Ungiftige Balkon- und Gartenpflanzen für Katzen

Jedes Frühjahr fragen sich besorgte Katzenhalter welche Balkon- und Gartenpflanzen sie kaufen können um ihre Katzen nicht zu gefährden.

Heute will ich euch ein paar Pflanzen vorstellen, die nicht nur für die Katzen absolut ungefährlich sind sondern auch noch hübsch aussehen.

Noch ein Hinweis, alle von mir angeführten und fotografierten Pflanzen eignen sich nicht nur für den Garten sondern auch für die Terrasse oder Balkon als Kübelpflanze, mit Ausnahme des Klatschmohns.

Ich habe mit den Pflanzen, die ich so kaufe eine Vereinbarung – wenn sie meinen „grünen“ Daumen in den Pflanzkübel überleben, dürfen sie das Jahr darauf in ein schönes großes Beet umziehen J Das heißt sie sind eindeutig Kübelerprobt ;-)

Ich denke die erste für Katzen ungefährliche Pflanze, die sofort einen jeden in den Sinn kommt ist die

Katzenminze (Nepeta cataria)

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Die Katzenminze gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Farben und Größen und ist auch für uns Menschen eine optische Augenweide. Allerdings der Geruch – in geballter Ladung ist der Duft für uns nicht so berauschend wie für unsere Katzen.

Ein sonniger bis vollsonniger Standort ist perfekt für diese Pflanzenart geeignet. Ob im Beet, einem Balkonkasten oder einen Kübel gepflanzt, sie mag keinen Schatten und sollte entsprechend auch nicht dort stehen, wo sie tagsüber wenig bis keine Sonne erreicht, da sie diese für ihre Vitalität benötigt.

Margerite (Leucanthemum)

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Der optimale Standort für die Margerite ist sonnig. Im Schatten ist die Blühkraft der Pflanze weniger. Aber im lichten Gehölzschatten gedeiht die Leucanthemum wiederum prächtig.
Auch winternasse Standorte sind nichts für sie. Der geeignete Standort ist auch vor Wind geschützt, denn viel zu schnell knicken die hohen und zarten Stängel im Wind. Ihr Boden darf sich als nährstoffreich und trocken erweisen.

Salbei (Salvia)

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Als Sonnenkind liebt der Salbei einen sehr hellen Platz im Garten, gerne auch in der vollen Sonne. Er fühlt sich an allen warmen Plätzen im Garten wohl. Das kann sowohl ein Staudenbeet sein, wie auch ein Kiesbeet, Prärie- oder Steingarten. Wichtig bei der Vergesellschaftung mit dem Steppensalbei ist, dass die übrigen Pflanzen im Beet ihm nicht das Licht streitig machen. Denn je mehr Sonne die Pflanze erhält, umso üppiger fällt die Blüte aus.

Wenn man im Übrigen die verwelkten Blütenstände abschneidet hat man nach 5-7 Wochen meist eine Nachblüte. Im Normalfall dann zwar nicht so üppig aber trotzdem noch weiterhin schön anzusehen.

Eine Salvia wohnt nun das zweite Jahr in einem Pflanztopf im Freien. Das überwintern klappte überraschenderweise sehr gut und nun erfreut sie mich im 2. Jahr in Folge mit ihrer Blütenpracht. Das einzige, sie hat nur erfolgreich die zweite Pflanze in diesem Topf verdrängt.

Salvia gehört auch zu den Pflanzen die man sehr gut teilen kann, was man vorzugsweise im Frühjahr vor der ersten Blüte macht. Gleichzeitig empfiehlt sich auch ein Rückschnitt auf eine Handbreit über den Boden.



Lavendel (Lavandula angustifolia)

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Der Echte Lavendel braucht einen sonnigen und warmen Standort mit mittelschwer bis sandi-kiesigen Boden, der trocken sein sollte.
In jedem Fall sollte ein guter Wasserabzug gegeben sein – dies gilt vor allem für die Kultur im Topf oder Kübel, wo eine Lage Kies oder Blähton als Drainageschicht verwendet werden sollte. Staunässe findet Echter Lavendel absolut kontraproduktiv.

Klatschmohn (Papaver rhoeas)

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Zur gezielten Pflanzung im Garten wählt man für den Klatschmohn einen sonnigen und warmen Standort aus. Im Schatten gedeiht Papaver rhoeas nicht. Ein windgeschützter Platz verhindert, dass die zarten Blütenblätter vorzeitig davongeweht werden.

Die Bodenansprüche des Klatschmohns sind bescheiden: Er wächst am besten in trockenen, mäßig nährstoffreichen Böden, die locker und – dank eines hohen Sandanteils – schön durchlässig sind. Ein erhöhter Kalkgehalt kommt Papaver rhoeas sehr entgegen.

Jakobsleiter (Polemonium caeruleum )

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Eine, meiner schönsten Pflanzen die ich wohl dieses Jahr für meinen Garten gekauft habe ist die Jakobsleiter. Mit ihren kleinen violetten Blüten erfreut sich mich über Monate hinweg mit ihrer Schönheit.

Am wohlsten fühlt sich die Jakobsleiter, oder auch Himmelsleiter genannt, im Halbschatten. Allerdings wenn man sie gut gießt gedeiht sie auch ganz fantastisch in der Sonne.
Auch im Garten bevorzugt die Staude einen nährstoffreichen, durchlässigen und humosen Boden, der frisch bis feucht ist. Staunässe solltet ihr jedoch unbedingt vermeiden.

Glockenblume (Campanula)

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Es gibt mittlerweile über 300 Glockenblumenarten. Ich habe mich für zwei sehr unterschiedliche Arten entschieden. Zu einem für die Knäuel-Glockenblume und dann für die Großblütige Glockenblume.

Ich finde die Blütenfarbe einfach schön und sie passten optisch auch sehr gut zu meiner Jakobsleiter und der Katzenminze.

Eins haben die meisten Glockenblumen allerdings gemeinsam: Sie bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, gedeihen eigentlich in jedem nahrhaften, durchlässigen Boden und reagieren etwas empfindlich auf Nässe. Ansonsten ist sie eine äußerst anspruchslose Pflanze, die äußerst langanhaltend blüht.

Männertreu (Veronica chamaedrys)

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Eine Pflanze, die ihren Namen ihre Existenz bei mir im Garten verdankte wird im übrigen auch Frauenbiss, Katzenäuglein oder auch Gamander-Ehrenpreis genannt. Abgesehen von den entzückenden Blüten, der Name ist doch echt klasse, oder?
Ich habe die hübsche Variante mit drei verschiedenfarbigen Blüten gewählt – bring Farbe in den Leben, oder so :-)

Männertreu bevorzugt ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen. Dabei sollte der Standort so gewählt werden, dass dieser nicht zu trocken und heiß ist. Achtet beim Einpflanzen ebenso darauf, dass die Pflanze nicht zu dunkel steht, also nicht im lichten Schatten oder noch dunkler und auch nicht zu kühl. In dem Fall würde die Pflanze nur mickrig wachsen oder sogar eingehen.

Besonders wohl fühlt sich die Pflanze in einem frischen und leicht feuchten Boden, der zudem nährstoffreich und durchlässig ist.

ACHTUNG Verwechslungsgefahr: Männertreu wird auch die blaue Lobelie (Lobelia erinus) genannt die natürlich giftig ist.

Mädchenauge (Coreopsis)

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Als ich mir diese Pflanze gekauft hatte, habe ich nicht darauf geachtet ob sie nun giftig oder ungiftig für Katzen ist. Sie sollte ihre Bestimmung bei uns im Garten haben an die meine Katzen nicht hinkommen. Aber mir gefielen ihr Aussehen und die Farben so gut, dass ich sie einfach mitnehmen musste J

Umso mehr freute es mich, dass ich bei meiner Recherche für diesen Artikel entdeckte, dass dieses Mädchenauge für Katzen ungiftig ist.

Das Mädchenauge liebt warme, mäßig feuchte und voll sonnige Standorte.  Es sollte bestenfalls über die Hälfte des Tages in der Sonne stehen.  Kurzzeitige schattige Abschnitte werden aber auch gut vertragen.  Der Boden sollte vor allem humus- und nährstoffreich sein. Von Vorteil sind auch gut drainierte Böden.

Eisenkraut (Verbena officinalis)

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Das Echte Eisenkraut, auch Taubenkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut oder Wunschkraut genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Verbenen gehört. Es ist eine traditionelle Heilpflanze und wird bei leichten Depressionen, Durchfall, Magen- und Darmbeschwerden sowie nervöser Unruhe, Wundheilung und Appetitlosigkeit bei den Menschen angewendet.

Hier hättet ihr also eine ungiftige Pflanze, die auch noch als Heilpflanze eine wichtige Bedeutung hat. Und, seht doch mal was für eine tolle Farbe ihre Blüte hat ;-)

Eisenkraut ist ein absolut anspruchsloses Gewächs. Sonnig und warm liebt es das Kraut und verträgt auch sommerliche Hitze sehr gut.
Neuere Züchtungen sind äußerst standfest, selbst Wind und Regen machen den zarten Blütenwogen nichts aus. Der Boden sollte leicht sauer, humos, etwas feucht und gut durchlässig sein. Für die Pflanzung im Kübel oder Balkonkasten sind eine gute Blumenerde und ein nach Süden ausgerichteter Standort optimal.

Weitere ungiftige Pflanzen für Katzen

Ungiftige Pflanzen
Ackerstiefmütterchen
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Austr. Flaschenbaum (Brachychiton rupestris)
Bergpalme (Chamedorea elegans)
Birnbaum (Pyrus communis)
Blasenbaum (Koelreuteria paniculata)
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Dattelpalme (Phoenix spp.)
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Dickblatt (Crassula spp.)
Dreimasterblume (Tradescantia spp.)
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Efeuaralie (Fatshedera lizei)
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Eisenkraut
Elfensporn
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Feldthymian (Quendel)
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Frauenhaarfarn (Adiantum spp.)
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Gänseblümchen
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Gloxinie (Sinningia-Hybriden)
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Großblütige Nachtkerze
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Hagebutte (Rosa canina L.)
Harfenstrauch (Plectranthus fruticosus)
Haselnuss (Corylus avellana)
Hibiskus (Hibiscus spp.)
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Hohe Deutzie
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Japanische Scheinquitte
Japanische Zierkirsche
Johannisbeere (Ribes)
Kamelie (Camellia japonica)
Kanadische Felsenbirne
Katzengamander
Katzenminze
Kentia-Palme (Howea spp.)
Keulenlilie (Cordyline spp.)
Klatschmohn
Klimme, Zimmerrebe (Cissus antarctica)
Kokospälmchen (Microcoelum weddelianum)
Kokospalme (Cocos nucifera)
Korbmarante (Calathea spp.)
Kornelkirsche (Cornus mas)
Kranzschlinge (Stephanotis floribunda)
Krossandre (Crossandra undulifolia)
Kussmäulchen (Nematanthus spp.)
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Leuchterblume (Ceropegia woodii)
Losbaum (Clerodendron thomsonae)
Magnolie
Männertreu
Maulbeerbäume (Morus spp.)
Mehlbeere (Sorbus aria)
Mittagsblume (Lampranthus aurantiacus)
Mooskraut (Selaginella spp.)
Mutterkraut
Orchidee (Cypripedium spp.)
Orchidee (Odontoglossum spp.)
Osterkaktus (Rhipsalidopsis spp.)
Pantoffelblume (Calceolaria spp.)
Pellefarn (Pellea rotundifolia)
Pfeifenstrauch (falscher Jasmin)
Pfeilwurz (Maranta leuconeura)
Pfirsichbaum
Pflaume (Prunus domestica) (nur Kern ist giftig)
Primeln
Purpur-Hartriegel
Rachenrebe (Columnea spp.)
Ranunkelstrauch
Rosen
Roseneibisch
Rotblatt (Setcreasea purpurea)
Roter Fächerahorn
Salbei
Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
Saumfarn (Pteris cretica)
Schamblume (Aeschynanthus speciosus)
Schattenröhre (Episcia spp.)
Schiefteller (Achimenes longiflora)
Schildfarn (Polystichum falcatum)
Schmetterlingsstrauch
Schusterpalme (Aspidistra elatior)
Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata)
Schwertfarn (Nephrolepis spp.)
Silber-Eschenahorn
Sonnenblumen
Spierstrauch
Stechpalmenfarn (Cyrtomium spp.)
Steinbrech (Saxifraga spp.)
Stiefmütterchen (Viola tricolor)
Stockrose (Althea roso]
Strauchveronica (Hebe andersonii)
Streifenfarn (Asplenium nidus)
Süßholz (Glycyrrhiza glabra)
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Wachsblume (Hoya spp.)
Wasser-/Ackerminze
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Zitronenmelisse
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Zyperngras (Cyperus spp.)

Ich hoffe euch gefällt dieser Beitrag und habt beim Betrachten der Fotos genauso viel Freude wie ich sie hatte beim Einpflanzen der jeweiligen Pflanzen und fotografieren.

Gerne dürfen meine Beiträge im Übrigen in den diversen sozialen Medien geteilt werden :-)



2 Gedanken zu „Ungiftige Balkon- und Gartenpflanzen für Katzen

    • 15. April 2020 um 17:12
      Permalink

      Hallo Bianca,

      da hast du vollkommen Recht. Ich habe in der Tabelle auch einige giftige Pflanzen darin, die allerdings gar nicht angezeigt werden sollten. Da hat es mir eindeutig etwas „zerschossen“ und muss ich drübergucken.

      Danke dir für den Hinweis.

      Antwort

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