar Ansichten von meiner Tierärztin zum Thema Vollnarkose und Tierärzte generell: es erschreckte sie damals während ihrer Studienzeit die hohe Anzahl der Tiere (bundesweite Zahlen von allen Tierarztpraxen zusammen), die aus der Narkose nicht mehr aufwachen und das hat sie nicht mehr losgelassen. Die Höhe der Dosierungsempfehlung, an die sich die meisten Tierärzte blind halten, kommt aus den Lehrbüchern. Und die ist viel zu hoch. Aber warum auch mal etwas hinterfragen und sich Gedanken machen, ist doch so viel einfacher und steht ja schließlich im Fachbuch so drin. Wird schon richtig sein.

    Nachdem sie dann ihre Praxis eröffnet hatte, hat sie sich an eine ausreichende Dosierung herangetastet. Sie hat mit der halben Menge von der empfohlenen Dosis begonnen und damit lag sie genau richtig. Für alle, die jetzt denken, dass die Tiere dann bestimmt etwas von der OP mitbekommen oder Schmerzen fühlen: sie sagt nein, das würde sie merken. Und wenn ihre Dosis mal nicht ausreicht, weil die OP unerwartet länger dauert, dann dosiert sie nach, aber das passiert selten. Ihr Motto: nachdosieren geht immer, wieder herausholen nicht. Sie verbraucht nach einer OP auch immer entsprechend weniger Aufwachmittel. Und je weniger Narkose- und Aufwachmittel, desto weniger Belastung für Niere und Leber. Sie praktiziert jetzt seit irgendwas um und bei 20 Jahren herum und ihr ist noch kein einziges Tier in der Narkose gestorben, während ihre Kollegen im Umkreis mindestens ein Tier pro Jahr haben.

    So wie dies macht sie vieles anders als ihre Kollegen und der Erfolg ihrer Behandlungsmethoden (die geheilten Tiere) gibt ihr dabei recht. Sie hinterfragt, sie bildet sich weiter, sie ist nicht festgefahren, sie betrachtet alles ganzheitlich, das heißt, da wo pflanzliche Mittel völlig ausreichend sind, verzichtet sie auf die (Nieren und Leber belastenden) Medikamente der Schulmedizin. Ich liebe diese Frau und hoffe, dass sie mir und meinen Fellmonstern noch sehr sehr lange erhalten bleibt.

    Antwort
  • 17. April 2018 um 10:23
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    Ich wünsche euch viel Kraft… mein Beileid, es ist hart wenn man ein geliebtes Tier gehen lassen muss. Ich habe es vor 7 Jahren gefühlt .. wie mein Karteuser gestorben ist, in diesen Augenblick war ich im unseren Gottedienst, als ich nach Hause kam ist er schon gestorben,, aber ich habe es schon seit langen bemerkt das es im Alter von 16 Jahren mit Niereninvusiens nicht mehr lange die Kraft hatte.

    Antwort
  • 17. April 2018 um 10:52
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    Ich kenne das Gefühl auch und kann euch sehr gut verstehen. Ich fühle mit euch, es tut mir sehr leid um die Fritzi. Nun erinnere mich wieder an den Moment als ich vor 5 Jahren meinen 11-jährigen Tiger wegen Zungenkrebs erlösen lassen musste. Erst letztes Jahr habe ich mir wieder einen 6-jährigen Kater geholt, die Zahnsteinentfernung ging bei ihm glücklicherweise reibungslos ab. Er war auch bis 17.00 in einer Art Tierklinik zur Überwachung. Meiner anderen Katze hatte ich im Alter von 5 Jahren Zahnstein entfernen lassen. Die Narkose vertrug sie nicht gut. Habe sie mittags beim TA abholen müssen, war bis ca. 20.00 h richtig „gaga“, Nun ist es wohl bald wieder soweit und mir ist himmelangst davor.
    Ich wünsche euch in nächster Zeit viel Kraft beim Bewältigen eures Verlustes. LG Ruth

    Antwort

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