Wien an einem Wochenende erleben

Ein Kurztrip nach Wien

Vorweg für Wien, um diese Stadt zu erleben und erkunden benötigt man weit mehr als „nur“ ein Wochenende.

Aber leider hat man sehr oft nicht mehr Zeit und als mich meine Lieblingskollegin fragte was man in Wien besichtigt haben muss und was meine Highlights so wären entstand die Idee für diesen Beitrag.

Am schönsten ist es Wien zu besichtigen an Tagen mit Sonnenschein aber auch bei Regenwetter lässt sich in Wien einiges entdecken. Hier stelle ich euch nun meine persönlichen Highlights vor, die man unter anderem als Katzenliebhaber gesehen haben sollte / muss.

Um es einfach zu machen habe ich die Sightseeing-Tour so zusammengestellt, dass man sie an einem Tag bzw. Großteils zu Fuß bewältigen kann.

Als Startpunkt habe ich mein Lieblingshotel gewählt, dass neben einer sehr guten Verkehrsanbindung noch so zwei, drei weitere Vorzüge hat, die ich euch in einem separaten Beitrag näher erläutere.

Tag 1

Frisch gestärkt nach einem leckeren Frühstück unter Palmen starten wir den Tag direkt mit der Fahrt ins Herz von Wien.

Hier nehmen wir die „Badner Bahn“ (Wiener Lokalbahn) deren Station unweit des Hotels liegt (ca. 5 Gehminuten). Gerade an Werktagen inklusive Samstag ist hier eine sehr gute Verbindung gewährleistet, ist die Badner Bahn doch Zubringer sämtlicher einkaufswilligen Menschen zur SCS und wieder zurück.

Selbst wenn euch mal eine vor der Nase davon fährt nach 15 Minuten kommt schon wieder die nächste 😊

Bei der Station Karlsplatz steigt ihr aus und geht zur U-Bahn der Linie U4 in Richtung Hütteldorf, 1 Station und schon seid ihr beim ältesten

Wien, Wienzeile, FlohmarktFlohmarkt in Wien

Hier findet ihr teilweise unglaubliche Schätze und Dinge, die ihr nicht gesucht habt, aber wo ihr wisst – die sind cool.

Ein paar Informationen mehr zum Flohmarkt findet ihr in meinem Beitrag dazu. Handeln ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht.

Achtet auch auf die Gebäude rechts und links und die Stationen der U-Bahn sind sowieso eine Augenweide.

Naschmarkt

Vom Flohmarkt kommt ihr nahtlos zum Naschmarkt. Hier findet ihr Sachen in einer ausgesprochenen Qualität und euch werden viele unterschiedliche Gerüche um die Nase wehen die Lust auf „naschen“ machen. Man kann hier auch bei dem einen oder anderen Stand sich hinsetzen und ein Gläschen Wein trinken oder auch einen Snack zu sich nehmen.

Naschmarkt
Und wer schon immer mal eine Jugendstil-Toilette sehen wollte – hier wird man fündig. Es ist eine öffentliche, sehr gut gepflegte Toilette mit entsprechender Reinigungskraft die penibel auf Sauberkeit achtet.

Karlskirche

Wenn ihr den Naschmarkt durchquert habt, solltet ihr links von euch die Secession sehen. Ein wunderschönes Gebäude in weiß mit goldfarbener Kuppel.

Das Ausstellungsgebäude der Wiener Secession, umgangssprachlich Secession genannt, wurde 1897/98 von Joseph Maria Olbrich als Ausstellungsgebäude für zeitgenössische Kunst errichtet, wozu es bis heute dient. Es ist eines der bedeutendsten Gebäude des österreichischen Secessionsstils. – haltet euch rechts und geht entlang der Wege Richtung Karlskirche.

Die Wiener Karlskirche ist eine römisch-katholische Kirche. Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaute Kirche steht unter Denkmalschutz. Sie liegt an der Südseite des zentrumsnahen Karlsplatzes und ist einer der bedeutendsten barocken Kirchenbauten nördlich der Alpen und eines der Wahrzeichen Wiens. (Öffnungszeiten 8-18 Uhr / Eintritt 8 Euro)

Hier laden Bänke und schattenspendende Bäume zum Verweilen ein und im Sommer an heißen Tagen findet hier eine „Beregnung“ statt – hüpft durch Pfützen oder lasst euch leicht vom Wasser berieseln. Bei einem mobilen Kaffeestand kann man sich auch einen Kaffee vergönnen und einfach dem Treiben zusehen.

Karlskirche WienDer Sommer in der Großstadt kann auch echt fantastisch sein.

Burggarten / Schmetterlingshaus

Wenn ihr euch nun entspannt habt und ein wenig abgekühlt geht es weiter Richtung Ringstraße.

Hier steht ihr nun an einer großen Kreuzung, gerade aus vor euch liegt die Kärntner Straße, rechts das wunderschöne alte Gebäude ist die Staatsoper.

Die Straße überqueren ist hier möglich, einfacher ist es, wenn ihr die Fußgängerunterführung wählt und da den Ausgang Staatsoper.

Lasst diese rechte Hand und spaziert hier entlang der Ringstraße.

Früher, nicht so breit und gut ausgebaut flanierten hier die Reichen und Mächtigen der Stadt. Heute herrscht dort reger Autoverkehr aber auch Straßenbahnen und Radfahrer sind hier unterwegs.

Auf letztere müsst ihr ein wenig aufpassen, die sind manchmal echt blind und vor allem schnell unterwegs.

Ihr kommt nach wenigen Gehminuten zum Burggarten.

SchmetterlingshausWien ist grün, sehr, sehr grün wie ihr heute noch feststellen werdet.

Der Burggarten Wien wurde im Anschluss an die Hofburg -begrenzt durch die Ringstraße an der Vorderseite und durch die Albertina auf der Rückseite- im Jahr 1818 als Privatgarten des Kaisers auf einer Fläche von 38.000 m² angelegt.

Der Kaiser nutzte sein privates Gewächshaus zur Entspannung und holte sich damit die Natur in das Zentrum von Wien.

Die Besonderheit dabei war, dass Kaiser Franz als ausgebildeter Gärtner damals selbst bei der Gestaltung mitwirkte und die Auswahl neuartiger Pflanzen aus der ganzen Welt vornahm.

Die Einfriedung des Burggartens – und übrigens auch des Volksgartens – wurde detailgetreu unter Einbeziehung des Bundesdenkmalamts saniert und mit gleichwertiger Vergoldung und Lackierung wie anno 1863 renoviert. So erzeugt auch heute noch das monumental anmutende Eisengitter eine beeindruckend royale Optik mit seinen reichlichen Verzierungen.

Im Laufe der Jahre wurden einige Umgestaltungsmaßnahmen durchgeführt, der Stil eines englischen Landschaftsgartens eingebracht und ein Teich angelegt.

Ihr könnt hier im Palmenhaus bzw. davor eine Erfrischung zu euch nehmen, empfehle euch aber hier nur den Besuch des Schmetterlingshauses mit seinen farbenfrohen Einwohnern.

Guten Kaffee mit ausgezeichneten Mehlspeisen gibt es ein wenig später, versprochen 😊

Naturhistorische MuseumNatur- & Kunsthistorische Museum

Das Naturhistorische Museum in Wien zählt mit rund 30 Millionen Sammlungsobjekten zu den bedeutendsten Naturmuseen der Welt und ist eines der größten Museen Österreichs. Das als k.k. naturhistorisches Hof-Museum geführte Haus, das die großen kaiserlichen Sammlungen der k.k. Hof-Naturalienkabinette aufnahm, wurde im Auftrag von Kaiser Franz Joseph I. vom Hofärar nach den Entwürfen von Gottfried Semper und Karl Freiherr von Hasenauer an der 1865 eröffneten Wiener Ringstraße gegenüber der kaiserlichen Hofburg im Stil des Wiener Historismus errichtet und am 10. August 1889 eröffnet.

Das Kunsthistorische Museum ist aus den Sammlungen der Habsburger entstanden, vor allem aus der Porträt- und Harnischsammlung Ferdinands von Tirol, der Sammlung Kaiser Rudolfs II. (deren größter Teil jedoch verstreut ist) und der Gemäldesammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm.

Bereits 1833 forderte Joseph von Arneth, Kustos (und später Direktor) des kaiserlichen Münz- und Antikenkabinetts, die Zusammenführung aller kaiserlichen Sammlungen in einem einzigen Gebäude.

Wer im Übrigen Wert auf das etwas „Besondere“ legt, im Kunsthistorischen Museum besteht die Möglichkeit eines exklusiven Dinners und kann dann ungestört ohne vielen Menschen diverse Kunstwerke bestaunen und ausgesprochen delikat speisen. (genussimmuseum.at)

Sollte das Wetter euch einen Strich durch euren Wien-Aufenthalt machen, es ist echt nicht schlimm.

Wien hat so viele traumhaft schöne Gebäude und Museen zu besichtigen da reichen wohl keine 14 Tage dafür.

Denn genau gegenüber dem Kunst- und Naturhistorischen Museum liegt die Hofburg und hier sind nicht nur die weltberühmten Lipizzaner untergebracht, hier findet ihr auch das relativ neue Sissy-Museum, dass auch einen Abstecher wert ist oder auch die Kaiser-Appartments.

VolksgartenVolksgarten

Direkt neben der Hofburg befindet sich der frei zugängliche Volksgarten. Er ist nicht nur ein liebevoll gepflegter Park in bester Lage, sondern auch ein wahres Dufterlebnis. Im ganzen Park findet man unzählige verschiedenfarbig blühende duftende Rosenstöcke mit kleinen Schilder darauf. Manche mit Widmung an Personen, manche mit liebevollen Botschaften.

Dies sind alles Rosen, für die von verschiedenen Menschen Patenschaften übernommen wurden. Eine ganz entzückende Idee wie ich finde.

Diese Patenschaften sind für einen Zeitraum von 5 Jahren und danach kann man sie erneuern oder ein anderer rückt an diesen Platz vor und darf sich die nächsten Jahre an „seiner Rose“ erfreuen.

Rosen im VolksgartenAber auch die plätschernden Brunnen mit den sich darin tummelnden Enten sind eine Augenweide und diese romantische Kulisse ist natürlich nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Hochzeitsfotografen beliebt. So kann man hier schon so manche Braut in ihrem wunderschönen Kleid bewundern.

Burgtheater

Wenn ihr aus dem Volksgarten rauskommt, stolpert ihr schon fast über das Burgtheater.

Es ist das österreichisches Bundestheater und befindet sich direkt am Universitätsring.

Nach Bombenangriffen im Jahre 1945 bei denen es vollständig ausbrannte wurde es im Oktober 1955 nach umfangreichen Aufbauarbeiten wiedereröffnet.

Das Burgtheater gilt als österreichisches Nationaltheater und gilt als eine der bedeutendsten Bühnen Europas. Die „Burg“ ist nach der Comèdie-Francaise das zweitälteste europäische sowie das größte deutschsprachige Sprechtheater.

Aber Wien hat noch sehr viele andere Bühnen zu bieten wie das Volks- oder auch Akademietheater. Sehenswert ist auch das Raimundtheater oder auch das Ronacher, sie bieten sich eindeutig für einen Theaterbesuch am Abend an.

Und wer Musicals liebt kommt in Wien voll auf seine Kosten.

Café Landtmann

So, hier sind wir nun an den Punkt angekommen, an den ihr euch etwas Leckeres gönnen solltet. Wir sind beim Café Landtmann, das zu den bekanntesten klassischen Kaffeehäusern in der Wiener Innenstadt gehört.

Der große Gastgarten befindet sich am Platz vor dem Burgtheater und man hat hier mit einer sehr guten Abgrenzung versucht den Straßenlärm etwas von den Gästen fernzuhalten, ohne seinen Charme zu verlieren.

Im Wintergarten und im Innenbereich kann man in exquisiter Umgebung die hervorragende Qualität der hausgemachten Mehlspeisen genießen.

Apfelstrudel LandtmannBesonders bekannt ist der originale Wiener Apfelstrudel.

Aber ich kann euch versichern, nicht nur der Apfelstrudel mundet hier besonders, sondern ihr solltet euch vielleicht vor einer Bestellung, an der Vitrine die Köstlichkeiten ansehen.

Der Preis ist der Lage und Qualität entsprechend exklusiv, eine Melange (Kaffee mit Milchschaum) kostet etwa 6 Euro.

Votivkirche

Wenn ihr noch eine sehr schöne römisch-katholische Kirche besichtigen wollt, solltet ihr rechts weiter der Ringstraße entlang gehen und mit ihren Türmen ist sie kaum zu übersehen.

Die Votivkirche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptgebäude der Universität Wien gelegen zählt sicher zu den bedeutendsten neugotischen Sakralbauten der Welt und ist mit ihrer Höhe von 99 Metern, die zweithöchste Kirche Wiens.

Wenn ihr aber nicht so unbedingt auf Kirchen steht, solltet ihr euch links halten und zwischen den kleinen Seitenstraßen entlangspazieren.

Einfach hinter dem Café Landtmann, die Teinfaltstraße entlang, bis ihr ansteht (Schottenkirche/Schottenstift) dann rechts und mit den meisten Menschen mit, dann kommt ihr an der Freyung vorbei (rechter Hand) und Am Hof (hier findet samstags gerne ein Kunstlflohmarkt statt).

Freyung WienIhr spaziert aber einfach mit den anderen Menschen mit und landet so „Am Graben“.

Klingt auf den ersten Blick unheimlich weit, ist es aber in Wahrheit nicht – Wien ist in dieser Hinsicht äußerst kompakt 😊 Und wer halbwegs gut zu Fuß ist kann den ersten Bezirk in Wien ganz gut zu Fuß ablaufen.

Übrigens, die meisten Häuser deren Fronten ihr von der Straße aus seht haben innen einen meist ausgesprochen entzückenden begrünten Innenhof – wenn ihr die Gelegenheit habt, seht mal rein 😊 Es ist als würdet ihr in eine andere Welt eintauchen.

Graben Prachtstraße WienGraben

Der Graben ist eine der exklusivsten und sehr pulsierende Fußgängerzone im Herzen der Innenstadt mit einer Pestsäule.

Begrenzt wird der bereits auf die Römerzeit zurückgehende Straßenzug von nicht minder bekannten Gassen, Straßen und Plätzen, die ebenfalls für das typische Flair, elegante Tradition und Gourmet-Genuss stehen: Stephansplatz, Kohlmarkt, Naglergasse, Tuchlauben und Petersplatz.

Hier findet ihr ganz tolle alte Gebäude die noch aus dem 17. oder 18. Jahrhundert stammen und in denen sich noch teilweise feinste Traditionsgeschäfte befinden, die als den Gebäuden die feinsten Traditionsgeschäfte von Wien, die bereits als “Hoflieferanten” des Kaisers bekannt waren.

Zwischen all den Geschäften finden sich auch reichlich Kaffeehäuser und Restaurants. Besonders in den Seitengassen entdeckt man viele kleine Lokale.

In der Dorotheergasse ist zum Beispiel das Kaffeehaus Hawelka seit 1939 als Wiener Institution bekannt, wo man auch manchmal prominente Künstler in einer urigen Atmosphäre antreffen kann und über das es doch das eine oder andere Lied gibt. Z.B. von Georg Danzer.

Georg „Schurli“ Danzer war einer der größten Liedermacher seinerzeit und ein Mitbegründer und Pionier des Austropop)

Ihr findet auch am Graben, aber auch an anderen exponierten Stellen, Wasserspender, an denen ihr euch kostenlos erfrischen könnt. Das Wasser kommt direkt aus den Alpen, das Wiener Hochwuellwasser hat eine ausgezeichnete Qualität und ist kalkarm.

StephansdomStephansdom & Pummerin

Das wohl berühmteste Wahrzeichen Wiens ist der Stephansdorm, von den Wienern liebevoll Steffl genannt.

Der 137m hohe Südturm ragt weithin sichtbar in den Himmel. Und um in die Türmerstube zu gelangen, sollte man gut zu Fuß sein, denn immerhin gilt es 343 Stufen zu bewältigen.

Auch heute werden hier noch Gottesdienste abgehalten und hin- und wieder finden auch Hochzeiten und Requien statt.

Wenn man in Wien ist, sollte man sich den Steffl unbedingt auch von Innen ansehen. Die sakrale Baukunst ist schon sehr imposant. Vieles kann kostenfrei besichtigt werden aber das eine oder andere Highlight sind kostenpflichtig wie z.B. der Aufzug zur Pummerin auf den Nordturm.

Aber auch unter dem Steffl ist es durchaus interessant, so findet sich darunter die Bischofsgruft in der die Urnen der Habsburger aber auch das Grabmal Kaiser Friedrichs II. aus rotem Marmor steht.

Pilgrim Kanzel StephansdomWenn ihr aus dem Stephansdom rauskommt, habt ihr auf der rechten Seite einige Fiaker stehen (Rundfahrt groß ca. 90 Euro) aber dahinter ist es interessant. Da befindet sich der Manner-Store in dem ihr nicht nur die leckeren Manner-Schnitten kaufen könnt, sondern noch viele andere Produkte von dem Hersteller. Versucht mal die Schokobananen oder auch die Dragee-Keksi 😊

Und hier noch ein kleiner Tipp – versucht gleich mal die Dragee-Keksi vor der Tür. Nur um festzustellen, dass die so gut schmecken und ihr zu wenig eingekauft habt – noch habt ihr die Gelegenheit mehr davon zu kaufen 😊

Katzencafe Neko WienCafe Neko

Wer Katzen liebt muss einfach ins Café Neko. Da führt kein Weg daran vorbei. Ich war nun schon mehrfach darin und bin noch immer begeistert davon.

Mein erster Besuch war kurz nach der Eröffnung und damals noch recht unbekannt ist es Jahre später eine kleine Institution und wird von den Wiener und Wienerinnen sehr gerne und vor allem gut angenommen.

Auch Jahre später hat es nichts an seinen Reiz verloren und es ist nach wie vor eine Auszeit vom hektischen Alltag, wenn man darin verweilt.

Anschrift: Blumenstockgasse 5 · 1010 Wien

Kärntner Straße

Ihr habt euch nun im Cafe Neko für die letzten paar Meter gestärkt und schlendert entlang der Kärtner Straße in Richtung Staatsoper.

Hier könnt ihr viele exklusive Läden bestaunen, aber hier findet man natürlich auch unheimlich viel Touristenkitsch. Wer schöne Unterwäsche (Damen) mag sollte einmal Palmers einen Besuch abstatten.

Es gibt hier auch an warmen Tagen unzählige Straßenkünstler, an Ständen werden schöne Blumen verkauft und an manchen Tagen kommt hier ein wahres Urlaubsfeeling.

Es gibt auch unzählige Cafès und Bänke, an denen man verweilen kann. Hin- und wieder lohnt allerdings auch ein Blick in die Seitengassen.
Auf der Kärntnerstraße befindet sich auch Casino Wien, eine Spielbank deren Besuch sich durchaus lohnt – weniger vielleicht für die diversen Spiele sondern eher für das innere des Gebäudes das durchaus beeindruckend ist.

Casino Wien

Kurz bevor ihr nun zur Staatsoper kommt, habt ihr auf der rechten Seite das ehrwürdige Café Sacher.

Sacher

Das wohl bekannteste Wiener Kaffeehaus liegt direkt hinter der Staatsoper.

Hier bekommt man die weltberühmte Sachertorte direkt vom Ursprung. Das ist natürlich auch bei vielen Touristen bekannt. Dadurch muss man besonders am Wochenende längere Wartezeiten für eine Kaffeejause in den altehrwürdigen Räumlichkeiten des noblen Café Sacher in Kauf nehmen.

ScherWer es gerne ein wenig legerer mag, aber trotzdem nicht auf eine Sachertorte verzichten möchte muss nur ein paar Schritte weiter zum Sacher Eck gehen (Ecke Philharmonikerstraße-Kärtnerstraße). Auch hier bekommt man die Originalsachertorte. Der Preis für eine Melange mit Sachertorte liegt bei etwa 14 Euro

Würstelstand

Was wäre Wien ohne seine Würstelstände. Ernsthaft. Wer in Wien ist sollte sich hier definitiv einmal stärken.

Empfehlen würde ich entweder eine Burenwurst mit süßem Senf oder eine Käsekrainer mit ebensolchen. Die Käsekrainer empfehle ich aber nur wenn sie gegrillt ist, dann ist sie so richtig schön „resch“ wie man in Wien so schön sagt.

Dazu ein typisches Wiener Bier in Dose wie z.B. Ottakringer (im Volksmund auch 16er Blech genannt)

Einen sehr beliebten Würstelstand findet ihr unweit des Hotels Sachers vor der Albertina.

Wegweiser:
Wenn ihr hinter der Staatsoper steht mit Blick zum Sacher geht ihr links ca. 200 Meter und schon seht ihr auf der Straßenseite gegenüber einen der beliebtesten Würstelstände Wiens.

Tag 2

Heute geht es, nachdem wir uns im Hotel bei einem leckeren Frühstück gestärkt haben mit dem Bus der Linie 207/265, der direkt gegenüber vom Hotel seine Haltestelle hat, zur U6 nach Siebenhirten.

Hier starten wir mit der U6 und fahren bis zur Längenfeldgasse. Von dort geht es weiter mit der U4 Richtung Hütteldorf.

Achtung: Wir steigen bei der Haltestelle Hietzing aus! Nicht in Schönbrunn!

Wenn ihr das U-Bahngebäude verlasst, seht ihr auf der einen Straßenseite eine lange Mauer – das ist bereits der Vorbote. Wir gehen rechts dieser Mauer entlang und finden ca. 500 Meter weiter ein großes schmiedenes Tor, das uns einlädt, den prachtvoll Schlosspark Schönbrunn zu betreten.

Ein paar Schritte hinein und dann rechts gehen wir vorbei am wunderschönen imposanten Palmenhaus und dem Wüstenhaus und kommen zum Eingang des Tiergarten Schönbrunn

Palmenhaus SchönbrunnTiergarten Schönbrunn

Obwohl der Tiergarten mit dem Gründungsjahr 1752 angeblich der älteste noch existierende Zoo der Welt ist, merkt man davon bei den Tiergehegen nichts. Dort wird nämlich auf artgerechte Tierhaltung nach modernsten Erkenntnissen gesetzt.

Es sind noch alte Gehege aus der Kaiserzeit erhalten und auch instandgesetzt, allerdings sind die unbewohnt und dienen der Veranschaulichung der Zootierhaltung einst und jetzt.

Die jährlich weit über 2 Millionen Besucher bestätigen diese Bemühungen genauso wie die erzielten Spitzenplätze bei Vergleichen mit anderen Zoos diese Beliebtheit unterstreichen.

Gepardennachzucht Schönbrunn Wien Auch hat der Tiergarten Schönbrunn jedes Jahr große Erfolge bei Nachzuchten diverser Bewohner und unvergessen sind hier wohl der Panda-Nachwuchs oder die entzückenden Geparden-Babys.

Tatsächlich könnte ich nun unzählige Wörter über den Tiergarten Schönbrunn schreiben. Klar, ich habe seine Entwicklung in den letzten Jahren 30 Jahren sehr stark verfolgt.

Hier hat man sich der Arterhaltung, der Forschung und auch dem Tierschutz sehr stark verpflichtet. Es wurden Tiere auf andere Zoos abgegeben und der Bestand verkleinert zum Wohle der Tiere. Es wurden Gehege vergrößert, ausgebaut, modernisiert und Tiere, die auch in der freien Natur zusammenleben würden in einem größeren Gehege vereint.

Es gibt sehr viele Highlights im Tiergarten Schönbrunn, zweifelsohne zählen die Tiger, die Eisbären sowie die putzigen Erdmännchen dazu. 

Aber auch die Robbenfütterung ist immer wieder sehenswert. Und die Fütterung der Geparde ist auch äußerst interessant zu beobachten.

Zu den weiteren Highlights gehört das Regenwaldhaus, welches als riesiges Glashaus über einen Berghang gestülpt ist. Dort wird das Klima des Regenwaldes inklusive Nebelschwaden und Gewittergrollen simuliert sowie die entsprechenden Bewohner beherbergt.

Blaukrönchen Tierpark SchönbrunnIm Vogelhaus können die farbenprächtigen Tiere ohne Gitterstäbe dazwischen beobachtet und hin- und wieder verirrt sich ein vorwitziger Vogel auch schon mal zu einem auf die Hand.

Ich empfehle im Übrigen die Tickets online zu kaufen, das erspart einen doch die enorme Warteschlang vor Ort an der Kasse.

Tierpark Schönbrunn – Maxingstraße 13b, 1130 Wien; U4 – Hietzing

Rundfahrt zur Gloriette

Je nachdem wieviel Zeit ihr im Tiergarten Schönbrunn verbracht habt gibt es für danach einige Alternativen.

Die bequemste Art und Weise wäre es nun mit der „Bummelbahn“ alle Sehenswürdigkeiten im Schlosspark abzufahren.

Eine Einstiegsstelle für diese Bahn befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Tiergarten und ihr habt damit die Möglichkeit ausgesprochen bequem sämtliche Sehenswürdigkeiten, die sich im und um das Schloss Schönbrunn so bieten abzufahren.

Gloriette WienDie Fahrt kostet wenige Euro und ist ausgesprochen bequem und man bekommt alle Highlights zu sehen inklusive einer entsprechenden Erklärung.

Bei der Gloriette wird ein kurzer Halt gemacht und hier bietet sich nicht nur die Gelegenheit für Fotos, sondern auch eine fantastische Aussicht auf das Schloss Schönbrunn und die Stadt Wien.

Ausblick auf Wien von der GlorietteWer allerdings gut zu Fuß ist und noch lange nicht müde die Schönheiten dieser Parkanlage zu bewundern, geht, nachdem er den Tiergarten verlassen hat geradeaus und dann nach dem Palmenhaus rechts. Auf diesen Weg kommt man auf direkten Weg zum Schloss Schönbrunn und der Wagenburg.

Schloss Schönbrunn

Gemeinsam mit dem Tiergarten gehört das Schloss Schönbrunn und die angrenzenden Parkanlagen zu den beliebtesten Touristenzielen in Wien.

Wenn man direkt vor dem Schloss Schönbrunn steht ist man schon ein wenig geplättet von der Schönheit dieses Bauwerks. Ausgesprochen imposant steht es vor einem.

Schloss SchönbrunnDas heutige Aussehen ist geprägt durch die Bautätigkeit unter Maria Theresia. In der Zeit entstanden auch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten im Schlosspark wie z.B. der Obelisk- und Neptunbrunnen, die römische Ruine und die Gloriette.

Wenn ihr Interesse an Prunk und dem kaiserlichen Lebensstil habt solltet ihr auch die Räume des Schloss Schönbrunn besichtigen.

Und obwohl nur ein kleiner Teil der über 1400 Räume begehbar sind wird hier einiges zu bestaunen sein.

Das Nussholzzimmer mit der eindrucksvollen Nussholztäfelung und den vergoldeten Wandverzierungen im Rokoko Stil sind noch im Original erhalten.

Das Marie Antoinette-Zimmer war das Speisezimmer für die Kaiserfamilie. Hier wurden sowohl offizielle als auch private Tafeln abgehalten. Auf der ausgestellten gedeckten Tafel findet man Porzellan und Silber aus dem kaiserlichen Haushalt.

Direkt vor dem Schloss befindet sich das Große Parterre, wo auf einer riesigen Fläche penibel gestaltete Blumenbeete im barocken Stil angelegt sind. Dieser Bereich ist das Zentrum des Schlossparkes, welcher Großteils kostenlos zugänglich ist und in dem sich die weiter oben beschriebenen Highlights befinden.

Alternativen bei Regenwetter

Leider kann uns das Wetter hin- und wieder einen Strich durch die Rechnung machen und ehrlich, wenn es regnet, wie verrückt macht weder ein Stadtspaziergang Spaß noch kann man da die Schönheiten Wiens entsprechend genießen.

Ja man kann in das eine oder andere oben erwähnte Café aber den ganzen Tag im Café rumhängen ist natürlich auch nicht so prickelnd.

Hier möchte ich euch ein paar Alternativen zeigen was ihr an verregneten Tagen so machen könnt.

Entspannen im Hotel

Unsere Ausflüge starten immer von meinem persönlichen Lieblingshotel vor den Toren Wiens, das strategisch so genial liegt, dass man hier ohne Auto ganz gut auskommt.

Das dieses Hotel aber nicht nur diesen Pluspunkt hat, sondern auch noch eine willkommene Entspannung im hauseigenen Wellnessbereich bietet sollte man hier noch einmal hervorheben.

Aber auch der Fitnessraum ist erwähnenswert und hier steht wohl tatsächlich alles an Geräten, die man für ein Training braucht.

Wellnessbereich
Anschrift
Eventpyramide Vösendorf, Parkallee 2

Shoppingtag

Einer von den vielen Vorzügen meines Lieblingshotels ist auch die Möglichkeit zu Fuß in die nahegelegene Shopping City Süd zu gelangen.

Dank eines guten Fußgängerweges kann man gefahrlos die breite Straße (Triester Straße) hinter sich lassen und steht wenige Gehminuten später in einem richtigen Shoppingtempel.

Ich bin mit der SCS, wie sie auch genannt wird aufgewachsen und damals war sie kleiner, sehr viel kleiner. Aber hier wird permanent gebaut, erweitert und verbessert.

SCSSo hat sie im Laufe der Jahre nicht nur viele Erweiterungen bekommen auch die Parkplätze wurden modernisiert und die Fassade bekam ein neues modernes Erscheinungsbild.

Ganz großartig ist es auch, dass sich in der SCS auch viele Lokale befinden, in denen man sich stärken kann.

So ein Schwächeanfall während einer Shoppingtour wäre auch unglaublich fatal 😉

Wenn ihr die ganze Shopping City durchquert und da habt ihr einiges vor, IKEA links liegen lässt kommt ihr zu einer Fußgängerüberführung, die euch in das Multiplex führt.

Abgesehen davon, dass sich darin auch der eine oder andere Elektronikfachmarkt befindet – hier könnt ihr auch abends ganz großartig essen gehen oder in einem Kino den einen oder anderen Film ansehen. Langeweile kommt garantiert nicht auf.

Burrito con Polo Und bevor ihr fragt welches mein Lieblingslokal ist. Ich gehe nun seit Jahrzehnten dort sehr gerne in das mexikanische Restaurant Taco und wenn sich ein Lokal an einem Standort so lange hält, dann mag dies schon etwas bedeuten 😊

Mittlerweile ist es bei mir sogar Tradition das erste Essen, das ich mir dort bestelle, ist immer Burrito con Polo und als Dessert Caramel di Flan.

Anschrift SCS – SCS-Strasse B4 · 2334 Vösendorf

Anschrift Multiplex – 2351 Wiener Neudorf


Museen in Wien

Wien hat eine beeindruckende Zahl an Museen und hier ist für einen jeden Geschmack etwas dabei.

Das Natur- und Kunsthistorische Museum sowie das Sissy Museum habe ich schon weiter oben erwähnt, aber dies ist bei weitem nicht alles, dass man sich ansehen sollte.  Unweit des Hotels ist das Schokolademuseum gelegen, was besonders Naschkatzen begeistern wird und obwohl ich normal in Wien gerne öffentliche Verkehrsmittel nutze und auch empfehle, hier geht mein Tipp in Richtung

 „Nehmt euer Auto mit, denn dort könnt ihr auch ganz großartige Sachen kaufen“ 😊

Ein absolut sehenswertes Museum der anderen Art ist jedenfalls die Kapuziner– oder auch Kaisergruft im 1. Wiener Gemeindebezirk in der Tegetthoffstraße 2,

Für Freunde der K&K Monarchie empfiehlt sich aber auch

  1. Hofburg/Kaiserappartements & Silberkammer – Hofburg, 1010 Wien (U3 – Station Herrengasse)
  2. Hofjagd- und Rüstkammer – Heldenplatz, 1010 Wien
  3. Hofmobiliendepot – Möbel Museum Wien – Andreasgasse 7, Parkmöglichkeiten: Attersee Garage Andreasgasse 6, 1070 Wien – schräg gegenüber des Museumseingang
  4. Hofpavillon – 1130 Wien, Schönbrunner Schloss Straße
  5. Hof-Wagenburg – Kaiserliche Wagenburg Wien, Schloss Schönbrunn, 1130 Wien

Wer ausgezeichnet essen gehe möchte, sollte einen Tisch im Piaristenkeller (Piaristengasse 45, A-1080 Wien – Tel.: +43/1 406 01 93) reservieren und für 25 Euro gibt es eine kleine Privatführung durch das Hutmuseum und den Weinkeller sowie eine kleine Fotosession bei der Hutparade

Wer generell an Wiens Geschichte interessiert ist und auch ein wenig die „Wiener“ kennen lernen möchte, dürfte im Bestattungsmuseum (Wiener Zentralfriedhof, Tor 2 (Haupteingang), rechts, Untergeschoß der Aufbahrungshalle 2, Simmeringer Hauptstr. 234, 1110 Wien) richtig sein.

ZentralfriedhofWir Wiener haben eine besondere Einstellung zum Tod. Und unser teilweiser morbider Humor ist legendär.

Schöne düstere Fotos kann man da an einen Herbsttag auf dem Wiener Zentralfriedhof machen nur so am Rande erwähnt.

Wien wäre im Übrigen nur halb so schön ohne unsere großartigen Kaffeehäuser. Nur ohne Kaffee gäbe es diese nicht und Wien wäre tatsächlich um eine wichtige Attraktion ärmer.

Wie der Kaffee aber nach Wien kam, dies und noch viel mehr könnt ihr im Heeresgeschichtliches Museum (Arsenal, Objekt 1, Ghegastraße, 1030 Wien) erfahren.

Und last but not least möchte ich auch noch die Porzellanmanufaktur Augarten (Obere Augartenstraße 1 · 1020 Wien) ans Herz legen.

So, ich hoffe ihr habt nun ein paar Tipps für euch entdeckt und es würde mich freuen wenn auch euch meine Heimatstadt gefällt.



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