Abtenteuer Katzenausstellung: Privatpension – niemals wieder!!!

Nachdem ich ja voller Stolz von meiner ersten Katzenausstellung heimgekommen war mit zwei für mich damals tollen Bewertungen wollte ich mehr.

Mein Dividi sollte Champion sein!

Ich hatte ja nun schon mein ganzes Ausstellungsequipment beisammen, Shampoo hatte ich in Hülle und Fülle und Dividi hatte die Zeit mit mir im Hotel eindeutig genossen. Es sprach also absolut nichts dagegen, dass ich noch weitere Ausstellungen besuchen sollte.

Schicke Hotels, nur bitte keine Tiere!

Etwas was mir als besonders nervig erschien war neben der Ausstellungssuche auch die Suche nach einer passenden Unterkunft. So ein Ausstellungswochenende ist ganz schön teuer und wenn man dann auch noch ein Hotel benötigt ist man schnell mal bei 500 Euro für nur 1 Wochenende!

Davon abgesehen haben damals auch viele Hotels auch noch den Zusatz „keine Tiere“. Na super … ein Umstand der mich dazu veranlasste später mal das eine oder andere „tierfreundliche“ Hotel auf meiner Webseite vorzustellen.

Thermenhotel Quellenhof, Bad Füssing, Taubertalperser, Reisen, Travel, Entspannung, WellnessDie nächste Ausstellung ist geplant

Nachdem Dividi ja so super brav war bei der ersten Ausstellung und dort auch noch seinen ersten Punkt für den Titel „Champion“ erhielt wollte ich natürlich weitermachen. Bzw. eine Bewertung mit mindestens exzellent benötigte ich ja auch noch um mit ihm züchten zu dürfen.

Also mal wieder Ausstellungstermine angesehen, geguckt wo die jeweiligen Orte sind (zu weit wegfahren will man ja Anfangs auch noch nicht) um dann die passende Ausstellung zu finden und mich mit meinem Kater dort anzumelden.

Himmel was war ich aufgeregt.

Sofort machte ich mich dann auch auf die Suche nach einer passenden Unterkunft für meinen kleinen zukünftigen Champion und mich was sich dieses Mal aber als nicht so einfach darstellen sollte.

Ja es gab genügend Hotelzimmer mit einem Preis von über 250 Euro/Übernachtung +20 Euro/Nacht pro Tier.
Ähm, mein erster Ausspruch ihr könnt es euch vermutlich denken es hat etwas mit der menschlichen Rückseite zu tun ;-)

Ich war nun total niedergeschlagen, 250 Euro/Übernachtung ganz ehrlich das muss ein Luxus-Hotel sein – war es aber nicht. Nein, das ist nicht okay und so machte ich mich auf die Suche nach einer preiswerteren Alternative.

Gesucht und gefunden!

Ich verbrachte wohl Stunden damit eine Unterkunft für mich und Dividi zu finden. Zu teuer, zu weit weg, keine Tiere erlaubt, …….

Es war echt zum Mäusemelken, bis ich dann die Idee hatte nach Pensionen etc. zu suchen. Und da wurde ich dann auch sehr schnell fündig. Eine kleine Privatpension in unmittelbarer Nähe zur Ausstellungshalle und preislich absolut attraktiv also sofort gebucht.

Hätte ich da nur mal näher geguckt gehabt …

Ausstellung, wir kommen!

Katzenausstellung, Dividi
Das ist im übrigen nur das Gepäck für Dividi :-)

Wenn Samstagmorgen um 4 Uhr der Wecker läutet hat man entweder vergessen ihn am Abend zuvor abzuschalten oder man hat was vor – so wie wir. Wir waren startklar für unser nächstes Ausstellungsabenteuer.
Am Abend zuvor hatte ich schon alles in mein Auto gepackt gehabt und so brauchte ich nur noch Dividi mit seiner Transporttasche und meine Handtasche schnappen und schon ging es los in Richtung Süden.

Die Fahrt selber verlief ausgesprochen angenehm, Dividi hat sich eingerollt und selig geschlafen während ich hochkonzentriert unterwegs war. Katze müsste man sein, niedlich aussehen und viel schlafen – ein erstrebenswerter Umstand vor allem zu so einer unchristlichen Zeit.

Aber es hat auch einen Vorteil, so früh unterwegs zu sein. Außer einem selbst ist da noch kein Mensch auf der Straße.

Schneller als erwartet kamen wir an unser Ziel wo ich sofort nach der Tierarztkontrolle Dividi’s Käfig wieder entsprechend ausstattete, damit er sich wohl fühlt. Er war sowieso ein wenig genervt, da er zuvor so herrlich geschlafen hatte, als ihn der Tierarzt aus seinen Träumen riss und überall antatschte.

Der Ausstellungstag ging recht rasch vorüber und ich durfte mit meinem geliebten Kater die Fahrt zu meiner Privatpension antreten, die ich online gebucht hatte.

KatzenausstellungUnd nun ab in die Pension ….

Es war schon spät, es war dunkel und ich wollte eigentlich nur noch in mein Zimmer, entspannen, eine Kleinigkeit essen um danach gemütlich mit Dividi beim Fernsehen einzuschlafen – so der Plan :-)

Unterwegs hielt ich noch rasch bei einem Supermarkt um mir Wurst, Brötchen etc. mitzunehmen. Ich hätte sicherlich auch essen gehen können aber ich wollte Dividi nicht so lange alleine lassen in einer ihm fremden Umgebung. Da kann man schon mal auf ein gutes Abendessen verzichten.

Bei der Pension angekommen schnappte ich meinen Koffer, Dividi und all mein anderes Zeug und läutete dort an. Rasch wurde mir von einer überaus netten älteren Dame geöffnet, die mich dann zu meinem Zimmer im Keller(!) lotste!
Abgesehen davon, dass dieses Zimmer weder über Bad noch Toilette verfügte – es war im wahrsten Sinne des Wortes im Keller und die Möblierung, ganz ehrlich, da hab ich schon schönere Möbel auf dem Sperrmüll gesehen.

Aber die Dame war nett!

Müßig zu erwähnen, dass es weder Fernsehen noch Internet gab – wir waren echt im Keller J
Seufzend hab ich dann eine Kleinigkeit gegessen während Dividi sein neues Reich erkundete, hätte ich das mal lieber selber vorher getan.

Dividi fand es unter diesem alten Bett besonders spannend dürfte dort doch das eine oder andere noch gelebt haben zumindest sprach sein Fell und die neue Fellfarbe in mausgrau wahre Bände über sein Abenteuer.

Ich war den Tränen nahe – Perserkatzen zu baden, zu föhnen etc. ist tatsächlich ein enormer Aufwand und dauert gut zwei Stunden.

Panisch versuchte ich Dividi von dem Staub zu befreien. Den gröbsten Schmutz konnte ich auch entfernen aber doch war es notwendig ihn zu baden. Ähm …. nur mein Zimmer verfügte weder über Bad noch Toilette..

Also ab mit dem Kater in die Waschküche und dort ihn dann wieder gebadet und geföhnt. Im Zimmer die notwendigen Umbauten vorgenommen damit Dividi nicht mehr unters Bett konnte, wobei ich mir absolut sicher war – er hätte dort schon komplett einmal sauber gemacht J Aber sicher, ist sicher der kleine Kerl würde schon noch eine Ecke finden um sich einzusauen :-)

Wenn der Tag mit Musik beginnt ….

Das ich nun leicht panisch die ganze Nacht nur ein Auge zugemacht hatte um aufzupassen das er sich nicht wieder einsaut ….nebensächlich. Dies war tatsächlich die längste Nacht in meinem Leben.

Aber die Dame war nett

Frühmorgens zog frischer Kaffeeduft bis zu mir in den Keller was sofort die Lebensgeister in mir weckte.

„Dividi es tut mir jetzt echt leid“ murmelte ich und sperrte ihn in seine Transportbox.

Ich hatte ihn sauber durch die Nacht gebracht, da wollte ich es nicht riskieren das er sich in der halben Stunde während ich frühstücke einsaut.

Also hoch ins Frühstückszimmer wo schon die Brötchen herrlich dufteten. Äußerst zuvorkommend wurde mir auch gleich alles, wie Butter, Marmelade, Wurst, Käse gereicht.

Auch wollte sich die Dame dann gleich mit mir unterhalten – ich brauche meinen Kaffee!!

Höfliche Konversation am Morgen vor meinem ersten Kaffee, ist echt nicht mein Ding.

Aber als die Dame dann meinte sie müsse ihr Hackbrett nehmen und mir da eine musikalische Untermalung zu meinem Kaffee liefern war es fast vorbei mit meiner Beherrschung.

Aber Gott sei Dank beschränkte sie sich auf zwei Lieder, vielleicht wären es mehr geworden, wenn ich mich nicht so mit meinem Frühstück beeilt hätte ;-)

Höflich bedankte ich mich für das Privatkonzert, bezahlte und egriff die Flucht zur Ausstellung….

Aber ich schwor mir an diesem Tag

Privatpension – niemals wieder!!!

Lest demnächst weiter von unseren Ausstellungsabenteuern und wenn es heißt „Betten zerlegen kann ich!“


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