Maneki Neko: Die Winkekatze als Glücksbringer

Vielen von uns Katzenliebhabern ist sie bekannt und der eine oder andere hat sicher auch eine Maneki Neko daheim in seinen vier Wänden stehen. Und heute am 29.9. wird offiziell der Maneki Neko Tag in Japan gefeiert.

Die Winkekatze, auch Maneki Neko (招き猫) genannt, ist ein von Mythen und Legenden umwobener Glücksbringer ursprünglich aus Japan.

Die Ur-Variante der Maneki Neko wird von der japanischen Bobtail mit ihrem dreifarbigen Fell abgeleitet und die winkende Bewegung ist eine Anlehnung an das putzen des Gesichtes echter Katzen. 

Sie birgt eine lange Geschichte, die bis in die Edo-Zeit (1603 bis 1868) zurückgeht.
Es ranken sich verschiedene Legenden um diese Katze und keiner kann heute mit absoluter Bestimmtheit sagen welche nun wahr ist.

Aber die wohl bekannteste ist die Legende um den Gotokuji Tempel (豪徳寺) in Tokyo, der als Ursprungsort der Maneki Neko gelten soll.

Ein Fürst aus Hikone gerät in ein Unwetter

Eines Tages war der wohlhabende Fürst Noatakai aus Hikone ganz in der Nähe von Tokio unterwegs, als ein schweres Unwetter aufkam. Er fand unter einem Baum Unterschlupft, ganz in der Nähe eines Tempels.

In dem einfachen Tempel lebte ein armer Priester mit seiner treuen Katze „Tama“. Tama war eine dreifarbige Katze. Bereits seit unzähligen Jahren gelten dreifarbige Katzen in Japan als sogenannte Glückskatze und werden als Glücksbringer angesehen

Maneki Neko, Taubertalperser, Winkekatze, Glückskatze, Katzenblog, WinkekatzeTama die Katze rettet den Fürst durch Winken

Als das Unwetter schwerer wurde und der Fürst in Not kam, sah er Tama an der Eingangstüre des Tempels sitzen. Tama, die Katze bewegte ihre Pfoten in einer augenscheinlich einladenden Geste, sie winkte, so schien es den Fürsten, ihn herein.

Der Fürst folgte dieser Einladung und plötzlich schlug der Blitz,  in den als Unterstand gewählten vermeintlich rettenden Baum ein. Die Katze hatte also den Fürst vor großem Unheil bewahrt.

Winkekatze wird zum Glückssymbol

Der Fürst beschenkte den armen Priester und wurde zum Freund des Tempels. Seit dieser Zeit wurde der Tempel mit Wohlstand und Glück übersäht und die winkende Katze wurde zum Glückssymbol. Als Tama starb wurde sie mit allen Ehren bestattet und die Legende war geboren.

Nach dem Tod der Glückskatze Tama wurde zu ihren Ehren im Maneki Neko Tempel ein Schrein errichtet.

Die weiße Katze wurde dort nun als Gott namens Shobyo Kannon verehrt. Besucher begannen schon bald damit, Maneki Neko Katzen Skulpturen als Dank für ihre durch den Katzengott erfüllten Bitten in den Maneki Neko Tempel zu bringen.

Das erklärt, warum der Maneki Neko Tempel heute eine ganze Armee winkender Glückskatzen in den verschiedensten Größen beherbergt. Das macht ihn zur Attraktion für Touristen und Besucher – von denen einige dem Katzengott auch mal eine Dose Thunfisch spendieren.

Eine weitere Legende

Eine weitere Legende erzählt von einer Geisha, die eine japanische Katze als Haustier hatte. Doch eines Tages ging die Katze auf ihre Besitzerin los und so wurde der Katze zum Schutz der Geisha der Kopf abgeschlagen.

Noch im Flug biss der abgetrennte Kopf der Katze in eine Giftschlange, die auf die Geisha lauerte und rettete jene somit. Die Geisha war aufgrund des Verlustes ihrer treuen Katze so traurig, dass der Hausbesitzer ihr eine Katzenfigur aus Keramik schenkte.

Maneki Neko, Taubertalperser, Winkekatze, Glückskatze, KatzenblogManeki Neko Schreine und Altare

Wie bereits erwähnt, spielt der Gotokuji Tempel in Setagaya, Tokyo, eine wichtige Rolle. Dieser ist vor allem durch den kleinen Nebenschrein mit seinen zahlreichen japanischen Maneki Nekos bekannt und ein sehr beliebtes Fotomotiv.

Ein weiterer bekannter Schrein ist der Imado Schrein in Asakusa, Tokyo. In diesem kleinen Schrein findet ihr neben großen Granitfiguren auch Ema (絵馬, Holzplatten für Wünsche), welche mit Maneki Neko gestaltet sind.

Auch ein kleiner Katzen-Altar mit verschiedensten Katzenfiguren befindet sich dort.

Besucher des Imado Schreins können dort ein Pärchen aus einem weiblichen und mönnlichen Maneki Neko bewundern  sowie den „Enmusubi Schrein“, der  besonders bei jungen Frauen beliebt ist. Denn die Gottheiten solcher Schreine sollen dabei helfen, einen Partner zu finden und bald zu heiraten.

Es gibt aber noch viele andere Katzenschreine in Japan und einer sollte absolut nicht unerwähnt bleiben ist er doch auf der japanischen Insel Tashirojima beheimatet, die auch als Katzeninsel bekannt ist da hier unzählige wilde Katzen leben.

Die Bedeutung der Winkekatze

Eigentlich wird die Maneki Neko in der Allgemeinheit als glücksbringende Katze bezeichnet, die mit ihrer erhobenen Pfote ihrem Besitzer Glück herbei winkt.

So soll eine erhobene linke Pfote Kunden und gute Geschäfte anlocken, weshalb man diese oft in Läden und Restaurants entdeckt.

Winkt die Katze mit der rechten Pfote soll dies Wohlstand und Glück bringen. Diese Art der japanischen Winkekatze kann man daher oft bei Lotterien finden.  Gerade bei dieser Variante findet man häufig zusätzlich noch eine Münze aus Gold (Koban) in der rechten Pfote. Auf der Münze finden sich oft japanische Schriftzeichen „千万両 せん まん  りょう“, es steht für 10 Mio ryo (ryo steht hierbei für eine Geldeinheit).
Wenn ihr also so eine Katze verschenkt wünscht ihr dem Beschenkten durch den Glücksbringer „einen Überfluss an Geld“.

Die japanische Maneki Neko gibt es inzwischen auch als Figure, die beide Pfoten erhoben haben. Diese Form soll das Haus oder Geschäft schützen.

Übrigens je höher die Wink-Geste ausfällt umso besser ist das Resultat.

Maneki Neko, Taubertalperser, Winkekatze, Glückskatze, KatzenblogDie Farbbedeutung der Maneki Neko

    Calico Katze(dreifärbige Katze): Mike-Neko, bringt am meisten Glück

    Rote Katze: Schutz vor Bösem & Krankheiten

    Rosa Katze: Liebe, Beziehung und Romantik

    Schwarze Katze: Gesundheit und hält Böses (Geister und Stalker) fern

    Weiße Katze: Reinheit und positive Ereignisse

    Goldene Katze: Wohlstand und Reichtum

    Silberne Katze: erfüllt Wünsche des Besitzers

Viele weitere asiatische Länder, wie Thailand und China haben die winkende Katze für sich entdeckt. Inzwischen ist Maneki Neko als schmückendes Element und Glücksbringer in aller Welt bekannt

Mittlerweile hat aber neben Japan auch China und Thailand die entzückend winkende Katze für sich entdeckt und so verwundert es wohl kaum das Maneki Neko mittlerweile in aller Welt bekannt ist.

Wer also seinen katzenbegeisterten Freunden etwas Besonderes schenken will, liegt mit so einem Glücksbringer* absolut richtig zumal es diese in unterschiedlichen Variationen gibt.

Sei es als Schlüsselanhänger*, solarbetriebene Dekofigur* oder auch als Kaffeetasse*.




Partnerlinks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.