Was für eine Rasse ist meine Katze? – Taubertalperser

Was für eine Rasse ist meine Katze oder auch täglich grüßt das Murmeltier.
In regelmäßigen Abständen kommen sie wieder die Beiträge von Personen die wissen möchten was für eine Rasse in ihrer Katze steckt oder was für eine Rasse ihrer Katze ist.

Gebetsmühlenartig wiederholt man wieder und wieder, dass man ohne entsprechenden Abstammungsnachweis absolut nichts sagen kann.
Es könnte sein das …. aber nur weil eine Katze optisch aussieht wie eine Norweger oder wie ein Brite heißt es noch lange nicht das auch wirklich ein Brite oder Norweger da mal mitgemischt hat oder diese Katze gar eine Norweger oder Brite ist.

Im Besten Falle hat man einen Mix daheim anderenfalls nicht einmal das, sondern einfach nur eine ganz normale Hauskatze die zufällig einer Norweger oder einem Briten ähnlich sieht.

Ganz toll ist es dann wenn Leute dann sagen „Hey sie sieht aus wie meine Muschi und das ist eine echt Rassekatze“. Kurzes Nachfragen ergibt dann, dass dieser User natürlich keinen Stammbaum besitzt und dann versucht man auch diesen zu erklären dass auch er keine Rassekatze hat sondern einfach bei einem dieser typischen Vermehrer sich eine Katze gekauft hat.
Der Vermehrer hat zwar behauptet das dieser einen echten XY-Rassekatze sei aber behaupten, ganz ehrlich, behaupten kann man viel.

Ich brauche keine Papiere, die liegen eh nur in der Schublade

Rasse, Frage, Taubertalperser, Was für eine Rasse ist meine KatzeUnd dann, spätestens an dieser Stelle beginnt in diversen Facebookgruppen der reine Zickenkrieg und es wird gemotzt und gemault. Denn so hat es einem der Verkäufer gesagt, wäre dies ja eine Rassekatze..
Und man bräuchte keine Papiere, die würden ja eh nur in der Schublade rumliegen.

Ach Leute, es ist egal ob ihr die in der Schublade liegen habt oder eingerahmt am Klo hängen oder ihr euch damit eine Wand tapeziert. So ein Stammbaum für eine Katze ist wie der Typenschein beim Auto.
Ihr würdet doch niemals euch ein Auto kaufen ohne entsprechenden Fahrzeugbrief.

Und ja auch wenn es ein wenig absurd klingt und manche meinen man könne dies nicht vergleichen, wo sie nicht so ganz Unrecht haben. Aber so wie im Fahrzeugbrief, stehen auch wichtige Informationen im Stammbaum eurer Katze und nur durch einen passenden Fahrzeugbrief kann dies entsprechend belegt werden.

Und mal ehrlich, liegt der Fahrzeugbrief nicht auch in irgendeiner Schublade oder gar im Handschuhfach? Wie oft habt ihr denn den Fahrzeugbrief schon gebraucht?
Ich brauch die nur zweimal im Leben meines Autos – beim An- und beim Verkauf.

Wenn ich Papiere gewollt hätte wäre die Katze teurer geworden

Nein, nicht die Papiere machen die Katze teurer. Die Papiere kosten zwischen 15-30 Euro pro Katze. Das was eine Rassekatze mit Papiere teurer macht als die vermeintliche Rassekatze ohne Papiere sind die entsprechenden Tests auf diverse genetische Erkrankungen die an den Nachwuchs vererbt werden. Um zu vermeiden werden die Tiere _vor_ einer Verpaarung getestet um dann gesunde Kätzchen zu haben, die euch jahrelang Gesellschaft leisten sollen und euch erfreuen.

Ein jeder seriöse Züchter hat für seinen Nachwuchs entsprechende Stammbäume wenn er sie abgibt, hat er keine, muss er die erst beantragen dann seid euch sicher, da stimmt etwas nicht und der „Züchter“ ist in keinem Verein und will euch seinen Nachwuchs als reinrassige XX verkaufen obwohl sie dies nicht sind.

Rasse, Frage, Taubertalperser, Was für eine Rasse ist meine KatzeNoch mal ganz kurz zusammengefasst

  • Nur eine Katze mit einem Stammbaum eines anerkannten Vereines ist als Rassekatze anerkannt
  • Stammbäume kosten nur 15-30 Euro
  • Kein seriöser Züchter gibt seinen Nachwuchs ohne Stammbaum ab
  • Der Preis einer Rassekatze setzt sich aus unzähligen Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen und Tests zusammen und der seriöse Züchter verdient da nichts am Verkauf eines Liebhabertieres.
  • Gewinn kann der Züchter erst machen durch den Verkauf von Tieren in die Zucht (und man hat pro Wurf kaum lauter Kitten dabei die für die Zucht geeignet sind)

Bevor Missverständnisse entstehen

Eine jede Katze, wirklich ausnahmslos jede Katze ist liebenswert und hat ein Recht auf ein liebevolles, geborgenes Zuhause. Aber man muss nicht Personen unterstützen, die einfach Katzen verpaaren ohne Kenntnisse der Genetik usw.

Wer einer Katze ein neues Zuhause schenken möchte soll sich doch bitte im örtlichen Tierheim umsehen, die sind aktuell wieder gerade proppenvoll, Vergesst aber dabei bitte nicht die Graufellchen, nicht immer muss es ein kleines Kätzchen sein. Eine gute Anlaufstelle für Rassekatzen wäre auch die Maine Coon-Hilfe, die sich rührend und aufopferungsvoll um diese tolle Rasse kümmert und schon manche Notfellchen vor einem schlimmen Schicksal bewahrt haben. Sie suchen im übrigen immer wieder auch Pflegestellen.

Oder wenn ihr ein Rassekätzchen sucht dann informiert euch und holt euch euren Liebling beim seriösen Vereinszüchter.


2 Gedanken zu „Was für eine Rasse ist meine Katze? – Taubertalperser

  • 8. September 2018 um 16:27
    Permalink

    ach, so süß, wenn ich doch eine Katze haben könnte!

    danke für den Artikel!

    Antwort
  • 8. September 2018 um 17:07
    Permalink

    Guter Artikel. Meine Katze, Freigänger, ist eine BKH mit Kartäuser – Einschlag. Blau – Grau mit stechenden Bernstein – Augen.

    Und wir haben sie nur durch Zufall bekommen. Im Alter von 2 Jahren.

    Antwort

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