SPD will Freigängerkatzen in Willich kastrieren lassen

Stadt Willich/NRW (RP). Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Willich fordert die Einführung eines Katzenkastrations- und Kennzeichnungsgebotes in der Stadt. Sie beantragt die Änderung der entsprechenden Ordnungsbehördlichen Verordnung.

In sie soll ein Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für Freigängerkatzen aus Privathaushalten aufgenommen werden. Von dieser Regelung verspricht sich die SPD, die unkontrollierte Fortpflanzung von Hauskatzen verhindern zu können.

FreigängerkatzenDie Sozialdemokraten begründen ihren Antrag damit, dass die Population verwilderter und heimatloser Katzen in der Stadt sehr groß sei und täglich größer werde. Die Sprecherin der SPD im Umweltausschuss und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Dr. Rosemarie Theisen, sagt, dass dringend gehandelt werden müsse: „Die verwilderten Nachkommen stammen alle von Katzen ab, die ursprünglich mehr oder weniger behütet in Menschenfamilien lebten, jedoch nicht kastriert wurden.

Heimatlos geworden, führen sie ein Leben voller Leid und Entbehrungen. Durch immer mehr Katzen werden vermehrt Krankheiten unter den Katzen verbreitet, Singvögel bejagt und die Allgemeinheit belästigt.“ Jede vermehrungsfähige Katze, die frei laufen dürfe, würde sich früher oder später vermehren und könne zweimal im Jahr jeweils vier bis sechs Nachkommen zeugen. Diese könnten selbst ab dem Alter von sechs Monaten wieder neue Katzen zeugen.

Nach Angaben von Theisen seien die Tierheime voll von herrenlosen Katzen. Darunter seien oft ganze Würfe halbwilder Jungtiere, so dass von zuhause weggelaufene Katzen nicht mehr aufgenommen und an den Besitzer zurückgegeben werden könnten. Das beklagt auch der Verein „Tierschutz für Willich“. Dessen Vertreter hatten bei einem Gespräch mit der SPD dringend um Unterstützung gebeten.

Nach Auffassung von Theisen müssen männliche und weibliche Freigängerkatzen ab dem fünften Lebensmonat kastriert werden. Dadurch blieben die Katzen auch gesünder, weil ohne Geschlechtsverkehr und Revierkämpfe die Gefahr der Ansteckung mit Katzenkrankheiten deutlich geringer sei.

Als verantwortungslos bezeichnete die SPD-Politikerin das regelmäßige Füttern von unkastrierten Katzen. Es unterstützte die unkontrollierte Vermehrung. Derjenige, der regelmäßig Katzen füttere, müsse für die Kastration der gefütterten Katzen sorgen.

Zusätzlich, so Theisen, sollten alle Freigängerkatzen mit einem Chip gekennzeichnet werden. So könne die vorgenommene Kastration geprüft werden. Außerdem sei die Kennzeichnung sinnvoll, um die Katzen bei Abgabe im Tierheim einem Halter zuordnen und zurückgeben zu können.

 

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