AllgemeinAnschaffung

Rassekatzen vom seriösen Züchter sind nicht teuer – sie sind ihren Preis wert

Warum Rassekatzen auf den ersten Blick teuer wirken

„Warum sind Rassekatzen eigentlich so teuer?“ – diese Frage liest man oft in Foren und Gesprächen. Klar, 900-1200 € für ein Kitten klingt erstmal viel.

Aber wenn man sich anschaut, was dahintersteckt, merkt man schnell:

Das ist nicht teuer – das ist fair.

Was steckt wirklich hinter dem Preis?

Nehmen wir mal ein Beispiel:

Eine Zuchtkatze hat in ihrer aktiven Zeit etwa 4 Würfe mit durchschnittlich 5 Kitten – also 20 Kitten insgesamt. Bei einem Preis von 900-1200 € wären das 18.000 - 24.000 € Einnahmen. Klingt gut? Nicht ganz.

Denn hier sind noch keine Kosten abgezogen:

  • Zuchtkatze: ca. 1.800 €
  • 3 Kitten, die nicht überleben: ca. 2.400 €
  • Deckgebühren: ca.2.000 €
  • Vereinsbeiträge: ca. 200 €
  • Stammbäume: ca. 255 €
  • Impfungen & Entwurmung: ca. 2.720 €
  • Kastration der Kitten 3.395 €
  • HCM-Untersuchungen: ca. 550 €

Bleiben rund 4.680 € – 10.680 über 5 Jahre – also etwa 2.136 € pro Jahr im besten Falle. Und da sind Futter, Streu, Vorsorge, Ausstellungen, Urlaubsverzicht und schlaflose Nächte noch nicht eingerechnet.

Wenn wir es nun noch genauer nehmen sind dies pro Monat 178 Euro. Ihr wisst alle was Katzenfutter und Streu kostet und was ihr im Monat so für Katzen ausgebt – wie weit kommt ihr mit 178 Euro?

Und von Strom- und Wasserkosten wollen wir erst gar nicht reden oder den Fahrten zum Tierarzt usw. 

Billiger geht immer – aber auf wessen Kosten?

Katzen ohne Stammbaum werden oft günstiger angeboten. Manche behaupten, sie würden genauso gut züchten – nur eben ohne „teure Papiere“. Aber ein Stammbaum kostet gerade mal 15–30 €. Der Preisunterschied kommt woanders her:

  • Keine Gesundheitsvorsorge
  • Keine Tests auf Erbkrankheiten
  • Billiges Futter
  • Keine tierärztliche Betreuung
  • Zu viele Würfe pro Katze

Billig heißt oft: gespart auf Kosten der Tiere.

Khalessi, Taubertalperser, Katzenblog, SchildpattkatzeWas macht einen guten Züchter aus?

Züchter ist kein geschützter Begriff – jeder kann sich so nennen. Aber ein echter Züchter:

  • Hat ein Zuchtziel (z. B. bessere Fellqualität, gesündere Linien)
  • Ist Mitglied in einem Verein mit klaren Regeln
  • Lässt seine Tiere regelmäßig untersuchen (HCM, PKD, HD etc.)
  • Versorgt trächtige Katzen tierärztlich
  • Geht auf Ausstellungen zur Qualitätskontrolle
  • Gibt Kitten nur geimpft und entwurmt ab

Ein Vermehrer hingegen züchtet oft nur aus Spaß oder Gewinninteresse – ohne Rücksicht auf Gesundheit oder Rassestandards.

So erkennst du einen seriösen Züchter

  • Hat er einen Stammbaum für die Kitten?
  • Ist er in einem anerkannten Verein?
  • Führt er alle nötigen Gesundheitstests durch?
  • Kann er dir erklären, warum und wie er züchtet?
  • Reagiert er offen, wenn du die Kosten für den Stammbaum übernehmen willst?

Wenn nicht – Finger weg.

Fazit: Qualität hat ihren Preis – und das ist gut so

Eine Rassekatze vom seriösen Züchter kostet Geld – aber du bekommst dafür ein gesundes, gut sozialisiertes Tier mit nachvollziehbarer Herkunft. Billigangebote sind meist auf Kosten der Tiere kalkuliert. Und das sollte niemand unterstützen.

Checkliste für den Rassekatzenkauf aus einer seriösen Zucht


Hat dir dieser Beitrag gefallen und du möchtest auch in der Zukunft keine tollen Tipps zur Katzenhaltung oder interessante Produktempfehlungen verpassen?
Abonniere einfach unseren Blog und erhalte die neuesten Beiträge einfach direkt in den Mailfach.

Gerne darfst du auch unsere Beiträge mit anderen Katzenliebhabern teilen.



 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Abonniere uns per Mail
Instagram
RSS
Cookie Consent mit Real Cookie Banner