Katzenerziehung

Katzenerziehung

Sehr wichtig um ein entspanntes und schönes Zusammenleben zu gewährleisten ist die Katzenerziehung. Speziell dann wenn man nicht ständig Gefahr laufen möchte, dass, dass die Katze einem beim Streicheln und Schmusen plötzlich scheinbar unmotiviert kratzt und beißt.

Gründe für uns scheinbar unmotiviertes kratzen und beißen können mannigfaltig sein. Nachfolgend habe ich einige Möglichkeiten näher beschrieben.

 Katzenspiele

Meistens wollen gerade junge Kätzchen zum Spielen auffordern. Da sie noch wenig Erfahrung mit ihrem Menschen gesammelt haben und im besten Falle nur mit ihren Geschwistern lange genug rumtoben konnten, übertreiben sie es gerne mal und schlagen ihre Krallen richtig schön uns in die Finger oder Hand. Auch wenn unser erster Impuls hier ist der Katze einen Klaps zu geben sollte man dies tunlichst vermeiden. Katzen die miteinander spielen merken im Eifer des Gefechts nicht, dass sie uns damit verletzen oder Schmerzen zufügen. Hier ist es am besten sofort das Spiel mit dem Kätzchen zu unterbrechen mit einem scharfen „Au!“.

Woran erkenne ich dass eine Katze spielen möchte?

KatzenerziehungErste Anzeichen für die Aufforderung ist sicherlich in erster Linie weit geöffnete Augen, Vorderkörper flach am Boden während das Hinterteil leicht angehoben ist und manche wackeln dabei (treten von einer Hinterpfote auf die andere) dann kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen das man in kürzester Zeit angesprungen wird. Auch wenn das Kätzchen beim Spiel die Hand fest umklammert beginnen meist die Hinterpfoten auch in Aktion zu treten und fangen zum Kratzen an zusätzlich wird dann gerne noch in die umklammerte Hand gebissen.

Solche Spielchen sind immer ganz nett solange das Kätzchen noch klein ist, aber spätestens wenn Kätzchen zur Katze herangewachsen ist und aus dem knappen Kilo-Fellbündel ein 5kg-Klops geworden ist, ist diese Art von Spiel für uns Menschen sehr, sehr schmerzhaft.

Also solche Spiele lieber gleich unterbinden solange das Kätzchen noch klein ist, wenn die Katze ausgewachsen und erwachsen ist, ist ihr so ein Spiel nur noch schwer abzugewöhnen.

Beim spielen mit einer ausgewachsenen Katze sollte man gleich und frühzeitig Grenzen setzen, nicht erst wenn Blut fließt sondern sobald es ins schmerzhafte abgleitet. Hier kann man ohne weiteres mit leicht erhobener Stimme „Nein!“ oder auch „Au!“ sagen und sofort das Spiel unterbrechen, aufstehen und die Katze nicht beachten.

Wenn man das einige Male wiederholt versteht die Katze das im Allgemeinen sehr gut und wird in Zukunft die Krallen eingezogen lassen.

Sehr gut bewährt hat sich bei uns auch immer die Katze anzupusten. Sobald sie wieder fester zupackt pusten – die Katze wird sofort aufhören mit der begonnen Tätigkeit. Wichtig ist jetzt nicht die Katze zum weiter machen zu animieren. Will sie weiter spielen und springt wieder einen an, wieder anpusten. Die Katze wird nach kürzester Zeit bemerken das es Ernst ist und sich entweder wo anders hinbegeben, sich zusammenrollen oder Streicheleinheiten einfordern. Bei letzteren bitte sie unbedingt streicheln so nach dem Motto „Jetzt ist alles wieder gut“. Sollte sie aber davon trotten und sich woanders zusammen rollen dann bitte nicht hingehen und die Katze streicheln oder zum Spielen animieren. Es würde sie zunehmend verwirren und verunsichern. Ganz toll zum abstoppen beim zu wilden spielen sind auch Zisch-Laute, einfach mal ausprobieren was bei ihrer Katze funktioniert.

Liebesbisse

Immer wieder lese ich in diversen Foren „Hilfe meine Katze hat mich gebissen“. Wenn man dann etwas näher und intensiver nachfragt wann dies passiert ist, was zuvor gewesen ist usw. kommt man sehr, sehr schnell dahinter das es sogenannte „Liebesbisse“ waren.

Aber was sind diese „Liebesbisse“? Liebesbisse kann man mit Übersprunghandlungen vergleichen. Wenn Katzen gerade besonders angeregt schmusen und plötzlich anfangen leicht zu knabbern bzw. einen kurz aber doch merkbar zu zwicken. Manche gehen davon aus dies als absoluten Liebesbeweis anzusehen, dies ist aber meiner Meinung nach zwar eine süße romantische Umschreibung. Bleibt aber das was es ist – eine Übersprunghandlung. Die Katze weiß in dem Moment nicht wohin mit ihren unbändigen Gefühlen.

Im Falle eines „Liebesbisses“ sollte man die Katze mal wenige Augenblicke nicht streicheln um ihr einfach die Chance und Möglichkeit zu geben ihre Gefühle zu sortieren aber hier sollte man, im Gegensatz zum extrem exzessiven Spiel, sie weder mit lauten Nein! Aua“ oder gar durch anpusten etc. maßregeln.

 

Katzenvandalismus

Es gibt aber noch andere Dinge, die man im Zusammenleben mit einer Katze, als nicht besonders erbaulich oder wünschenswert findet.

Eine weitere Unart ist hier sicherlich das Kratzen an unerwünschten Stellen. Hier gilt es darüber nachzudenken ob die Katze genügend Möglichkeiten hat sich ausgiebig zu strecken und ihre Krallen zu wetzen. Viele handelsübliche Kratzbäume sind leider so gestaltet, das sich eine Katze nicht komplett strecken kann um hier eine ausge“dehnte“ Krallenpflege zu betreiben. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen. Es empfiehlt sich auch falls die Katze an die Tapete geht hier entweder die Stelle zu verleiden in dem man etwas davor stellt oder man bietet ihr hier ein Kratzbrett an, das es in unterschiedlichen Formen im gut sortierten Fachhandel gibt.

Seien sie aber konsequent – was einmal durchgeht, muss immer durchgehen!

Dies ist auch so wenn Katze auf dem Tisch sitzt und sie dies nicht haben wollen, seien sie konsequent und heben sie die Katze runter. Auch hier mit einem scharfen „Nein“.

Konsequent sein in der Katzenerziehung ist sowieso schon die sprichwörtliche halbe Miete.

Scharrt die Katze an der verschlossenen Schlafzimmertür und sie lassen das arme Kätzchen „ausnahmsweise“ mal hinein – vergessen sie das ausnahmsweise, in dem Moment wo sie die Tür aufmachen haben sie bereits verloren. Es ist nun ihr „angestammtes“ Recht ins Schlafzimmer zu kommen und dieses Recht wird sie nun immer einfordern – ob sie nun wollen oder nicht.

Wenn das Kätzchen Langeweile hat, kommt es in der Abwesenheit des Dosenöffners auch gerne auf „dumme“ Ideen. Hier empfiehlt es sich meist sich ein zweites, dem Alter entsprechend dazu passendes 2. Tier zu holen.
Zwei Katzen machen weniger Arbeit als man denkt und so herrscht wenn sie mal nicht daheim ist wenigstens keine Langeweile, denn eines sollte man mittlerweile auch gelernt haben

Katzen sind sehr soziale Tiere, die gerne auch Sozialkontakte pflegen. Während Freigängerkatzen dies bei ihren Streifzügen durch „ihr“ Revier diese pflegen, hat die Wohnungskatze diesbezüglich keine Chance. Also vergönnen sie doch ihrem pelzigen Liebling einen Artgenossen (aber bitte darauf achten das beide rechtzeitig kastriert werden)

Wichtige Leitlinien in der Katzenerziehung

• Seien sie konsequent

• Katze mit scharfen Lauten (Zischlauten) und leicht erhobener Stimme anreden

• Niemals nachtragend sein! Wenn die Katze nach ein paar Minuten zurück kommt kann sie gern wieder gestreichelt werden. (Katzen vergessen sehr schnell oder ignorieren es – deswegen ist eine Bestrafung für ein Vergehen Minuten später nicht mehr notwendig und von Bedeutung da der Zusammenhang hier fehlt)

• Anpusten

Im Übrigen ein Belohnungssystem ist bei Katzen überaus wirkungsvoll, denn auch bei Katzen geht die Liebe durch den Magen.

Ein gutes und entspanntes Zusammenleben setzt allerdings auch voraus das man auch die Wünsche der Katze respektiert.

Wenn die Katze schläft sollte man sie tunlichst schlafen lassen!

 

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