Vegetarische oder vegane Ernährung von Katzen

TomateWer sich mit der Ernährung von Katzen beschäftigt und das erste Mal von vegetarischem oder veganen Katzenfutter hört, wird sicher verwundert den Kopf schütteln und sich Fragen, aus welchem Grund man eine Katze vegetarisch oder vegan ernähren sollte, immerhin sind sie Fleischfresser wie ich in meinen Beitrag „Brauchen Katzen Trockenfutter“ bereits erläutert habe.

Die Gründe sich vegetarisch oder vegan zu ernähren

Diese sind vielfältig. Zu den häufigsten Beweggründen zählen sicherlich die moralischen Bedenken, der Machenschaften der Fleischindustrie sind ja vielen hinlänglich bekannt und die qualvolle Massentierhaltung, Tiertransporte und auch das Unverständnis, wieso ein Tier für einen Menschen sterben soll.

Für den erwachsenen Menschen ist eine spezialisierte Ernährung wie Vegetarismus und Veganismus, wenn man ein paar Dinge beachtet, problemlos möglich. Allerdings sollte man sich zuvor sehr mit diesem Thema auseinandersetzen, da einige Dinge schon beachtet werden müssen und falsche Ernährung gesundheitliche Schäden zur Folge haben können. Aber dies ist auch bei Menschen, die Fleisch essen der Fall.

Gründe für vegetarische und vegane Ernährung von Katzen

Die Katze zählt in Deutschland zu den beliebtesten Haustieren, immerhin schnurren fast 12 Millionen Fellnasen in deutschen Haushalten. Das hier natürlich auch der eine oder andere Veganer oder Vegetarier mit dabei ist, ist eine logische Konsequenz. Manche waren es schon vor der Anschaffung der Katze, manche sind es erst im Laufe der Zeit geworden und nun stehen sie vor dem Zwiespalt.

Das Umdenken der eigenen Ernährung aus welchen Beweggründen auch immer führt dann früher oder später auch zum Hinterfragen anderer tierischer Konsumprodukte. Vegetarier oder Veganer zu sein, heißt ja nicht nur, dass man die Ernährung umstellt, sondern man achtet in jedem Lebensbereich sehr darauf, dass man auf tierische Produkte weitestgehend verzichtet (vor allem beim Veganismus).

Dass Katzenfutter, wie es im Supermarkt erhältlich ist, nicht unbedingt von bester Qualität ist und nicht unbedingt aus den besten Zutaten besteht ist uns ja hinlänglich bekannt(siehe meinen Beitrag „Füttern wir unsere Tiere krank?“). Und gerade jene, die sich dem Tierschutz auch moralisch verpflichtet sehen wissen auch genau was darin landet und vor allem wie die Tiere zuvor behandelt wurden, bevor sie in die Dose kamen.

Und die Industrie freut‘s

Tomate_gruenWenn irgendwo ein Bedarf an etwas besteht, bilden sich verständlicherweise Firmen und Industrien, die diesen Bedarf decken wollen sei es in Richtung B.A.R.F aber auch im Bereich des “Vegetarischen und veganen Tierfutter”.

Es gibt mittlerweile einige Firmen, die ein, laut ihren Werbeaussagen, “ausgewogenes Futter für Katzen und Hunde” anbieten. Manche Firmen bieten sogar Futter an, welches für beide Tierarten gedacht ist. Dann gibt es Firmen, die Mixturen und Pülverchen vertreiben, mit dem man jede pflanzliche Kost zu einer katzen- oder hundegerechten Mahlzeit zubereiten kann.

Faszinierend wie manche Deklarationen exotische Zutaten anpreisen, nur um dem Verbraucher zu suggerieren, dass vegetarische oder gar vegane Haustierkost viel besser sei als eine fleischreiche Ernährung.

Fanatismus und Verblendung?

Leider hat die vegane und vegetarische Tierfutterindustrie hat eine große Lobby. Die der Tierrechtsorganisationen. Eine der bekanntesten dürfte hier PETA sein. Tierrechtsorganisationen haben teilweise eine sehr verbissene und radikale Einstellung die nach dem Motto “der Zweck heiligt die Mittel” Aktionen organisiert und veranstaltet, die sich am Rande der Legalität befinden, oder diese Grenze überschreiten. Ich habe mehrfach erlebt, dass eine kritische Haltung PETA und auch anderen Tierrechtsorganisationen gegenüber nicht selten zu aggressivem Feedback der Mitglieder führte und eine normale Diskussion kaum mehr möglich war.

Auch PETA befürwortet die fleischlose Ernährung von Katzen und Hunden (Link -> http://www.peta.de/vegetarischehundeundkatzen#.VMkNMi76Mus). Nicht nur das. Sie verkaufen es auch selbst noch. 4 Kilo Katzenfutter kosten in ihrem Shop derzeit 26,99 € zuzüglich Versand.(siehe Link – http://www.petastore.de/hund-und-katze)

Vegane oder vegetarische Ernährung von Katzen

Aber was ist in fleischlosem Katzenfutter überhaupt enthalten? Immerhin macht Fleisch ja einen Großteil der eigentlichen Katzenernährung aus.

gurkeIch habe mir mehrere Katzenfuttersorten angeschaut und dabei die Inhaltsstoffe näher betrachtet. Und ganz ehrlich, teilweise schaudert mich. Wenn ich schon schreibe, dass Katzen reine Fleischfresser sind und Trockenfutter absolut keine Katze braucht. Was soll ich dann von einem Katzenfutter halten, dass rein pflanzlich ist und als Trockenfutter verkauft wird?

Allgemein muss man sagen, man darf sich nicht die Vorstellung machen, dass in pflanzlichem Katzenfutter auch wirklich ganze Gemüsestücke oder vollwertiges Gemüse enthalten ist. Große Teile der Inhaltsstoffe stammen aus der Lebensmittelindustrie und ist dort Abfallstoffe verschiedener Produktionsgänge. Pflanzliche “Kleber” bzw. “Eiweiße” stammen größtenteils aus der Stärkeindustrie und bleiben dort über, können somit also billig als Futtermittel abgegeben werden.

Beispielsweise enthielt ein Katzenfutter zum größten Teil Maiskleber. Dieser ist ein Abfallprodukt der Maisstärkegewinnung und dient in großen Mengen zur Schweinemast, Rindermast und Milchviehernährung. Es wird zudem auch in Legehennenbetrieben verfüttert, da die Farbstoffe im Maiskleber für eine schönere Dotterfarbe sorgen. Selbst in der Geflügelmast wird es nicht verwendet, da eine Gelbfärbung der Haut und des Fettgewebes den Kunden vom Kauf abschreckt. Außer beim Maishähnchen, die extra gelb gezüchtet werden.

Die wenigsten der Produkte sind als Bio gekennzeichnet, man kann also fast sicher davon ausgehen, dass diese Inhaltsstoffe aus den gleichen Quellen stammen, wie jene die auch an die Großmastbetriebe geliefert werden.

Teilweise nicht nur minderwertig, sondern auch gefährlich!

IMG_3733Katzen können aufgrund ihrer Verdauung pflanzliche Stoffe schlecht verdauen und um diesen entgegenzuwirken werden den meisten Futtersorten Zucker und Öle beigemengt auch sollen sie eine Fehlernährung, die durch dieses Futter zwangsläufig entsteht beseitigen.

Interessanterweise entdeckte ich aber bei meiner Recherche ein Kombinationsfutter für Hund und Katze (Benevo Duo Nassfutter ) das neben Avocado auch Tomaten enthält. Avocado enthält Persin, das ist für Hunde und Katzen stark toxisch ist. Das Gift Persin führt zu Herzmuskelschädigung, starkem Husten, Wassereinlagerung und schließlich zum Tode, da es keine Therapiemaßnahmen gegen diese Vergiftung gibt. Tomaten können bei einer mangelhaften Zubereitung das Gift Solanin enthalten das für unsere Vierbeiner ebenfalls toxisch ist (Solanin befindet sich verstärkt in den grünen Tomaten, wenn man also schon unbedingt auf den Trichter kommt, seinem Tier Tomaten zu geben, dann bitte eher überreife Tomaten). Paprika und Kartoffeln ebenso aber dies nur mal am Rande.

Knoblauchpräperate, die man in einschlägigen alternativen Tierläden beziehen kann sind auch nicht ungefährlich. Knoblauch enthält genau wie Zwiebeln Allicin, Allicin ist das Umsetzungsprodukt der in Knoblauch vorkommenden nicht-proteinogenen schwefelhaltige Aminosäure Alliin, die zur Schädigung oder Auflösung der roten Blutkörperchen beitragen und eine akute Anämie auslösen können.

Selbst wenn diese Stoffe nicht in tödlichen Dosierungen verarbeitet werden, schädigen sie den Organismus bei einer dauerhaften Ernährung. Wie schon öfters angemerkt „Die Dosis macht das Gift“

Ich habe bei meiner Recherche kein Katzenfutter gefunden, welches nicht zumindest eine fragliche Zutat enthielt.

Aroma und Akzeptanzstoffe

Teilweise fanden sich in den Futtersorten auch zusätzliche Aromastoffe, die eine Akzeptanz des Tieres, das Futter zu fressen erhöhen sollen. Je nachdem, welche Aromen beigefügt werden, kann es passieren, dass Tiere nur noch dieses Futter akzeptieren und anderes ablehnen. Das ist eine gängige Praxis, die auch die großen Supermarktfutterfirmen anwenden um minderwertigere Inhaltsstoffe als leckeres Katzenfutter anzupreisen. Die Firmen schreiben zwar, dass ihr Futter keine Lockstoffe enthält, was auch in dem Sinne richtig ist, denn diese Aromen etc. nennen sich „Akzeptanzstoffe“.

Genaue Deklaration? Fehlanzeige

Beim barfen berechnen wir auf mg genau was wir wo zugeben. Bei pflanzlichen Lebensmitteln ist dies nicht der Fall und es erscheint eher wie „auspendeln“.

Anstelle einer genauen Inhaltsangabe steht dann meist nur Maiskleber, Mais, Maiskeimöl, etc. – genaue Angaben darüber Fehlanzeige. Auch die Vitalpräperate, die enthalten sind haben es in sich, enthalten diese doch alle Zucker und das dies nicht besonders gesund ist für unsere Katzen – nun ich glaub darüber brauchen wir nicht lange reden.

Trockenes Futter schädigt die Katze!

Ein wirklich extrem gewichtiges Problem ist aber hier noch neben der pflanzlichen Nahrung, es ist dies hauptsächlich Trockenfutter. Trockenfutter ist aber leider der Auslöser vieler Krankheiten und absolut schädlich wie bereits in meinem Beitrag „Brauchen Katzen Trockenfutter“ beschrieben wurde.

Die Sache mit den Allergien

Allergien sind bei Katzen heutzutage ein sehr großes Problem, welches immer akuter wird laut meiner Tierärztin. Katzen entwickeln Allergien früher und immer stärker. Auch hier hat die schlaue Industrie reagiert und verkauft “Hypoallergenes Futter“. So auch die Industrie fürs pflanzliche Futter. Gesetzlich muss “Hypoallergenes Futter” keinerlei Anforderungen genügen und die Hersteller dürfen reinfüllen was sie wollen. Das ist an sich ja auch nachvollziehbar wenn man bedenkt, dass gerade Futtermittelallergien sehr vielseitig sind. Man kann unzählige Allergikerkatzen nehmen und sie sind alle gegen etwas anderes allergisch. Auffällig ist jedoch, dass Katzen häufiger auf verschiedene pflanzliche Bestandteile reagieren (vor allem Getreidesorten) als auf Fleisch, da sie bei einer Umstellung auf BARF eine Besserung ihrer Symptome erleben.

Eine Umstellung auf pflanzliches Futter kann also nicht nur bei schlimmen Allergien zu großen Problemen führen, sondern auch bestehende, vielleicht noch nicht bemerkte Allergien zum Vorschein bringen.

Das kann bei verschiedenen Fleischsorten natürlich auch vorkommen, jedoch lässt sich das verursachende Fleisch durch eine Ausschlussdiät feststellen. Das ist bei pflanzlicher Ernährung unmöglich ohne die Gesundheit des Tieres zu gefährden.

Meine persönliche Meinung zu dem Thema

Ich bin an sofern das möglich war, an das Thema offen und vorurteilsfrei herangegangen. Ich hatte zwar auch vorher schon eine Meinung, konnte sie aber nicht so wirklich begründen, sondern sie entstand aus einem Bauchgefühl heraus.

Der Deutsche Tierschutzbund rät sowohl bei Hunden als auch Katzen von einer fleischfreien Ernährung ab (Link: http://www.tierschutzbund.de/faq/heimtiere/katzen-vegetarisch-ernaehren.html).

Noch deutlicher wird Professor Jürgen Zentek von der freien Universität Berlin in einem Artikel der Schwäbischen:

“Sowohl Hunde als auch Katzen sind Beutetierfresser. Es bestehe aus medizinischer Sicht „eine große Gefahr“ einer Mangelversorgung ohne Fleisch. Und die Frage nach der natürlichen Nahrungspräferenz von Katzen und Hunden wird dabei übergangen.“

Quelle: http://www.schwaebische.de/panorama/panorama-aktuell_artikel,-Wenn-sich-der-Hund-und-die-Katze-vegan-ernaehren-muessen-_arid,5467200.html

garten-019Viele Befürworter der veganen Hundeernährung nehmen gerne als Argument dass sich Hunde dem Menschen angepasst haben, sie verwechseln aber hier die Domestikation mit der Evolution. Es ist korrekt, dass sich Hunde im Wesen/Verhalten dem Menschen angepasst hat, dennoch unterscheidet sich der Verdauungstrakt eines Haushundes kaum von dem eines Wolfes und ist auf tierische Nahrung ausgelegt. Bei rein pflanlichen Nahrungsquellen, ist eines der größten Probleme ist aber die Versorgung mit essenziellen Aminosäuren. Die meisten pflanzlichen Proteinquellen bieten nicht das optimale Aminosäureprofil für die Hundeernährung.

Noch viel schlimmer ist es bei Katzen. Ihr Organismus ist noch weniger darauf ausgelegt, pflanzliche Nahrung zu verwerten. Es gibt Berichte von totkranken vegan ernährten Katzen, die mühsam wieder aufgepäppelt werden müssen.

Um es ganz klar und deutlich zu formulieren:

Eine vegetarische oder sogar vegane Ernährung von Hunden und Katzen ist Tierquälerei.

Auszug aus einer Studie …………… allerdings war die Versorgung mit S-haltigen Aminosäuren oft nicht ausreichend. Der Taurinbedarf wurde bei keiner Katze gedeckt, obwohl taurinhaltige Ergänzungsfutter eingesetzt wurden. Bei den Mengen- und

Spurenelementen, beim Vitamin D3 und B12 traten im wesentlichen dieselben Engpässe wie bei den Hunden auf. Beim Vitamin D3 wurde in einigen Fällen auch eine Überversorgung festgestellt. Außerdem war die Vitamin A- Zufuhr bei allen Katzen nicht ausreichend.Arachidonsäure wurde nur bei zwei Katzen in ausreichender Menge zugeführt.

An gesundheitlichen Störungen wurden bei einer Katze eine Retinaathrophie sowie bei zwei Katzen eine reduzierte Häufigkeit des Östrus vorberichtlich genannt.

Quelle: http://www.vetmed.uni-muenchen.de/downloads/promotion/ws_98_99/engelhard.txt

Interessant fand ich in den Zusammenhang im übrigen Stiftung Warentest Katzenfuttertest 02/2014 – man mag und kann über den Test ja halten was man will aber……das man in einem vegetarischen Hunde- und Katzenfutter Hühnchen gefunden hatte, finde ich schon etwas obskur…und durchaus glaubwürdig.

Nicht zu vergessen ist unser Tierschutzgesetz worin ganz klar definiert wird, dass man die Tiere artgerecht zu halten und ernähren hat. Eine fleischlose Ernährung ist bei einem Carnivoren absolut nicht als artgerecht zu deklarieren.(http://www.vdtt.org/redaktionelles/260-katzen-vegan-oder-vegetarisch-ernaehren/260-katzen-vegan-oder-vegetarisch-ernaehren)

Während meiner Recherche musste ich auch immer wieder feststellen, dass dies ein sehr emotionsbeladenes Thema ist. Nicht selten eskalierten Diskussionen zwischen Katzenhaltern die ihre Tiere vegan ernährten und Katzenhaltern, die ihre Tiere barften.

Die Entscheidung vegetarisch oder vegan zu leben ist sehr oft eine sehr persönliche Entscheidung, die meisten entscheiden sich dafür weil sie das Tierelend in diversen Mastbetrieben etc. nicht verschulden und verantworten möchten und man muss sehr große Veränderungen in seinem eigenen Leben vornehmen, um so zu leben, wie man es für ethisch richtig hält.

Aber, bei meinen Recherchen bekam ich immer mehr den Eindruck, dass es nur für den Katzenhalter eine ethische Entscheidung war, nicht für das Unternehmen, das vegetarische Nahrung für die Vierbeiner herstellt. Hier entsteht bei mir eher der Eindruck, dass es sich hier um eine sehr, sehr lohnende Geldquelle handelt.

Einerseits lehnt man großartig Massentierhaltung ab und wünscht allen Kühen eine grüne Wiese, dass aber das gleiche Futter verwendet wird, welches in der Massentierhaltung eingesetzt wird, an ein Tier verfüttert wird welches pflanzliche Nahrung überhaupt nicht verwerten kann? Sorry aber das widerspricht sich doch.

Hier wurde sehr geschickt künstlich ein Markt geschaffen, den man selbst bedient. Das ist für solche Unternehmen eine absolute Win-Win Situation. Spätestens wenn man sich mal überlegt dass ein Futtermittel aus minderwertigen Zutaten so extrem teuer ist, sollte man ein wenig Mal darüber nachdenken.

Ein Trockenfutter aus dem Supermarkt, das zumindest noch ein klein wenig Fleisch enthält kostet um die 5 Euro (4 kg Packung) ein Trockenfutter in der gleichen Menge ohne Fleisch kostet über 26 Euro. Diese Differenz, nach Analyse der Inhaltsstoffe möchte ich gerne mal erklärt haben.

Unbenannt-3Aber so kann man natürlich den Idealisten, der vegan oder vegetarisch sich ernährt unter dem Deckmantel Tierschutz sehr gut ködern, denn groß ist der Markt noch nicht und die Vermutung liegt nahe das ein Großteil derer, die als Kunden in Frage kommen, nicht die notwendige Sachkenntnis haben, ihr Futter selbst herzustellen.


Daher sind natürlich solche Firmen ein „Segen“ und wer das System nicht hinterfragt wird da ein sehr guter Kunde sein

Ich als Fleischesserin habe natürlich super gut reden, denn ich habe kein Problem damit, meinen Katzen Fleisch zu kaufen und auch zu verfüttern. Ich verstehe auch teilweise die Bedenken der Veganer und Vegetarier. Aber aus meiner Sicht und ich vertrete damit das Wohl der Katze, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, die in Frage kommen, wenn man sich selbst pflanzlich oder vorwiegend pflanzlich ernährt und Katzenhalter ist. Entweder man akzeptiert die Natur des Tieres und damit auch die Bedürfnisse und Ansprüche an die Haltung und Ernährung, oder man trennt sich von dem Tier und vermittelt es an Menschen, die dem Tier gerecht werden können. Das klingt hart, aber das sind die einzigen Möglichkeiten, die zum Wohle des Tieres getroffen werden können. Alle anderen Versuche dem Tier eine artfremde Ernährung aufzuzwingen sind nur ein Produkt des eigenen Egoismus. Meiner Meinung nach ist man mit so einem Verhalten nicht besser als die Fleischindustrie, weil man das Tier nach eigenen Wünschen und Vorstellungen, die mit dem Wohl des Tieres nichts zu tun haben, entmündigt. Eine Katze ist ein Jäger, ein Mörder, ein Fleischfresser. Sie ist damit nicht böse, sondern sie ist wie sie ist. Das Gleichgewicht der Natur sieht das so vor. Dass Menschen den Fleischgenuss in eine nie dagewesene Perversion treiben, darf nicht auf dem Rücken der Katze ausgetragen werden. So falsch es ist, einer Kuh Fischmehl zu geben, genauso falsch ist es, eine Katze rein pflanzlich zu ernähren.

Eine Alternative für vegane/vegetarische Katzenhalter?

Ein Kompromiss kann es sein, für die Katze ausschließlich Biofleisch oder Biokatzenfutter zu kaufen. Dieses wird mittlerweile zahlreich angeboten. Wer der Sache noch nicht traut, sollte zu einem Biobauern fahren und sich vor Ort die Verhältnisse anschauen und dort das Fleisch direkt kaufen. Das bedeutet zwar mehr Aufwand für die Futterbeschaffung, aber ganz ehrlich, BARF für die Katze ist auch keine Geheimlehre. Wenn man weiß, dass die Katze das bestmögliche Futter bekommt, weil man weiß was drin ist, und man so auch nicht die Massentierhaltung unterstützt, sondern jene, die sich um die Tierhaltung wirklich Gedanken machen, so ist das ein guter Kompromiss mit dem man leben können sollte, wenn man ein fleischfressendes Tier hält.

Dieses Thema erregt Gemüter, wird auch immer die Gemüter erregen. Soll es auch, wir sollten uns auch wirklich kritisch hinterfragen woher wir unser Fleisch beziehen, egal ob es für unsere Katzen oder einen selbst ist. Dank einer Teilnehmerin einer Facebook-Gruppe habe ich mich auch an rein vegetarische Produkte ran gewagt, obwohl begeisterte Fleischesserin, und es wird nicht das letzte rein pflanzliche Produkt sein, ganz im Gegenteil.

Aber meine Katzen bleiben das was sie sind …. reine Fleischesser!

Im Handel erhältliches vegetarisches Katzenfutter

Ich hab mir die Mühe gemacht einige Tierfuttersorten aufzulisten mit Inhaltsangaben damit ihr euch selber ein Bild über die Inhaltsstoffe machen könnt.

AmiCat ist ein ausgewogenes, mit Taurin angereichertes Alleinfutter für Katzen und kann ohne weitere Nahrungszusätze gefüttert werden. Es wird aus vollkommen natürlichen Zutaten hergestellt, enthält keinerlei Farb- oder Konservierungsstoffe und ist zu 100% vegan. AmiCat reinigt u.a. auch die Zähne und trainiert die Kaumuskulatur der Katze. Serviert wird es am besten trocken oder mit lauwarmen Wasser verdünnt. Erfahrungsgemäß wird AmiCat hervorragend von den Tieren angenommen und der Übergang vom herkömmlichen Futter sollte innerhalb weniger Tage erfolgen.

Zutaten: Maiskleber, Mais, Maiskeimöl, Reisprotein, ganze Erbsen, Erbsenfasern, Bierhefe, Dicalciumphosphat, Leinsamen, hydrolisiertes pflanzliches Protein, Kartoffelprotein, Natriumchlorid, Calciumcarbonat, Rapsöl

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe pro kg: Vitamin A 27500 IE, Vitamin D3 1600 IE, Vitamin E 270mg, Kupfersulfat-Pentahydrat 10mg, Eisencarbonat 186mg, Calciumjodat wasserfrei 4mg, Natriumselenit 10mg, Zinkoxid 100mg, Manganoxid 12mg, Taurin 1500mg, L-Carnitin 300mg

Analytische Bestandteile: Feuchtgehalt 8,0%, Rohprotein 33,0%, Rohöle- und fette 14,0%, Rohfaser 3,5%, Rohasche 5,9%, Magnesium 0,09 %, Omega-3-Fettsäuren 0,8%, Omega-6-Fettsäuren 6,5%

TAURIN: AMÍ CAT ist ein ausgewogenes Alleinfutter und wurde zusätzlich mit Taurin angereichert. Dieses Protein mit Aminosäurenkette kann wiederhergestellt werden, ohne dass andere Tiere, in deren Muskelgewebe es sich befindet, geschlachtet werden. Der Mangel dieses Proteins bei der Ernährung der Katze führt zu Kompensationsstörungen bzw. zum Tod. Das Taurin, zusammen mit den gesunden und natürlichen Zutaten, aus denen AMÍ CAT zusammengesetzt ist, erhält Ihre Katze immer gesund und in bester Form.

Benevo Cat Katzentrockenfutter

Benevo Cat beinhaltet 28% Eiweiss und eine vegetarische Taurin-Quelle, um die optimale Nährstoffversorgung der Katze zu gewährleisten. Außerdem enthält es probiotische Oligofructose, um die gesunde Verdauung zu fördern. Zudem wurde dem Futter Yucca-Extrakt beigefügt, der die Eigenschaft hat, Ammoniak zu binden. Auf diese Weise wird der Geruch des Katzenkots stark reduziert. Ebenfalls enthalten sind essentielle Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, die auf vielen Ebenen wichtig für den Körper der Katze sind, zum Beispiel für die Haut, das Fell, die Gelenke, den Kreislauf, das Immunsystem sowie für das Sehvermögen und die Hirnfunktion.

Benevo Duo Nassfutter für Katzen und Hunde

Benevo Duo ist bestens geeignet für Tiere, die anfällig für Futtermittelallergien sind, da es KEINES der bekannten ALLERGENE wie Fleisch, Fisch, Soja, Weizen oder Milchprodukte enthält! Benevo Duo wird mit frischen Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Tomaten, Avocados und Beeren sowie Naturreis hergestellt. Blaubeeren, Preiselbeeren und Ascorbinsäure (Vitamin C) fördern einen gesunden pH-Wert des Urins. Benevo Duo ist angereichert mit Taurin aus rein pflanzlicher Quelle sowie mit Vitamin A und der vierfach ungesättigten Arachidonsäure. Zudem sind die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B12, C, Folsäure mit Zink, Eisen, Mangan, Kupfer und Calcium enthalten.

Feligourmet

FELIGOURMET besteht aus einer leckeren bissfesten Mischung von Weizen- und Lupineneiweiss und wird je nach Geschmacksrichtung mit verschiedenem Gemüse und Tofu verfeinert. Damit Ihr vierbeiniger Liebling auch ganz bestimmt mit allen wertvollen Nährstoffen versorgt wird, wurde die Katzennahrung mit VegeCat angereichert.

Vegecat

Dies ist ein Nahrungszusatz, der alles enthält, was eine Katze braucht, wenn Sie ausschließlich vegetarisch/vegan ernährt wird. Es wird als Pulver ausgeliefert und kann mit den beigelegten Rezepten einfach zu einem vollwertigen, vegetarischen Katzenfutter ergänzt werden. Es wird in den USA bereits seit 1986 erfolgreich eingesetzt und wurde von Tierärzten geprüft. Es wird in 4 verschiedenen Verpackungsgrössen angeboten. Verpackung Kunststoffbecher (kein Alu, kein Blech!). Zutaten: Taurin, Vitamin E, Vitamin A, Vitamin B12, Vitamin D2 und weitere Vitamine und Mineralstoffe.

Vegekit

Entspricht Vegecat ist jedoch speziell für junge (bis ca. 12 Monate alte), stillende und trächtige Katzen optimiert.

VegeYeast (Spezialhefe für Hunde und Katzen) Mit Hefe lassen sich die meisten Gerichte für Katzen und Hunde verfeinern. Fast alle Katzen lieben den Geschmack der Hefe. Doch auch für Ihre Gesundheit ist der hohe Mineralstoff- und Vitamingehalt sehr wertvoll. Diese Hefe ist dem Organismus von Hund und Katze angepasst und deshalb besser geeignet als für die menschliche Ernährung bestimmte Hefe. Sie enthält z.B. 35% weniger Magnesium (für Katzen wichtig) und ist 100x säurebildender als gewöhnliche Hefe, was für Hunde und Katzen von großem Vorteil ist.

Vegusto-Cat (Fertignassfutter für Katzen, rein pflanzlich / vegan) Weltweit einmalig: Vegane Würste und anderes Nassfutter für Katzen! Entwickelt und hergestellt von der Vegi-Service AG. Die Produkte basieren auf dem Vegecat-Pulver. Zutaten: Wasser, Weizeneiweiss*, pflanzliche Öle, Gewürze, Hefe, Salz, pflanzliche Bindemittel (Agar-Agar, Guarkernmehl), Vegecatpulver. * = aus kontrolliert biologischem Anbau


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